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PIRATEN hinterfragen sinnfreie Radweg-Absperrungen

Pressemitteilung des Kreisverbandes, 08.04.2015

Bereits seit drei Wochen ist der Radweg an der Berliner Straße zwischen Weender Tor und Bahnhof abgesperrt, ohne dass auf diesem Radweg eine Baustelle eingerichtet wurde. Der Radweg ist weiterhin in bestem Zustand.
Eine Baustelle befindet sich an der Kreuzung der Godehardstraße. Jeder kann sehen, dass man an den Baustellen-Abschnitten nur sehr langsam fahren kann.

Für den Radverkehr zwischen Bahnhof und Weender Tor wurde eine komplizierte Umleitungsstrecke ausgewiesen, auf der auf einem Teilstück entlang der Hauptpost sogar geschoben werden muss.
Nach Beobachtungen der PIRATEN fahren jedoch alle Radfahrer nach wie vor auf dem Radweg. Niemand benutzt die Umleitung.
Nach Verkehrszählungen der Arbeitsgruppe Ampelpiraten vom November 2014 fahren auf der Strecke Bahnhof-Weender Tor im Jahresdurchschnitt pro Tag 1800 Fahrräder, in Gegenrichtung 2500. Zum Vergleich: am Radschnellweg der Robert-Koch-Straße waren es 2014 pro Richtung 1600-1700 Fahrräder.

Konkurrierende Beschilderung
Sinnlose Barrieren und konkurrierende Beschilderung an der Berliner Straße (es gilt in solchen Fällen immer das Schild, das die größere Freiheit erlaubt).

Die PIRATEN fordern die Wegnahme der sinnlosen Barrieren und der wirkungslosen Verbotsausschilderung. Dieses Verbot ist auch rechtlich nicht wirksam, weil die blauen Schilder „Getrennter Rad- und Gehweg“ nicht überdeckt oder entfernt wurden. Es stehen also sowohl am Weender Tor als auch neben der Hauptpost zwei Schilder dort: „Radfahren verboten“ (Zeichen 254) und direkt daneben „Radfahren erlaubt“ (Zeichen 241).

»Diese konkurrierende Beschilderung ist ein Schildbürgerstreich. Aber auch das Verbot an sich gibt keinen Sinn, denn die Radwege können ja die ganze Zeit problemlos befahren werden. Es ist ja nur an der Kreuzung eng, nicht auf der Strecke«, so Francisco Welter-Schultes und Angelo Perriello von der Arbeitsgruppe Ampelpiraten des Kreisverbandes.

Eine Sperrung wäre nicht notwendig. Die Barrieren bewirken nur, dass die Radfahrer diese auf dem Gehweg umfahren – und genau dabei die Fußgänger gefährden.

Etliche Radstrecken sind von der Baustelle nicht betroffen, so beispielsweise die Radverkehre Godehardstraße-Bahnhof oder Godehardstraße geradeaus. Wer von der Godehardstraße kommt und Richtung Bahnhof fährt, fährt ohne Vorwarnung auf eine unerklärliche Sperrwand in Höhe der Hauptpost zu, die auf der Rückseite plötzlich ein Verbotsschild zeigt.

P.S.
Am 9.4.2015 wurden einige blaue Schilder abgedeckt. Vor der Hauptpost wurde jedoch abermals übersehen, ein Schild abzudecken. Das Abdecken ist sowieso vergebliche Mühe, da sich kein Radfahrer an das Verbot hält. Wo es eng wird, wird ganz natürlich Schrittempo gefahren.

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