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Piraten-Wahlplakate in der Stadt Göttingen

Dies ist die Seite über die Wahlplakate der Stadt Göttingen.
Die Wahlplakate im Landkreis sind auf dieser Seite dargestellt.

Die Göttinger Piraten haben ihre Wahlplakate selbst gestaltet, insgesamt acht Motive entworfen, diese dann in Druck gegeben und sie selbst auf den 99 Stellwänden aufgekleistert. Die Stadt stellt 99 Stelltafeln zur Verfügung, wo jede Partei eine ihr zugewiesene Fläche bekleben darf. Die Piraten kleistern auf der linken Stellwand im Feld rechts unten, unter der CDU.

Andere Wahlwerbung ist nicht erlaubt, mit einer Ausnahme: kommerzielle Anbieter können auch von Parteien genutzt werden. Man sieht daran, welche Parteien viel Geld haben.
Die Piraten wollten mit ihren eigenen Plakaten auch an Straßenlaternen werben und hatten das bei der Stadt auch frühzeitig beantragt (ohne jemals eine Antwort zu erhalten) – einen Tag später waren die Piraten-Plakate von den Laternen auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Normalerweise wird man erst aufgefordert, die Dinger zu entfernen und bekommt eine Frist gesetzt. Warum die Plakate sofort verschwanden, war klar: die Plakate zeigten das Göttinger Rathaus und darüber den Spruch „Ich hab was gegen Filz!“

Plakatstellwand 34 mit CP Riley Fast alle anderen Parteien bezogen ihre Wahlplakate für den Kommunalwahlkampf von ihrer Parteizentrale, entweder mit Fotos der Kandidaten (SPD, CDU, FDP) oder wie Grüne und Linke mit sehr allgemein gestalteten Motiven ohne inhaltlichen Lokalbezug. Mit einer Ausnahme: die SPD bildet auf ihren Plakaten Göttinger Motive ab. Leider nicht wirklich mit einer belastbaren politisch-programmatischen Aussage.

 

Die Plakate der anderen Parteien

In Stadt und Landkreis zeigen die Plakate von Grünen, FDP, CDU und Linken Motive, die von einer Landes- oder gar Bundeszentrale gestaltet wurden, ohne Lokalbezug. Grüne und FDP bringen in Stadt und Landkreis dieselben Sprüche. Die CDU plakatiert in der Stadt nur Theuvsen, im Landkreis auch Inhalte wie „Mehr Transparenz“ (vor blauem Hintergrund…). Die Plakate der Linken im Landkreis wirken erfrischend und viel hochwertiger als die der Grünen, wurden jedoch meist so unprofessionell angebracht, dass sie herunterrutschen und sich bauchig verbiegen, und die Partei einen Eindruck von Inkompetenz vermittelt.
Ludwig Theuvsens Plakate sind offenbar zu dunkel ausgefallen, machen dafür aber einen individuellen Eindruck und zählen immerhin einige Programmpunkte auf. Landrat Reuter (SPD) ist besser ausgeleuchtet, und verzichtet auf politische Inhalte.

 

Themen der Piraten-Plakate

Mehr Ehrlichkeit, Mitbestimmung, fleißige Ratsarbeit, Einsatz gegen Filz und korrupte Strukturen im Rathaus, Rosdorfer Baggersee und Grüne Wellen sind die Themen, die sich die Göttinger Piraten für den Wahlkampf ausgewählt haben.
Mit einem Plakat „Schmetterlinge im Bauch“ ist zudem ein vordergründig gänzlich unpolitisches Motiv dabei, das einfach nur darstellt, dass wir was können, und Politik uns Spaß macht.

