Dana Rotter Pressemitteilung Verkehrspolitik

Piraten gegen erneute Debatte über Südumgehung

Die Göttinger Piraten sprechen sich strikt gegen Überlegungen der Freien Wähler aus, die Südumgehung in die Verkehrsdebatte zurückzuholen. Der Ratskandidat der Freien Wähler Jens Droß argumentiert, eine Südumgehung würde dazu beitragen, die Anwohner der Hauptstraße in Geismar von Luftschadstoffen zu entlasten.

»Die Berufspendler, die über Geismar einpendeln, und von denen Herr Droß spricht, fahren zu Arbeitsplätzen, die zunehmend im Dienstleistungssektor in der Innenstadt, der Nordstadt oder Weende entstehen, während in den Gewerbegebieten des produzierenden Gewerbes die Zahl der Arbeitsplätze gleichzeitig abnimmt«, so Bundestagskandidatin Dana Rotter, Mitglied des Rates.
»Man kann auch einen Ring um Göttingen ziehen, wo die Pendler einmal um ganz Göttingen herumfahren können – das Problem bleibt: irgendwann müssen die Autos in die Stadt, weil deren Fahrer dort arbeiten und nicht auf der Straße. Einen Antrag zum Bau einer Südumgehung werden wir nicht in den Rat einbringen.«

Für die erhöhten Berufspendlerverkehre sollten nach Ansicht der Piraten attraktive und kostenlose ÖPNV-Angebote bereitgestellt werden. Elektromobilität sollte mehr als bislang gefördert werden, der innerstädtische Radverkehr sollte durch das Umsetzen durchdachter Konzepte beschleunigt werden. Für Einpendler aus den unmittelbar südlich von Göttingen liegenden Orten sollten attraktivere Radwegverbindungen in die Stadt angeboten werden. Die Gruppe Linke/Piraten/PARTEI hatte aus diesem Grund in der vergangenen Kreistagssitzung einen konkreten Antrag zum Bau einer beschleunigten Radwegverbindung zwischen Niedernjesa und dem Göttinger Zentrum gestellt.
Diese Maßnahmen würden die Luft an den städtischen Hauptstraßen deutlich mehr entlasten als der Bau neuer Umgehungsstraßen. Die Südumgehung würde Verkehre erzeugen, die es heute noch gar nicht gibt.

»Außerdem geht die Entscheidung, die Südumgehung nicht zu bauen, anders als von Herrn Droß dargestellt nicht auf eine Ratsentscheidung von Vertretern interessengeleiteter Parteien zurück. Mit einer Mehrheit von 60 % hatte 2009 die gesamte Göttinger Bevölkerung selbst in einer Bürgerbefragung solche Planungen abgelehnt. Daran scheint sich nicht viel geändert zu haben«, so Rotter weiter.

Die Freien Wähler in Göttingen hatten im Kommunalwahlkampf 2016 als einzige Partei auf Plakaten mit dem Bau der Südumgehung für sich geworben – und wurde als einzige von zehn angetretenen Parteien nicht in den Rat gewählt.

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