Themen von heute:
– Mahnwache vor dem Rathaus
– Montagstreffen zukünftig im Inti
– Flächennutzungsplan
– Golfplatz in Geismar
– Ampelpiraten und Radverkehr zur Norduni

Wer da war: 5 Leute, darunter komplett der Vorstand.

Zunächst besuchten wir die Mahnwache vor dem Rathaus, eingerichtet wegen der vielen toten Flüchtlinge im Mittelmeer. Flüchtlingsströme aus Afrika müssen auch nach Europa gelangen können. Europa darf sich nicht abschotten. Der Weg der Flüchtlinge muss legal möglich sein, ohne Inanspruchnahme skrupelloser Schleuserbanden.

Danach sind wir ins Inti gegangen. Dort wollen wir auch an den kommenden Montagen tagen. Bei Arbeit & Leben ist es wenig gemütlich.

Flächennutzungsplan:
Francisco berichtet von einem parlamentarischen Abend bei Haus & Grund eine Stunde vorher, wo es um den Flächennutzungsplan ging. Alle wollen mehr Innenentwicklung, aber die Verwaltung schlägt vor, an den Stadträndern weiter Wohngebiete auszuweisen (südlich von Geismar, Habichtsweg in den Wald rein, Dorfränder). OB Köhler habe darauf hingewiesen, dass es problematisch sei, wenn man Wohngebiete im Süden schafft und die Arbeitsplätze im Norden liegen. Wohnen und Arbeiten müsste wieder mehr zusammengefasst werden, die strikte Trennung von Wohnen und Gewerbe sei nicht sinnvoll. Baudezernent Dienberg habe da widersprochen „die Industrie will rechtssicher werkeln und nicht Angst haben müssen, dass der Betrieb hinterher stillgelegt wird“. Im speziellen Fall ging es um eine Bebauung zwischen der Weender Landsraße und dem Güterverkehrszentrum.
Wir Piraten stehen in diesem Konflikt hinter dem OB. Eine strikte Trennung von Wohnen und Gewerbe ist nicht sinnvoll. Allerdings darf man dan auch wirklich keine neuen Wohngebiete an den Stadträndern ausweisen. Dieses in der Göttinger Politik häufige „Ich bin dagegen, stimme dem aber zu“ ist uns zu wenig.

Golfplatz in Geismar:
Die Naturschutzbeaufragte Britta Walbrun war in der Fraktion. Grundsätzlich könne ein Golfplatz eine Landschaft durchaus aufwerten, aber nicht dort in diesem Areal. Dort würde der ökologische Vorwert deutlich verringert. Das Rebhuhn ist nur ein Beispiel. Das Zentrum der Population liegt genau im Golfplatz-Gebiet, die Tierart wäre danach verschwunden. Die renaturierte Deponie hat einen hohen ökologischen Wert. Die wäre vom Relief her für den Golfplatz aber besonders attraktiv.
Einigkeit besteht darin, dass wir nicht glauben, dass die GöSF ihr Konzept, freier Zugang für Erholungssuchende, wird halten können. Der Betrieb soll an einen privaten Betreiber gehen. Der wäre haftungspflichtig. Fliegende Golfbälle sind gefährlich.
Die GöSF sollte sich besser im Weender Freibad engagieren. Dort kommen mehr Menschen in den Genuss der eingesetzten Finanzmittel. Jüngere Menschen. Mehr Menschen pro Quadratmeter. Und wir haben noch die Verkehrsproblematik: ins Freibad fahren die Kids mit dem Rad oder gehen zu Fuss, zum Golfplatz wird mit dem Auto gefahren.

Ampelpiraten und Radverkehr zur Norduni:
Der Radverkehr zur Norduni hat im 1. Quartal gegenüber dem Vorjahr um 18 % abgenommen (Auswertung Induktionsschleife RoKo-Straße). Hauptsächlich wegen Semestertickets? Oder wird auch auf das Auto umgestiegen? Wie ist die Auslastung der Norduni-Parkplätze? Sind die immernoch kostenlos?
Der Radschnellweg ist langsamer als der Radweg vorher, weil man gefühlt länger an den Ampeln wartet, besonders an der Klinikumseinfahrt. Sehr viel mehr Zeit verliert man auch am Weender Tor (dort Wartezeit vorher 45 Sekunden, jetzt 80). Man hat hunderttausende Euro für einen Radschnellweg ausgegeben, und das Gegenteil von dem erreicht, was man wollte: (a) die Reisezeit ist länger, (b) der Radverkehr hat messbar dramatisch abgenommen.
Hauptursache für den Rückgang der Zahlen ist sicher das Bus-Semesterticket (ab Oktober 2014), und die Umstellung der Buslinien, um die Norduni besser anzubinden. Dies hat aber nicht bewirkt, dass dort Leute vom Auto in den Bus umgestiegen sind. Müsste man nachschauen, ob sich die Auslastung der Norduni-Parkplätze reduziert hat.
Einigkeit besteht darin, dass es nicht Ziel städtischer Verkehrspolitik sein kann, den Verkehr vom Fahrrad in den Bus zu verlagern.
Es müssten nun Maßnahmen ergriffen werden, den Radverkehr wieder attraktiver zu machen. Bessere Radwegräumung im Winter, verschlechterte Ampelschaltungen wieder ändern und den vorigen Zustand wieder herstellen.
Ampelpiraten: ab jetzt auch mit Friederike.

0 Kommentare zu “Montagstreffen vom 20.04.2015

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.