Hochschulpolitik Göttingen

Wie sähe ein AStA mit der PIRATEN HSG Göttingen aus?

Wir wurden gefragt, wie wir uns einen von uns gestellten AStA vorstellen, hier unsere Antwort dazu:

Als Piraten-Hochschulgruppe stehen wir für einen freien Zugang zu Wissen und einer Stärkung der Studentenrechte.

Ein komplett von uns gestellter AStA ist nicht sehr wahrscheinlich. In der Vergangenheit sind uns jedoch einige Punkte aufgefallen, die wir anders angehen würden. Für uns ist ein offener Dialog zwischen allen StuPa-Mitgliedern und -Fraktionen unabhängig von Fraktionszwängen absolut essentiell. Ein AStA unter Beteiligung der Piraten-Hochschulgruppe würde Schwerpunkte in folgende Bereiche legen:

  • Verbesserung des Bachelor/Master-Systems
    • Die Gestaltung eines Studiengangs obliegt einer Hochschule für sich, so dass jede Hochschule ihre eigene Studienordnung für den selben Studiengang erlassen kann. Hierdurch entsteht ein uneinheitlicher Dschungel von Modulen und Regelungen für die jeweiligen Studiengänge. Dies führt zu einer massiven Behinderung bei Wechsel der Hochschule und bei der Anerkennung von an einer anderen Hochschule erbrachten Leistungen.
    • Wir setzen uns für hochschulübergreifende Modul- und Studienpläne ein, die einen allgemeinen Rahmen spannen, in den jede Hochschule ihre Vorlesungen einbringen kann.
  • Steigerung der Transparenz der Arbeit des AStA, der Fachschaften und der Hochschule.
    • Nur durch Transparenz ist es möglich, dass sich die Studenten und Gremien kritisch mit den Entscheidungen und der Arbeit von AStA und der Hochschule als Ganzheit auseinandersetzen können.
  • Abbau unnötiger Bürokratie an der Hochschule
    • In vielen Bereichen der Hochschule schaffen unnötige Bürokratie-Konstrukte zusätzliche Hürden.
  • Stärkere Vernetzung der ASten
    • Durch eine regionale oder gar bundesweite Vernetzung der ASten lassen sich leichter schwierige Positionen durchsetzen. So können u.U. über die regionale Vernetzung der ASten bei den Semesterticketverhandlungen für mehrere Hochschulen einer Region bessere Preise erzielt werden, da nicht mehr nur ca. 25.000 Studierende in den Verhandlungen eine Position aufbauen.
    • Zudem ermöglicht eine bessere Vernetzung der ASten eine breitere Position gegen universitätsübergreifende Einflüsse, bspw. soziale oder politische Entscheidungen. So sind viele vernetzte ASten, die mit einer Stimme sprechen, bedeutsamer, als würde jeder AStA einzeln seine Meinung vertreten.
  • Erweiterung des Blickwinkels des AStAs über die Universität Göttingen hinaus
    • Nicht nur Hochschulpolitik betrifft die Studenten der Universität Göttingen. So wirken sich auch hochschulexterne Einflüsse, wie Politik (bspw. Richtlinien) oder Wirtschaft (bspw. Fördermittel) ebenfalls auf das Studium an unserer Hochschule aus. So kann es nicht sein, dass ein AStA, der im Sinne der Studierendenschaft handelt, hiervor die Augen verschließt.
  • Stärkung der Position der Studenten
    • Wir setzen uns für ein selbstbestimmtes Studium und für die Mitbestimmung der Studierenden an der Uni ein.
  • Abschaffung von Studiengebühren
    • Durch Studiengebühren werden speziell Studierende sozial schlechter gestellteren Familien deutlich benachteiligt. Da sie in der Regel nur geringe finanzielle Rücklagen oder Unterstützungsleistungen aus dem sozialen Umfeld haben, sind sie oft auf Kredite und Arbeit neben dem Studium angewiesen. Dies führt dazu, dass sie bei Studienende/ -abbruch oft signifikant verschuldet sind oder sie sich durch ihre Arbeit sich nicht entsprechend intensiv mit dem Studium befassen können, wie ihre wohlhabenderen Kommilitonen und 3. oft ihr Studium durch ihre Tätigkeit in die Länge gezogen wird, da sie durch ihre Arbeitstätigkeit weniger Studienleistungen erbringen können.
    • Ein Studium sollte jedem offen stehen und auch für sozial schlechter gestellte ohne große Benachteiligung möglich sein.
  • Förderung von Kultur und hochschulpolitischem Interesse
    • Wir sind der Meinung, dass Kultur sich nicht nur auf Partys beschränkt. Wir setzen uns für ein ausgewogenes und breites kulturelles Spektrum an Veranstaltungen ein.
    • Zudem wollen wir das Interesse für Hochschulpolitik unter der Studierendenschaft fördern, damit diese mehr als nur die Abstimmung um das alljährliche Semesterticket damit verbinden.
  • Ehrliche Einbeziehung der Studenten bei wichtigen Entscheidungen
    • In einem AStA unter Beteiligung der Piraten-Hochschulgruppe käme es zu keiner Durchführung von hochgradig umstrittenen Projekten ohne echte Einbeziehung der Studierendenschaft. (Gegenbeispiel: Lernzentrum & die dazugehörige „Alibi“-Umfrage)
    • Mittel aus Studiengebühren für Großprojekte, die erhebliche finanzielle Mittel binden und eine langfristige Investition stellen, sollten von den Studierenden der betroffenen Fakultäten per Urabstimmung entschieden werden. (Beispiele: Neubauten von Fakultätsgebäuden, etc.)
    • Bei wichtigen Entscheidungen möchten wir, dass die Fachschaftsräte verstärkt auch in die Entscheidung und Gestaltung eingebunden werden.

Zudem planen wir uns unabhängig von einer Beteiligung am AStA Informationsveranstaltungen zu Themen wie IT-Sicherheit, Datenschutz und Open-Access, um die Studierenden für ihre Rechte und Möglichkeiten zu sensibilisieren.

Wie erreicht man uns?

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