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Unfall am Weender Tor: Piraten erneuern Kritik an Umbau und Ampelschaltung

Pressemitteilung des Kreisverbandes, 31.10.2015

Anlässlich eines am Donnerstag 29. September 2015 gegen 14.30 Uhr am Weender Tor beobachteten Unfalls an der Nordostseite der Weender Tor-Kreuzung vor dem Opelhochhaus erneuern die Göttinger Piraten ihre Kritik an deren Umbau vor einem Jahr.

Es handelte sich um einen Kfz-Auffahrunfall, wie er von der Piratenpartei bereits unmittelbar nach dem Umbau im Herbst 2014 und von anderen sogar bereits vorher in mehreren Eingaben an die Stadt vorhergesagt worden war.
Beim Rechtsabbiegen vom Nikolausberger Weg in die Weender Landstraße musste eine Kfz-Fahrerin wegen eines Fußgängers abbremsen. Die Fahrerin eines nachfolgenden Fahrzeuges achtete im Gewühl auf Fahrräder, konnte nicht mehr anhalten und fuhr auf das vordere Fahrzeug auf.

Vor dem Umbau waren derartige Unfälle nicht passiert.

Kreuzung Weender Tor vor dem Opelhochhaus. An der Fußgängerfurt im Vordergrund kam es zum Unfall.

Die Piraten kritisieren erneut die kurze Ampelschaltung für Fußgänger, die nur 7 von 90 Sekunden beträgt und mit einer Wartezeit von 83 Sekunden die mit 40 Sekunden angesetzte maximale Wartedauer des städtischen Klimaplans Verkehrsentwicklung um 43 Sekunden übersteigt.
»Die langen Wartezeiten haben einerseits den Effekt, dass viele Fußgänger versuchen, noch bei Dunkelrot herüberzukommen, andererseits auch, dass die Kfz-Fahrer viel zu früh in die Furten der Fußgänger hineinfahren. Wenn sie dann abbremsen müssen, hat das nachfolgende Fahrzeug das Nachsehen«, so Friederike Buch von der Arbeitsgruppe Ampelpiraten.

Das Problem wäre abgemildert, wenn die abbiegenden Kfz-Fahrer sehen könnten, wie lange die Fahrräder noch Grün haben. So sehen sie nur die rote Fußgängerampel. Viele ahnen nicht, dass die Fahrradampel noch Grün hat, und fahren zu früh in die Furt.

»Leider gibt es seitens der Stadt keinerlei Reaktion auf unsere Vorschläge. Genau solche Unfälle hatten wir vorausgesehen und davor gewarnt«, ergänzt Angelo Perriello, Ampelpirat und Mitglied des Vorstandes.

Die Piraten bemängeln die Uneinsichtigkeit der Stadt, die schon vor dem Umbau eindringlich davor gewarnt worden war, den bergab fahrenden Radverkehr am Nikolausberger Weg nicht vor, sondern weiterhin wie bislang auf der Straße und damit entzerrt hinter dem rechtsabbiegenden Kfz-Verkehr entlangzuführen.
Genau dieser Radverkehr bewirkt nun die Überforderung der rechtsabbiegenden Kfz-Fahrer, welche die Ursache für diesen Auffahrunfall war.

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