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Piraten kritisieren Schließung der Druckerei des Göttinger Tageblatts

Die Göttinger Piraten bedauern die Schließung der seit 1889 bestehenden Druckerei des Göttinger Tageblatts und üben in diesem Zusammenhang heftige Kritik an der SPD, Anteilseignerin der Madsack-Mediengruppe. Neben den 46 Mitarbeitern des Göttinger Druckbetriebes sind zudem noch regionale Zulieferbetriebe und Werksvertrags-Beschäftigte betroffen.

»Den Zulieferbetrieben wird auch ein betrieblicher Sozialplan nicht helfen. Das darf nicht übersehen werden. Die Entscheidung bedeutet in jedem Fall eine weitere Schwächung des Standorts Göttingen«, so Angelo Perriello, zweiter Vorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher der Göttinger Piraten.

Scharfe Kritik üben die Piraten an der SPD, die fast ein Viertel der Anteile am Madsack-Konzern hält und durch solche Geschäftsmodelle unter anderem ihre Wahlkämpfe finanziert. Während Göttinger Sozialdemokraten die Hoffnung geäußert haben, die Beschäftigungspolitik von multinationalen Konzernen wie XXXLutz beeinflussen zu können, müssen sie gleichzeitig tatenlos zusehen, wie ihr eigener Konzern vormacht, wie tarifliche Standards systematisch umgangen werden.

Die Piraten weisen außerdem auf einen weiteren umweltpolitischen Aspekt hin, der bei solchen Entscheidungen so gut wie nie in Betracht gezogen wird. Bislang bekamen die Göttinger Abonnenten des Tageblatts eine Zeitung zu lesen, die nur wenige Kilometer entfernt in Groß Ellershausen gedruckt wurde. Ab dem Sommer müssen jede Nacht 30.000 Printausgaben der Zeitung und ihre Beilagen mit Lkws 170 Kilometer weit quer durch das Land gefahren werden. Hinzu kommen tonnenweise weitere Tageszeitungen der Region sowie jede Woche mehrere hunderttausend Ausgaben der Anzeigenzeitung Blick und ihrer Beilagen.

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