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Piraten stellen sich hinter die Göttinger Naturschutzbeauftragte

Die Göttinger Piraten treten dafür ein, dass die Naturschutzbeauftragte Britta Walbrun ihr Mandat behält. Für die Entscheidung der Stadt, die Stelle neu auszuscheiben, hat die Piratenpartei kein Verständnis. Es erschließt sich nicht, warum die Verwaltung die mit einem Bewerbungsverfahren einhergehende Arbeitszeit investiert, wo doch von Anfang an klar war, dass Walbrun für weitere fünf Jahre ehrenamtliche Arbeit zur Verfügung steht.

martin_rieth»Frau Walbrun ist als Naturschutzbeauftragte der Stadt Göttingen seit fünf Jahren couragierte Fachfrau in den Ausschüssen und oftmals die natürliche Stimme der Vernunft bei vielen SPD- und investorgesteuerten Bauprojekten«, urteilt Martin Rieth, Fraktionsvorsitzender der Piratenpartei.

Naturschutzbelange werden bei vielen Göttinger Bauprojekten zu wenig berücksichtigt, obwohl Walbrun mit Fachkompetenz und sicherem Umgang mit der Rechtslage immer wieder konkret auf Planungsmängel hinweist. Dieses konsequente Ignorieren trägt immer wieder zu verminderter Planungsqualität im Bezug auf Umwelt- und Naturschutzaspekte bei. Dies führt zu einer wachsenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung, besonders der jungen Generation, die Umweltaspekten einen hohen Stellenwert beimisst.

Ein sehr schlechtes Ansehen genießt hingegen die Untere Naturschutzbehörde (UNB). Hier wären tatsächlich Veränderungen dringend nötig. Die Piraten fordern in ihrem Kommunalwahlprogramm zur Ratswahl die Ausgliederung der UNB aus dem Baudezernat.

Umweltschutz und Bauvorhaben unterliegen gegenläufigen Interessen und müssen in zwei unterschiedlichen Bereichen im Rathaus angesiedelt sein. Diejenigen, die von ihrer Aufgabenstellung her in Bauprojekten Natur zerstören wollen, dürfen nicht gleichzeitig denen gegenüber weisungsbefugt sein, die die Natur schützen sollen. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass dieser Konflikt immer wieder zu Lasten der UNB ausgetragen wurde, und dass die UNB nicht glaubwürdig unabhängige Entscheidungen treffen konnte.

Francisco Welter-Schultes (2016)»Es wird vor allem dann peinlich für das Baudezernat, wenn wie am Groner Tor die Bauherren mehr Verständnis für Naturschutzbelange aufbringen als die Verwaltung, die weiterhin in den 1970er Jahren verharrt und glaubt, sie müsse mit harter Hand durchregieren. Solch ein Verhalten ist einfach nicht mehr zeitgemäß«, so Francisco Welter-Schultes, baupolitischer Sprecher der Piraten-Ratsfraktion.

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