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Neues Schild für mehr Verkehrssicherheit für Fußgänger

Klein aber oho: ein kleines Zusatzschild unter dem Grünpfeil sorgt in immer mehr Städten Westdeutschlands für mehr Verkehrssicherheit für Fußgänger. Francisco Welter-Schultes (PIRATEN) fordert, dieses Schild auch in Göttingen einzusetzen. Ein entsprechender Ratsantrag wurde in der Sitzung vom 15.03.2019 in den Mobilitätsausschuss überwiesen. Der Grünpfeil erlaubt an Ampeln das Rechtsabbiegen bei Rot.

Auf dem Schild steht „Vor Abbiegen bei Rot STOP an der Haltlinie“.

Eigentlich gilt es als verpönt, Verkehrsteilnehmern auf Schildern die StVO zu erklären. Doch dieses Schild bildet eine Ausnahme, aus gutem Grund: Der Grünpfeil ist eine DDR-Erfindung (von 1978), die erst 1994 in Westdeutschland übernommen wurde. Vor 1994 wurde der Grünpfeil in Westdeutschland in der Führerscheinprüfung nicht behandelt.
Viele Kfz-Fahrer im Westen wissen daher bis heute nicht, dass der Grünpfeil eine Stop-Funktion beinhaltet. Man darf bei Rot zwar rechts abbiegen, muss aber vorher anhalten. Wer einfach so durchfährt und nicht anhält, begeht ganz normal einen Rotlichtverstoß – mit allen Konsequenzen.

Nach 1994 installierten viele westdeutsche Städte Grünpfeile, stellten jedoch kurze Zeit später fest, dass Fußgänger gefährdet wurden durch Autos, die ohne anzuhalten einfach über Rot fuhren. Auch in Göttingen musste aus diesem Grund ein Grünpfeil am Kreuzbergring (Ecke Waldweg) wieder abmontiert werden. Zu viele Autos hatten Fußgänger gefährdet.

Ein Problem, das in der ex-DDR nie auftrat. Auch im ehemaligen Ostblock wurde der Grünpfeil mit großem Erfolg eingeführt. Der Grünpfeil erweitert verkehrsplanerische Möglichkeiten und reduziert unnötige Wartezeiten an Ampeln.
Die Piraten fordern Grünpfeile auch für Fahrräder, damit diese bei Rot auf rechts abgehende Radwege abbiegen können. Auch sie dürfen querende Fußgänger nicht gefährden.

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