Kommunalpolitik Göttingen Kreispolitik Göttingen PiratenPlanet Pressemitteilung

Planungsstrategie der Stadt im Sartorius-Quartier

Die Göttinger PIRATEN unterstützen den im Sartorius-Quartier eingeleiteten Prozess der frühzeitigen Bürgerbeteiligung, der einen Umbau des 20.000 qm großen Gebietes zum Ziel hat. Ab Ende 2016 sollen dessen ostseitige Gebäude geräumt werden. Es ist ein gutes Zeichen, wenn der Eigentümer sich bereits zwei Jahre vorher gemeinsam mit allen Beteiligten um dessen Zukunft Gedanken macht. Hierin spiegelt sich ein Verantwortungsgefühl, wie es bei einer Firma dieser Größe alles andere als selbstverständlich ist.

Bildzitat: Vorbereiteter Sanierungsberich, Quelle: www.goettingen.de
Bildzitat: Vorbereiteter Sanierungsberich, Quelle: www.goettingen.de

Ebenfalls ist es nicht selbstverständlich, dass sich der Oberbürgermeister einer Stadt persönlich um die Sache kümmert, alle Fragen in einer Bürgerversammlung selbst beantwortet und auch Hinweise auf Mißstände in der Verwaltung nicht pauschal abwiegelt.

Die PIRATEN widersprechen der Darstellung der CDU/FDP-Gruppe, eine Nutzung von öffentlichen Fördermitteln für das Vorhaben sei eine Verschwendung von Steuergeldern und ein Bebauungsplan würde ausreichen, die notwendige Bürgerbeteiligung in diesem Areal herzustellen.

»Wir haben im IWF-Verfahren gesehen, was ein Bebauungsplan für die Betroffenen bringt: Von 426 inhaltlichen Einwänden der Öffentlichkeit wollte die Stadt nur einen einzigen berücksichtigen. Von einer Bürgerbeteiligung auf dem Papier hat niemand etwas«, so Francisco Welter-Schultes, baupolitischer Sprecher der PIRATEN-Ratsfraktion.

»Viel wichtiger ist, dass die BürgerInnen als Interessengruppe von Anfang an ernst genommen und mit beteiligt werden, so wie das hier schon im Anfangsstadium der Planung durch einen verantwortungsbewussten Eigentümer getan wird. Was Sartorius hier leistet, ist vielversprechend. Im Nonnenstieg und am Groner Tor hätten wir uns diesen Grad an Verantwortung gewünscht.«

Die blinde Aufstellung eines Bebauungsplans macht in so einem Fall keinen Sinn. Mit dem hier praktizierten Modell lässt sich deutlich mehr erreichen. Was alles auf dem Gelände möglich ist, lässt sich im Laufe eines solchen Prozesses nach und nach herausfinden. Gestaltung braucht Ideenfreiheit. Einen Bebauungsplan, der auf den Meter genau die Möglichkeiten begrenzt, macht man in so einem Fall hinterher.

Am Groner Tor wäre ein Bebauungsplan dagegen viel sinnvoller und wichtiger gewesen – doch hier stimmte die CDU/FDP-Gruppe im Oktober geschlossen dagegen.

Auch die Verwendung von Fördermitteln erscheinen den PIRATEN gerechtfertigt, um städtebaulich eine höhere Qualität im Sartorius-Quartier zu erzielen. Bei der Bebauuung eines Gebietes müssen attraktive Grünflächen und einladende Begegnungsstätten mit eingeplant und nicht nur eine gewinnbringende Nutzfläche neben die andere platziert werden.

Pressemitteilung vom 13.02.2015

0 Kommentare zu “Planungsstrategie der Stadt im Sartorius-Quartier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.