Plakatstellwände in Göttingen bei der Kommunalwahl 2016 Diese 99 Stellwände stehen in der ganzen Stadt verteilt. Einige Stellwände standen bei den vergangenen Wahlen sehr ungünstig. Die Piraten-Ratsfraktion hatte 2015 frühzeitig einen Antrag im Rat eingereicht, um die Positionen einiger Stellwände zu verbessern. Die Verwaltung hat dies berücksichtigt und einige Stellwände von ungünstigen Stellen so an andere Standorte versetzt, dass sie nun besser gesehen werden können.
Eigentlich sollten es 100 sein, aber die Stellwand 66 in der Sültebecksbreite wurde bis zum 9. August nicht aufgestellt.


Unsere acht Movive zur Kommunalwahl 2016

Piraten-Wahlplakat 5 Jahre Ratsarbeit in Göttingen 5 Jahre Ratsarbeit.

Anzahl der geklebten Plakate: 22.

Die Idee zu diesem Motiv hatte Martin Rieth, Fraktionsvorsitzender der Ratsfraktion. Die Piraten-Ratsfraktion hat 2011-2016 pro Mitglied und Jahr 8,3 Anträge und Anfragen gestellt, viel mehr als die Ratsmitglieder aller anderen Fraktionen. Die Piraten waren viel fleißiger als die Ratsmitglieder der großen Parteien.

 

 

 

 

 

 


Piraten-Wahlplakat Was dagegen? Was dagegen?

Anzahl der geklebten Plakate: 18.
Es war überhaupt keine Frage, dass wir Piraten die Menschen vor der Wahl noch einmal daran erinnern wollten, was die großen Parteien sich in den letzten 5 Jahren geleistet hatten.

Kaum ein Motiv kann die selbstherrlichen Politikstil von SPD und Grünen treffender wiedergeben als das Bild des Denkmalklotzes vor dem Bahnhof, der 480.000 Euro gekostet hat – Geld, das aus Steuermitteln abgeschrieben wurde. Geld, das dem Staat für sinnvollere Ausgaben fehlt. Geld, über dessen Verwendung die Göttinger Bevölkerung nicht mitentscheiden durfte. Geld, über das keine Rechenschaft abgelegt wurde, woher es genau kam. Hinzu kommt die Arroganz, dass wenige reiche Leute entscheiden können, wie der Bahnhofsplatz gestaltet wird.

 

Auf dem Denkmal stehen im Original die Namen der Göttinger Sieben, plus der Name der Künstlerin. Diesen haben wir stehen lassen, die Namen der Göttinger Sieben haben wir jedoch das ersetzt, was der Göttinger Künstler und Spieleautor Reinhold Wittig „Neugierelemente“ nennt: Freibad Weende, Kunstquartier, Golfplatz Geismar, XXXL, IWF, Festes Haus Leineberg, Groner Tor – überall hatte die SPD ihre eigenen Interessen den Interessen der Bevölkerung vorgezogen. Meist haben die anderen Parteien mitgemacht.

Stichworte, die zum Nachdenken anregen. In der Tat stehen häufig Menschen vor dem Plakat in der Goetheallee oder anderswo, betrachten diese Beschriftung und rätseln darüber, was das wohl soll. Es ist sehr schwer, ein Wahlplakat zu entwerfen, vor dem Menschen wirklich länger stehenbleiben und sich darüber unterhalten. Nachteil: nicht alle verstehen die Botschaft. Das riskiert man dabei.

Freibad Weende: die Bevölkerung vor Ort hatte eine gänzlich andere Vorstellung als SPD und Grüne davon, wo angesichts einer prekären Haushaltslage Geld eingespart werden sollte: auf keinen Fall beim Freibad in Weende. Es ist Aufgabe der Stadt, für die Kinder in einem Stadtviertel eine wichtige und attraktive Freizeitanlage vorzuhalten. Geld kann man bei genug anderen sinnlosen Posten kürzen. So hat die Stadt auf eigene Kosten die Fundamentierung für das abgebildete Denkmal übernommen. SPD und Grüne wollten nicht einmal wissen, wieviel das die Stadt gekostet hat. Hinterher kam raus, weit über 10.000 Euro. Auch das hätte man in Weende investieren können.

