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Siegerfoto und positive Saisonbilanz am Rosdorfer Baggersee

Pressemitteilung des Kreisverbandes, 17.09.2015

Die Göttinger Piraten prämieren am Ende der Badesaison den ersten Platz des im Juli ausgeschriebenen Fotowettbewerbs „Baden im Rosdorfer Baggersee“.

Der Sieger ist Thomas Meder aus Gleichen, dem es auf einer Serie von fünf Luftaufnahmen am Freitag den 7. August 2015 um 17.37 Uhr nicht nur gelang, innerhalb von einer Minute 41 schwimmende Personen im zentralen Ostuferbereich aufzunehmen, sondern zusätzlich der Nachweis, dass sich in derselben Minute 190 Badegäste am anliegenden Uferabschnitt sonnten.

Damit wird die Behauptung des Göttinger Gesundheitsamtes widerlegt, die meisten Gäste am See würden sich nur sonnen und die Zahl der Badenden sei niedrig [1].
Im Verhältnis von Badegästen am Ufer und im Wasser (etwa 4:1) ist kein Unterschied zu anderen Badeseen erkennbar.

Rosdorfer Baggersee 7.8.2015. Foto: Thomas Meder
Siegerfoto des Wettbewerbs: Bild 1 von fünf Luftbildern vom 7.8.2015, 17:37 Uhr.
Blick von Südwesten auf das zentrale Ostufer im Südbereich des Rosdorfer Baggersees. Links unten die Leine. Die Schwimmer sind eingekreist und mit Nummern versehen.

Thomas Meder vereint zwei Hobbys: die Fliegerei und das Fotografieren. Dabei gelingen ihm immer wieder spektakuläre Aufnahmen aus ungewöhnlichen Blickwinkeln.
Seine Internetseite: www.luftbild-suedniedersachsen.de.

Die Göttinger Piraten ziehen eine insgesamt positive Bilanz der Badesaison. Kreis und Stadt haben zwar kategorisch jeden von Linken und Piraten eingereichten Antrag abgelehnt, aber gleichzeitig hat sich am See etwas verändert.

Obwohl der Wendebachstausee dieses Jahr als Badesee wegfiel, fiel in Rosdorf überraschenderweise deutlich weniger Müll an als in den vergangenen Jahren. Von den Abfallbergen, wie sie bislang beobachtet wurden, war in diesem Sommer nichts zu sehen.

Dies bestätigt gegenüber den Piraten auch Carsten Bromm aus Rosdorf, der seit 16 Jahren Müll einsammelt und in der Lokalpresse inzwischen als „der Engel vom Baggersee“ bezeichnet wird. Bislang hatte Bromm gegen Ende der Saison regelmäßig vor den gewaltigen Abfallmengen kapitulieren müssen.

Eine Verschlechterung der Lage für die Badenden, wie etwa Polizeieinsätze gegen Badende oder eine Sperrung, ist im Zuge der Forderungen von Piraten und Linken nicht eingetreten. Wie jedes Jahr kontrollierte die Polizei nur die falschparkenden Autos.

»Wir waren von Anfang an zuversichtlich, dass unser Einsatz eine Verbesserung bewirken würde. Vielen war offenbar jahrelang nicht bewusst, was für ein Problem es für die Gemeinschaft darstellt, wenn jeder seinen Müll einfach in der Landschaft zurücklässt«, so Dr. Francisco Welter-Schultes, Mitglied des Vorstandes.
»Wir freuen uns darüber, dass wir mit unserem Einsatz schon so viel erreicht haben, auch für die Umwelt

Diejenigen von SPD und Grünen, die noch im Frühjahr die Kreistagsabgeordneten Andreas Schelper (Piraten) und Dr. Eckhard Fascher (Linke) scharf angegriffen und ihnen Unredlichkeit vorgeworfen hatten, müssen sich nun am Ende der Saison fragen, ob es wirklich richtig ist, jahrzehntelang vor den Problemen im eigenen Landkreis davonzulaufen. Oder ob es nicht doch besser ist, den Mut zu haben, jahrelang anhaltende Missstände offen anzusprechen.

Die Piraten fordern die für vielbesuchte Badeseen vorgeschriebene Hygieneuntersuchung, die die Behörden 300 Euro im Jahr kosten würde, also 0,1 Cent pro Einwohner im Landkreis, oder 0,4 Cent pro Badegast und Tag. Alle Fotos belegen, dass hierzu eine Verpflichtung besteht.
Auch wäre es insbesondere angesichts der hohen Flüchtlingszahlen angeraten, in der Saison 2016 Informationstafeln zu installieren, die in verständlicher Form über die Lebensgefahr im Nordteil des Sees und über das richtige Verhalten beim Baden im Südteil des Sees aufklären sowie das Tiefenprofil anzeigen.

Quellen:
[1] http://www.piratenpartei-goettingen.de/wp-content/uploads/2015/07/2015-07-10-brief-dobberstein.pdf

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