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Baumfällungen für Radschnellweg inakzeptabel

Die geplante Fällung von drei hohen und gesunden Bäumen für den sogenannten Radschnellweg zwischen den Hochhäusern der Groner Landstraße 9 und der Bahnlinie [HNA 23.04.2019] sind nicht akzeptabel.

Der Radschnellweg an dieser Stelle hat den Namen nicht verdient und ist das Ergebnis einer grandiosen Fehlplanung. Die Piraten hatten diese bereits 2016 kritisiert. Wer mit dem Fahrrad vom Bahnhof zur Leinebrücke am Rosdorfer Weg fahren will, braucht zwischen Groner Tor und der Leinebrücke auf der Strecke Bürgerstraße-Rosdorfer Weg ziemlich genau 2 Minuten.
3 Minuten dauert es hingegen, wenn man dem neuen Radschnellweg folgend hinter dem Hochhaus am Bahndamm entlangfährt, und weiter die engen und zugeparkten Wohnstraßen Leinestraße und Eisenbahnstraße entlangkurven und dabei dreimal fast anhalten muss, weil die Häuser dicht an der Straße stehen und man den Querverkehr nicht frühzeitig einsehen kann.

Es würde sehr verwundern, wenn der Durchgangs-Radverkehr diesen sogenannten Radschnellweg tatsächlich gegenüber der eine Minute schnelleren Strecke am Rosdorfer Weg bevorzugen würde.
Im Radverkehr richtet sich die Streckenwahl nach der Reisezeit.

Dass für diesen Fehlplanungsquatsch auch noch hohe Bäume in einem so schon stadtklimatisch stark unter Druck stehenden Stadtteil gefällt werden müssen, ist ein Skandal. Die Stadt hat überhaupt nicht begriffen, welchen Stellenwert Umweltpolitik in der heutigen Zeit hat – sie scheint noch nicht einmal zu wissen, was Klimaschutz überhaupt ist„, so Francisco Welter-Schultes.

Im Bereich des Groner Tores wurden seit 2014 über 60 hohe Bäume gefällt, dazu noch etliche an der Berliner Straße und sämtliche Alleebäume der Groner Straße. Weitere Bäume dürften demnächst auf der anderen Seite an der Bahnbrücke der Groner Landstraße gefällt werden (Eisenbahnerhaus).

Den Radschnellweg vom Bahnhof nach Rosdorf entlang der unattraktiven Landesstraße zu führen, halten die Piraten generell für wenig sinnvoll. Ein Radweg nach Rosdorf sollte nach Ansicht der Piraten fern vom Kfz-Verkehr über das Leinewehr und südlich davon liegenden Felder geführt werden. Dazu wäre die Verbindung vom Bahnhof über die Bürgersraße und Richtung Brauweg auszubauen.
Hierzu wäre eine vernünftige Zweirichtungs-Radwegführung am Rosdorfer Weg zwischen Bürgerstraße und Schiefer Weg einzurichten. Längst wurde geklärt, dass dies technisch und verkehrstechnisch problemlos umsetzbar wäre. Das einzige Problem: es fehlt der politische Wille.

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