Kunstquartier: Verleger Steidl tritt für ein Bauprojekt in der Innenstadt als Mäzen auf, zwingt jedoch die Stadt dazu, den Haushalt des Städtischen Museums anzugreifen. Denn dieser „etwas andere“ Mäzen steuert zwar die Idee bei, nicht jedoch das Geld. SPD und Grüne hinterfragen nicht, warum ein Unternehmer, der sich seit vielen Jahren mit Persönlichkeiten wie Karl Lagerfeld, Günter Grass und Halldor Laxness umgibt, das Geld nicht aufbringen kann, um einen Betonklotz neben seine Druckerei hinzubauen. Wie immer hatte die Bevölkerung keinerlei Möglichkeit, darauf Einfluss zu nehmen, wie das Gebäude aussehen soll. SPD, Grüne und CDU/FDP haben mit ihrer 90 %-Mehrheit durchgesetzt, dass die Stadtverwaltung im Einklang mit Steidl aleine entscheiden darf, was für ein Betonklotz in Göttingens historische Innenstadt gesetzt wird. Ein Fachwerkhaus wird abgerissen.
Hinterher weinten Grüne und CDU Krokodilstränen darüber, dass sie nicht mehr mitentscheiden durften. So etwas weiss man vorher, kann man da nur sagen.

Golfplatz Geismar: Das erste Mal, dass die SPD im Rat eine krachende Niederlage einstecken musste. Die CDU hatte sich mehrheitlich knapp gegen den Golfplatz ausgesprochen – Grüne, Linke und Piraten waren ebenfalls dagegen, nur SPD und FDP dafür. Die 36 % reichten nicht für eine Mehrheit, auch nicht mit Tricks. Das bedeutet aber nicht, dass das Thema vom Tisch ist. Denn die Sache ist komplizierter: wird der Golfplatz nicht gebaut, kostet das die Stadt weit über eine halbe Million Euro. Zu verdanken haben wir das dem gesamten Stadtrat, auch CDU und Grünen, die sich beim Kauf des Stadtbadareals (in Vorleistung für einen Investor, der dort am Robert-Gernhard-Platz wahrlich keine Glanzleistung vollbrachte) überhaupt nicht klargemacht hatten, in was für eine finanziell gefährliche Lage sie die Stadt damit brachten. Die Mitglieder des Stadtrates hatten schlichtweg nicht aufgepasst. Eine so schlechte Ratsarbeit muss man erstmal hinbekommen.

XXXL-Möbelmarkt: Ein Göttinger Großgrundbesitzer mit besten Kontakten zur SPD rechnet sich aus, wie er mit einem seiner Grundstücke am meisten Geld verdienen kann. Mit der Ansiedlung eines völlig überdimensionierten Großmöbelmarkt-Konzerns, der schon in Österreich an vielen Orten mit Dumpingpreisen die lokalen Möbelhändler in die Insolvenz getrieben hatte. Damit geht er zur SPD, die als Sahnehäubchen noch zusätzlich dafür sorgen will, dass diesem Großmarkt noch weitere Sonderkonditionen eingeräumt werden, amit er noch mehr Geld machen kann – Konditionen, die die anderen Möbelmärkte vor Ort, vor allem in Weende, nicht erhalten. Vetternwirtschaft vom Feinsten. Selbstverständlich dachte niemand an so abwegige Ideen wie Dach- und Fassadenbegrünung, Arbeitnehmerschutzrechte und danach, wo dieser Konzern seine Gewinne versteuert (nämlich in Malta).
Irgendwann hört bei uns der Spaß auf. Die Piraten sind dafür, dass Firmen, die im Inland Gewinne machen, diese auch im Inland versteuern.

