PiratenPlanet Pressemitteilung

Sorge über wachsende Zahl politisch motivierter Gewalttaten

Pressemitteilung des Kreisverbandes, 21.07.2015

Die Piratenpartei KV Göttingen ist besorgt über die wachsende Zahl politisch motivierter Einschüchterungsversuche und Gewalttaten in Göttingen. Am Sonntag, den 19. Juli, wurde aus dem Verbindungshaus der Burschenschaft Germania heraus mit einer Softairwaffe durch ein offenes Fenster in das gegenüberliegende Haus eines selbstverwalteten studentischen Wohnprojekts geschossen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.
Abhängig vom genauen Typ der Waffe (am Dienstag noch unbekannt) können Geschosse von Softairwaffen unter Umständen schwere Verletzungen hervorrufen, beispielsweise wenn das Auge getroffen wird.

Dies war bereits der zweite Angriff von Verbindungsstudenten auf als links wahrgenommen Gegner innerhalb einer Woche. Bereits am Dienstag, den 14. Juli war ein Sprecher der Wohnrauminitiative am Knie verletzt worden, als er die Verbindungsstudenten der Landsmannschaft Verdensia beim Entfernen von Farbbeutelflecken fotografieren wollte, diese aggressiv reagierten und das Opfer vom Fahrrad schubsten. Er befindet sich noch immer in ärztlicher Behandlung.

Vermutlich aus dem Umfeld des anderen politischen „Lagers“ stammen dagegen die Täter des Brandanschlags auf das Parteibüro der SPD eine Woche zuvor (7. Juli). Möglicherweise muss auch ein Überfall auf einen 27-jährigen Mann am Kornmarkt zu dieser Serie gezählt werden. Die maskierten Angreifer hatten das Opfer als „Scheiß Nazi“ bezeichnet und durch Schläge leicht im Gesicht verletzt.

Für die Piraten steht hinter solchen Vorkommnissen ein Verfall demokratischer Kultur und zunehmende Gewaltbereitschaft im täglichen politischen Diskurs. Immer öfter werden Sachbeschädigung, Einschüchterung und sogar Körperverletzung als legitime Mittel akzeptiert.

»Gewalt ist niemals ein legitimes Mittel der Auseinandersetzung«, so Friederike Buch von den Göttinger Piraten. »Politische Meinungsäußerungen, seien es Transparente, wie sie aus dem Haus des am Sonntag angegriffen Wohnprojektes hängen, Demonstrationen oder Kundgebungen dürfen niemals zur Folge haben, dass sich jemand bedroht fühlen muss. Das gilt übrigens gleichermaßen für beide Ränder des politischen Spektrums

0 Kommentare zu “Sorge über wachsende Zahl politisch motivierter Gewalttaten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.