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Merkelstraße und Friedländer Weg sollen Einbahnstraßen werden

Merkelstraße und Friedländer Weg sollen Einbahnstraßen in gegenläufiger Richtung werden, mit 1,50 Meter breiten Schutzstreifen für einen sicheren Radverkehr auf jeweils beiden Straßenseiten. Die ist das Ziel eines Antrages von Francisco Welter-Schultes, Mandatsträger der Piratenpartei, der dem Rat zu seiner Sitzung am 17. Mai 2019 vorliegt.
Im Vordergrund steht die Forderung nach Einleitung einer Verkehrswende, um den Klimaschutzzielen näherzukommen: „Es sollte nicht so weitergehen wie in den vergangenen 40 Jahren“, so Welter-Schultes.

Die Merkelstraße soll demnächst saniert werden, Anwohner werden im Rahmen der Ausbaubeiträge 30 % der enormen Baukosten tragen müssen für eine Straße, an der täglich über 8000 Autos vorbeifahren und die Grundstücke mit Lärm und Abgasen belasten. Über die Ausführung dürfen die Anwohner nicht im geringsten mitentscheiden – und sie werden die Straße hinterher nicht zum verkehrssicheren Radfahren nutzen können. Sie werden zum Kauf einer Ware gezwungen, die es gar nicht geben wird. Denn auf der sanierten Straße dürfte Radverkehr gar nicht erlaubt werden.

Die Richtlinie Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 2010) spricht bei einer 6 Meter breiten Straße bereits ab einem Kfz-Verkehrsaufkommen von 400 pro Spitzenstunde von Problemen, ab 700 Kfz können Fahrräder nicht mehr verkehrssicher gemeinsam mit Autos auf der Fahrbahn geführt werden.
Die Zahlen liegen in der Merkelstraße bei über 800 Autos, auf dem Friedländer Weg bei über 1300. Die Sicherheitslage auf beiden Straßen ist prekär, viele weichen mit Fahrrad oder E-Bike auf den Fußweg aus, die meisten wählen gleich das Auto.
Verkehrszählungen der Piraten von 2018 belegen: Auf beiden Straßen (Merkelstraße, Friedländer Weg) macht der innerstädtische Kfz-Verkehr den Löwenanteil aus. Der Radverkehrsanteil liegt nur bei 7-10 %. Wer keine sicheren Radverbindungen anbietet, wird nie erwarten können, dass viele Verkehrsteilnehmer im Berufsverkehr das Fahrrad gegenüber dem Auto vorziehen.

Eine Verkehrswende kann nur gelingen, wenn Radverkehr auf Stadtviertelverbindungen wie zwischen Wohngebieten in Geismar und Arbeitsstätten in Weende (UMG, Weender Krankenhaus, Nord-Uni) sicher geführt werden und damit eine freie Verkehrsmittelwahl abgeboten werden kann. „Die Klimaschutzziele sind nicht anders erreichbar“, so die Antragsbegründung.

Dafür müssen Fahrbahnen für den Kfz-Verkehr zugunsten des Radverkehrs umgewidmet werden. Wobei sich die Frage stellt, ob Einbahnstraßen überhaupt eine starke Einschränkung für den Autoverkehr darstellen. Motorisierter Verkehr verläuft auf Einbahnstraßen ruhiger, entspannter und flüssiger, das ständige Abbremsen und Anfahren entfällt.

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