IWF-Bauprojekt: Auch hier wurde ein Investor mit besten Kontakten zur SPD begünstigt, indem er auf undurchsichtige Weise ein Millionengrundstück des Landes zugespielt bekam. Wohnungen sollten gebaut werden, allerdings in einem völlig übertriebenen Ausmaß. Als die Anwohner protestierten, stellte sich die Stadt wie immer einseitig auf die Seite des Investors – mit dem Ergebnis, dass 100 Bürger im Auslegungsverfahren auf über 1000 Seiten insgesamt 426 Einwände gegen das Bauprojekt einreichten und ein halbes Jahr das Rathaus lahmlegten. Die Stadt musste sie abarbeiten und lehnte 425 davon ab, jede einzelne mit einer anderen Begründung. Es war der Super-GAU der Göttinger Baupolitik. Übrigens war es die SPD, die am Ende ein Einsehen hatte und einer Forderung von Linken und Piraten nachgab, in den IWF-Gebäuden 200 Flüchtlinge einzuweisen. Es war die richtige Entscheidung. Grüne und CDU/FDP hatten Ende 2014 tatsächlich dem Bauvorschlag der Verwaltung zustimmen wollen.

Festes Haus Leineberg: Eine sehr ähnliche Geschichte, zwei Jahre vor dem IWF-Desaster. Bürger auf dem Leineberg hatten dort 40 Einwände gegen ein Bauprojekt eingereicht, Umweltverbände weitere 10. Alle 50 wurden ausnahmslos abgelehnt, alle Parteien stimmten dafür. Die Grünen hatten den Anwohnern vorher heiße Versprechungen gemacht und wollten hinterher nichts mehr davon wissen.

Groner Tor: Auf der Großbaustelle am Groner Tor entsteht nun ein Hotel und ein Bankverwaltungsgebäude. Auch hiergegen gab es Protest. Unseres Erachtens berechtigt. Besonders das Hotelgebäude ragt viel zu sehr in den Straßenraum, es engt den wenigen Platz für Fußgänger und Radfahrer zu sehr ein, passt im Baustil nicht zu den historischen Nachbargebäuden und hätte hinter anstatt vor die historische Fassage des 140 Jahre alten Nachbargebäudes der Universität gesetzt werden müssen.
Nach den Erfahrungen mit Göttinger Bürgerprotest im IWF-Planungsverfahren kamen SPD, Grüne und CDU/FDP jedoch auf die geniale Idee, einen Trick anzuwenden und von vornherein jede Bürgerbeteiligung ganz auszuschließen. Dieser Trick hat auch funktioniert, er wird wahrscheinlich als Vorbild für weitere umstrittene Bauprojekte dienen.
Man kann so etwas machen – aber man muss dann vielleicht nicht unbedingt erwarten, bei der nächsten Kommunalwahl wiedergewählt zu werden.

Christiane Möbus ist der Name der Künstlerin, die das abgebildete Denkmal entworfen hat. Im Original stehen darauf acht Namen: die der Göttinger Sieben und darunter ihr eigener Name. Diese sieben Göttinger Uni-Professoren wurden nach einem Protest gegen die Regierung 1837 entlassen, drei von ihnen außer Landes verwiesen. Es wurde in Göttingen schwer kritisiert, dass die hochbezahlte Künstlerin 2015 einfach ihren eigenen Namen unter deren Namen gesetzt hat.

 


Piraten-Wahlplakat Ist das Sozialpolitik? Ist das Sozialpolitik?

Anzahl der geklebten Plakate: 16.
Gerade die SPD muss sich fragen lassen, ob sie sich angesichts leerer Kassen noch glaubwürdig dafür einsetzt, den Sozialstaat zu stützen. Die 480.000 Euro sind von privaten Stiftern über Tricks von der Steuer abgesetzt worden

 

 

 

 

 

 

 


Göttinger Piraten-Wahlplakat Ich hab was gegen Filz! Ich hab was gegen Filz!

