Pressemitteilung des Kreisverbandes, 05.06.2015

Die Göttinger PIRATEN bezeichnen die in die Kritik geratene Investition der Stadtwerke in eine Wasserrad-Anlage unterhalb der Gronespring-Quelle als sinnvoll. »Dieses Wasserrad ist ein gutes Beispiel für dezentrale Energieversorgung und zeigt auf, dass noch an vielen Stellen Alternativen zur umstrittenen Windenergie schlummern«, so der Vorsitzende der Göttinger Piraten Niels-Arne Münch.

Bei einer Ortsbesichtigung am Montag 1. Juni 2015 am Gronespring zeigten sich alle drei Mitglieder des Vorstands des Göttinger Kreisverbandes von der Wirtschaftlichkeit der Investition der Stadtwerke überzeugt. Der in der kürzlich installierten Anlage produzierte Strom entspricht dem Verbrauch von etwa zehn Einfamilienhäusern, wird aber zu etwa neunzig Prozent vor Ort im Pumpenbetrieb genutzt.

Wasserrad Gronespring, 1.6.2015
Sinnvolle Investition: Wasserrad unterhalb der Gronespring-Quelle.

Seitens der Stadtwerke wurden die Details erläutert. Das Stahlrad halte mindestens sechzig Jahre, die Gesamtkosten inklusive Eigenleistung von 105.000 Euro seien schätzungsweise nach zwanzig Jahren amortisiert, Verschleiß sei kein Thema und für Wartung fielen keine erheblichen zusätzlichen Kosten an. Kurzlebige Software werde nicht eingesetzt. Die Turbine arbeite rein mechanisch und könne auch noch in mehreren Jahrzehnten problemlos repariert werden. Erfahrungsgemäß kämen Defekte bei solchen Anlagen sehr selten vor. »Wer dieses Wasserrad als Nonsensinvestition kritisiert, hat das Gefühl für den Wert von Nachhaltigkeit verloren«, so Münch.

Diese Kritik war kürzlich aus Reihen der CDU geäußert worden. Der Piraten-Vorstand bemühte sich deswegen um eine Ortsbesichtigung unter fachlicher Leitung der Stadtwerke am Gronespring, zu der schließlich am 1. Juni die Ratsfraktionen eingeladen wurden und an der unter anderem die Bauausschuss-Vertreter von SPD (Christian Henze) und CDU/FDP-Ratsgruppe (Hans-Otto Arnold) sowie Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) teilnahmen. Alle drei Vorstandsmitglieder der Piraten Niels-Arne Münch, Angelo Perriello und Francisco Welter-Schultes waren anwesend und stellten Stadtwerke-Vorstand Dr. Gerd Rappenecker und seinem Team die entsprechenden Fragen zur Technik und zur Wirtschaftlichkeit.

Ein öffentliches Unternehmen könne durchaus auch in längeren Zeiträumen planen, so die Piraten, und habe keine Notwendigkeit, wie ein Privatunternehmen in wenigen Jahren Gewinne machen zu müssen. Auch das Notstromaggregat am Gronespring sei inzwischen über siebzig Jahre alt und funktioniere nach wie vor tadellos.

Mehrere Fotos der Ortsbesichtigung wurden ins Netz gestellt:
https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Grone_%28Leine%29

0 Kommentare zu “PIRATEN: Wasserrad-Investition sinnvoll

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.