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Ideensammlung mit Sinnkrise im Demografiebeirat

tldr; (Kurz): Die letzte Sitzung des Beirates zur demografischen Entwicklung im Landkreis Göttingen hat viele Ideen geliefert. Hängen geblieben bei mir ist am Ende die Diskussion zu der Frage, ob die erarbeiteten Vorschläge einen sinnvollen Beitrag liefern können.

  Am 21. Januar 2014 war im Kreishaus die letzte Sitzung des Beirates zur demografischen Entwicklung im Landkreis Göttingen, bevor der Kreistag über den Bericht entscheidet. Die meiste Zeit nahm die Erarbeitung von Vorschlägen in den Arbeitsgruppen ein. In Teilgruppen haben wir uns Gedanken gemacht, was im Zusammenhang mit den zu erwartenden Entwicklungen gute Ideen sind, um die Auswirkungen abzumildern. Diese sollten in folgende Bereiche aufgeteilt werden:

  1. Grundlagen
  2. Mobilität
  3. Ehrenamt
  4. Generationen
  5. Wohnen
  6. Versorgung
  7. Siedlungsentwicklung
  8. Wirtschaft

 

In meiner Gruppe behandelten die meisten Vorschläge den Aspekt der Versorgung. Wir haben keine Bewertung mehr anhand von Prioritäten mehr vorgenommen, so dass die Auswertung der Ergebnisse zu kurz kam.

 

Spannend war die Diskussion zu der Frage, ob die Arbeit in dem Beirat oder der Beirat an sich sinnvoll ist. Wegen des Flächenverbrauches wäre es zum Beispiel das Beste, die Ausweisung neuer Baugebiete zu untersagen. Davon würden dann auch die brach liegenden Grundstücke in den Randlagen profitieren. Es ist klar, dass sich die Gemeinden im Umland Göttingens nicht darauf einlassen werden. Auch der Flächenverbrauch in der Stadt schreitet weiterhin fort, obgleich fraglich ist, in wieweit die neu verbauten Flächen sinnvoll betoniert sind. Mein Lieblingsbeispiel in diesem Zusammenhang ist das Güterverkehrszentrum …

 

Die Annahme, das Ergebnis des Berichtes zur demografischen Entwicklung würde viel bewirken ist sicher sehr steuerungsoptimistisch. Es ist unwahrscheinlich, dass Individuen oder Organisation von dem Inhalt derart beeindruckt sind, dass ein Umdenken statt findet. Ebenso unwahrscheinlich ist es, dass das erwartete Ergebnis von der Presse einen ähnlich starken Stellenwert bekommt, wie betrunken im Verkehr erwischte Polizeimitarbeiterinnen, die sich politisch engagieren wollen.

 

Im Ergebnis meine ich jedoch, dass es fahrlässig ist, sich nicht auf regionaler politischer Ebene mit dem Thema auseinander zu setzen.

 

Der Bericht soll in der Kreistagssitzung am 12. März 2014 beschlossen werden. Vermutlich wird am 19. März eine öffentliche Veranstaltung zu dem Thema statt finden.

 

 

 

 

 

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