Anzahl der geklebten Plakate: 18.
Teamarbeit. Das Motiv geht auf eine Idee von Angelo Perriello zurück, der ein ähnliches Wahlplakat der Piraten aus einem früheren Wahlkampf im Netz gefunden hatte. Daniel Isberner fand den passenden Hund C.P.Riley bei Wikimedia Commons im Netz (und zwar genau hier) (Einen so mürrisch dreinschauenden Golden Retriever vor die Linse zu bekommen ist eine hohe Kunst!), Dana Rotter steuerte die Idee zur Rathausansicht und den oben auf dem Rathaus sitzenden Kragenbär bei, Francisco Welter-Schultes nahm das Rathaus aus dieser Perspektive daraufhin auf und stellte das Plakat zusammen.

Der Hintergrund ist ernst. Immer wieder haben wir in den vergangenen Jahren Vetternwirtschaft und verfilzte Strukturen im Rathaus angemahnt. Niemand außer uns traut sich, etwas gegen diese SPD-dominierten zu sagen. Alle haben Angst, irgendwelche Vorteile zu verlieren. Der SPD gelingt es mit nur etwa 30 % der Wahlstimmen, die ganze Stadt praktisch alleine zu regieren. Das muss ein Ende haben.

 


Göttinger Piraten-Wahlplakat Ich hab was gegen Filz! Mehr Ehrlichkeit

Anzahl der geklebten Plakate: 18.
Mehr Ehrlichkeit, Respekt und Mitbestimmung gehören zu den grundlegendsten Forderungen der Piratenpartei. In kaum einer Stadt sind diese ganz grundsätzlichen Ansprüche an Verwaltung und Politik so brandaktuell wie in Göttingen.
In dem bislang praktizierten Politikstil kann es nicht weitergehen. Schon vor der Wahl ist klar: es wird zu einem Umbruch kommen müssen. Während 2011 noch 6 Parteien für den Rat antraten (SPD, CDU, FDP, Grüne und Linke sowieso, dazu als einzige „neue“ Partei die Piraten), sind es bei dieser Kommunalwahl 10. Darin spiegelt sich eine enorme Unzufriedenheit und ein lange angestauter Frust in der Bevölkerung.

Wir Piraten treten dafür ein, dass die Bevölkerung ehrlich gefragt wird und wirklich selbst mitentscheiden kann. Bürgerbegehren müssen endlich erleichtert werden. Das Stichwort Ehrlichkeit bringt auch zum Ausdruck, dass wir mit der Ablösung von Stadtbaurat Dienberg einen personelen Neuanfang in der Bau-, Verkehrs- und Umweltpolitik einleiten wollen. Dienberg hatte Rat und Öffentlichkeit gegenüber die Unwahrheit gesagt und keine Konsequenzen gezogen, als wir ihm das nachweisen konnten. Über die Konsequenzen darf jetzt der Wähler entscheiden.


Göttinger Piraten-Wahlplakat Kein See ist illegal - Rosdorfer Baggersee Kein See ist illegal – Rosdorfer Baggersee

Anzahl der geklebten Plakate: 14.
Der lebhafte Einsatz für den Rosdorfer Baggersee unterscheidet die Piraten diametral von SPD und Grünen. Es ist ein sehr emotionales Thema. Viele finden es gut, dass wir uns für den See einsetzen, andere wiederum finden es überhaupt nicht gut.
Zusamen mit den Linken haben sich die Göttinger Piraten seit 2014 für die Aufhebung des Badeverbots am Rosdorfer Baggersee eingesetzt. Der Baggersee liegt 3 km vor den Toren Göttingens und wird pro Saison von etwa 80.000 Badegästen besucht, mehr als zwei der drei Göttinger Freibäder. Uns stört, dass es dort keine Toiletten gibt (Kostenfaktor 6000 EUR/Saison mit Reinigung), gleichzeitig die an jedem Badesee in Europa vorgeschriebenen regelmäßigen Hygieneuntersuchungen nicht vorgenommen werden (Kostenfaktor 300 EUR/Jahr) und man dort aufgrund des Badeverbots keine Info-Tafeln hinstellen kann, wie tief der See ist und wie man sich beim Baden richtig verhält. Ebenso wird vielen Badegästen nicht bewusst, dass das Baden im Nordteil wirklich lebensgefährlich sein kann, während im Süden nur die üblichen Gefahren bestehen, die jeder Naturbadesee in Europa mit sich bringt.

