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Rosdorfer Baggersee: weiterhin Kritik am Badeverbot

Rosdorfer BaggerseeDie sich jedes Frühjahr wiederholende Ankündigung der Kreisverwaltung, das Badeverbot am Rosdorfer Baggersee zu kontrollieren [Pressemitteilung des Landkreises vom 18.5.2016], halten die Göttinger Piraten für unseriös. Wie sich im vergangenen Jahr herausstellte, können die Ordnungsbehörden nach wie vor nur das Falschparken, nicht aber das Baden kontrollieren.

Die Piraten kritisieren weiterhin das pauschale Badeverbot und fordern den Landkreis auch in dieser Saison auf, endlich Maßnahmen einzuleiten, den Badebetrieb im Südteil des Sees zu legalisieren.
Nach wie vor widersprechen die Piraten der Darstellung, das Baden im Südteil des Sees sei gefährlicher als in anderen Seen. Eine besondere Gefahrenlage besteht ausschließlich im Nordteil, wo das Badeverbot gut begründet ist. Über 90 % der Badegäste baden im Südteil.
Auch widersprechen die Piraten der Darstellung des Landkreises, der Südteil des Sees sei Betriebsgelände. Es gibt dort weder betriebliche Anlagen, noch wäre ein Kiesabbau in diesem Teilbereich heute noch erlaubt.

Daniel Isberner (2016)»Wir sehen in dieser realitätsfernen Ankündigung, das Baden kontrollieren zu wollen, einen hilflosen Ausdruck der Unfähigkeit von Landrat Reuter, SPD und Grünen, mit der tatsächlichen Lebenswelt an diesem See klarzukommen
«, so Daniel Isberner, Kreistagskandidat der Piraten.
»Genau dieses Gemisch von tief sitzender Handlungsunfähigkeit und Realitätsverlust führt dazu, dass sich immer mehr Menschen von den etablierten Parteien enttäuscht abwenden

In der vergangenen Saison hat alleine schon die Tatsache, dass die Probleme am See offen angesprochen wurden, bewirkt, dass viel weniger Müll als in den Vorjahren anfiel. Mit der vom Landkreis verfolgten Strategie des Wegschauens und Verbietens wurde dagegen jahrzehntelang überhaupt nichts erreicht.

Dringend notwendig sind Informationstafeln, die das Tiefenprofil im Südteil des über 30 m tiefen Sees zeigen, das richtige Verhalten beim Baden erklären und die besonderen Gefahren im Nordteil erläutern, wo noch gebaggert wird. Dort können Uferabschnitte abrutschen und Badende mit in die Tiefe reißen. Im Südteil kann das nicht passieren.

Der Rosdorfer Baggersee ist mit etwa 80.000 Badegästen pro Jahr ein wichtiges Naherholungsgebiet und messbarer Standortfaktor für die Universitätsstadt.
Der Wunsch der Göttinger Piraten nach einer Legalisierung des Badebetriebs und einer besseren Radweganbindung hat als Hintergrund die Befürchtung, nach Ende des Baggerbetriebs in 20 Jahren könnte plötzlich ein Investor auftauchen, der den Millionenwert erkennt und dem von der Kreisverwaltung der goldene Teppich ausgelegt wird. Die kostenlose Bademöglichkeit wäre dann Vergangenheit.

»Der Rosdorfer Baggersee wird eines unserer Wahlkampfthemen sein. Nach unseren Vorstellungen sollte nach dem Ende des Kiesabbaus ein Teil des Sees ähnlich wie am Seeburger See abgegrenzt und unter Naturschutz gestellt werden, ein anderer Teil weiterhin kostenfrei der Naherholung der Bevölkerung dienen«, so Isberner.

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