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Sozialpsychiatrischer Plan für Stadt und Landkreis Göttingen

Es sind Sommerferien und in der Kommunalpolitik ist das Sommerloch spürbar. Wenn Du gerade gelangweilt bist, habe ich eine abwechselungsreiche Beschäftigung. Vor einiger Zeit ist der Entwurf eines Sozialpsychiatrischen Planes 2013 eingegangen. Den kannst Du Dir durchlesen. Das Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis Göttingen hat den Bericht erstellt; er ist also relevant für Dich, wenn Du in der Stadt oder außerhalb der Stadt im Landkreis Göttingen lebst.

Grafik mit dem Ortsschild Sommerloch, Kreis Bad Kreunach
Grafik mit dem Ortsschild Sommerloch, Kreis Bad Kreunach

Interessant ist vor allem der erste Teil des Berichtes, in dem die einzelnen Angebote und deren Träger dargestellt werden. Auf Seite 40 des Teil I ergeben sich Wünsche aus dem Plan aus dem Jahr 2007, die nicht aufgegriffen wurden. Am Ende von Teil I (Seite 68) kommt der Bericht zu dem Schluss, dass die sozialpsychiatrische Versorgung überdurchschnittlich gut ist.

Verbesserungswürdig sei der Zugang zu den Versorgungseinrichtungen in der Stadt, vor allem für Landkreisbewohner mit geringem Einkommen. Außerdem sollten zusätzliche Beschäftigungs- und Zuverdienstmöglichkeiten sowie niederschwellige Sportangebote für psychisch kranke Menschen geschaffen werden. Auf Seite 69 werden Teilnehmerwünsche einer Veranstaltung aus dem Jahr 2012 genannt.

Das weitere Verfahren wurde mir so angekündigt, dass der Bericht im Sozial- und Gesundheitsausschuss des Landkreises am 21. August vorgestellt werden soll und dann durch den Kreisausschuss (27. August) und im Kreistag am 30. August zur Kenntnis genommen (oder beschlossen) wird.

Im Ausschuss habe ich kein Rederecht. Wenn Du Fragen, Anregungen und Hinweise hast, müsste ich dies endweder vorab textlich (per Email) oder im Kreistag einbringen. Vermutlich wird der Bericht auch im Stadtrat beraten, so dass die dortigen Ausschussmitglieder ein Fragerecht haben.

Wenn Du mir etwas für die Diskussion mit auf den Weg geben willst, kannst Du das hier als Kommentar erledigen oder mir eine Email schreiben.

Und nun – Bitte lesen Sie jetzt:

Wusstest Du schon? Wir haben in unserem Bundestagswahlprogramm einen ausführlichen Abschnitt zum Thema Gesundheitspolitik.

3 Kommentare zu “Sozialpsychiatrischer Plan für Stadt und Landkreis Göttingen

  1. Anja Gorn-Skrandies

    Hey,
    ich möchte einmal etwas zur sozialpsychiatrischen Pflege anmerken ( als Privatperson ) Bisher sind es leider nur einige wenige Krankenkassen, die diese Form der ambulanten psyciatrischen Pflege unterstützen, obwohl der Bedarf hoch und PatientInnen interessiert an der Form der Versorgung sind – aber leider oft in einer Krankenkasse, die diese Form der Versorgung nicht unterstützt.
    Desweiteren wird die ambulante Versorgung ( vermutlich aus Unkenntnis ) seitens der Krankenkassen sehr erschwert oder sogar verhindert.

    viele Grüsse, Anja

    • Hallo Anja Gorn-Skrandies,

      vielen Dank für den Kommentar.

      Insgesamt fallen qualitative Vergleicher der Situation zwischen dem letzten Bericht und den nun vorliegen schwer, weil dazu recht wenige Informationen vorliegen, die dies ermöglichen würden. Dies habe ich in etwa per Email nachgefragt und warte noch auf Antwort. Gibt es eine Möglichkeit, die Zusammenarbeit zwischen Krankenkassen und ambulater pflegerischer Versorgung zu verbessern?

      • Hallo,
        ebend das ist ja das Problem, einige Krankenkassen unterstützen und nutzen diese Form der Betreuung gern und haben damit ja anscheinend auch positive Erfahrungen gemacht. Andere Krankenkassen sind m.E. einfach zu wenig informiert über die Art und Weise der recht neuen Arbeitsform in diesem speziellen Bereich. Eigentlich hilft nur Aufklärung, Information und Vorstellung der Arbeitsform. Ich spreche hier von der ambulanten vermittelnden Form, um die Versorgung nach einem Kliniksaufenthalt zu gewährleisten. Es gibt noch die ambulante Versorgungsform, die Einkaufshilfen, Tagesstruktur etc. anbietet. Die Form, die ich meine, ist es PatientInnen zu helfen in der Selbständigkeit zu bleiben und vermittelnd verschiedene Notwendigkeiten ( auch therapeutische ) zu vernetzten und PatientInnen darin zu unterstützen. Da es sich hierbeit um recht unterschiedliche ( bzw. etwas überschneidende ) Bereiche handelt, vermute ich nach dem ersten Bericht, dass beide Arbeitsformen in einen Topf geworfen werden. Die eben erwähnte Form ist verbreiteter bein KKs.
        Die andere benötigt wohl neben der oben erwähnten Information auch Zahlen der schon beteiligten kassen, damit sie glauben, dass dies auch für sie selbst von Vorzeil ist, nicht nur für die PatientInnen, denn die KKs sparen ja auch jeden Krankenhaustag, den die Patienten nicht dort verbringen und PatientInnen gewinnen Lebensqualität, die Sicherheit, dass immer jemand ansprechbar ist ( 24 h ) auch nach KH-Aufenthalt und im besten Fall benötigen sie nach einiger Zeit gar keine Unterstützung mehr, wovon die KKs natürlich erst recht profitieren, also eigentlich für beide Seiten positiv und unverständlich, warum da so wenigte KKs mitmachen, also wohl doch nur Unkenntnis.
        Vielen Dank für das Interesse sagt Anja

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