Manche Badegäste sind skeptisch, halten unseren Einsatz für unnötig und wollen den wilden Badesee beibehalten. Das wollen wir auch. Keine Parkplätze, keine Kioske, keine familienfreundlichen Anlagen. Alles soll so bleiben, wie es ist, nur der Radweg nach Göttingen soll verbessert werden, um den Autoverkehr noch weiter einzuschränken. Die Bedenken nehmen wir ernst. Wir bleiben am Ball und werden aufpassen, dass keine negative Veränderung bewirkt wird.
Kaum ernst zu nehmen sind dagegen Einwände, die Toiletten könne niemand bezahlen. An jedem bayerischen Naturbadesee stehen heutzutage mobile Toiletten. Wir sind kein bettelarmes Land.
Mit dem CDU-Landratskandidaten Ludwig Theuvsen haben wir über unsere Vorstellungen gesprochen. Er hält nach Gsprächen mit den maßgeblichen Akteuren eine Legalisierung für umsetzbar und stimmte mit uns darin überein, dass die Göttinger Feibäder keine zusätzliche Konkurrenz bekommen sollten. Der Naturbadesee wird zu 90 % von Erwachsenen genutzt, die die Ruhe suchen. Nacktbaden ist üblich. Genau so soll es bleiben.

Der illegale Status hat einen Nachteil, den viele nicht wahrhaben wollen: Wenn in 20 Jahren der Bagerbetrieb endet, kann plötzlich wie aus dem Nichts ein Investor mit besten Kontakten zur Kreis-SPD auftauchen und den Millionen-Wert des Natursees 3 km vor der 150.000-Einwohner-Stadt (Göttingen plus Rosdorf) erkennen. Ist dies erst einmal der Fall, wird es bei einem illegalen Status unmöglich sein, den kostenlosen Zugang zum See in der Weise beizubehalten, wie wir das seit 40 Jahren kennen.
Wir sehen es als unsere Aufgabe als Politiker, vorausschauend zu handeln und eine solche Entwicklung von vornherein gar nicht erst zuzulassen.


Göttinger Piraten-Wahlplakat Grüne Welle Grüne Welle

Anzahl der geklebten Plakate: 12.
Die Grüne Welle steht für eine bessere Verkehrspolitik.
Die Stadt hat 40 Jahre lang geschlafen, die technische Entwicklung im Straßenverkehrswesen ist an Göttingen spurlos vorüber gegangen. Es ist nicht schwer, eine grüne Welle einzurichten. Die Piraten-Ratsfraktion hat Anfang 2016 einen detaillierten Schaltplan vorgelegt, am Nikolausberger Weg eine grüne Welle einzurichten. Sowohl für Autos als auch für bergab und bergauf fahrende Radfahrer wäre eine spürbare Verbesserung eingetreten. Er wurde von SPD und CDU/FDP ungelesen abgelehnt. Einfach nur, weil die Piraten ihn eingereicht hatten. Grüne und Linke waren dafür.
Soll der Wähler entscheiden.

 

 


Göttinger Piraten-Wahlplakat Schmetterlinge im Bauch Schmetterlinge im Bauch

Anzahl der geklebten Plakate: 8.
Das einzige wirklich unpolitische Motiv. Es soll nur zeigen, dass uns Politik Spaß macht und wir noch mehr können als man uns vielleicht zutrauen mag…

Und auch hier versteckt sich wieder der Kragenbär irgendwo auf dem Plakat.

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