Pressemitteilung des Kreisverbandes, 24.05.2015

Der Kreisverband der PIRATEN begrüßt die Planungen der Landesregierung zur Wiedereröffnung des Bahn-Haltepunktes in Rosdorf. Es ist der richtige Weg, Bahnhaltepunkte wiederzueröffnen, die im Zuge einer jahrzehntelangen verfehlten Verkehrspolitik stillgelegt wurden.

Die Zeit, in der verkehrspolitische Entscheidungen die alleinige Zukunft im motorisierten Straßenverkehr gesehen haben, geht zuende. Jede weitere Reaktivierung eines Bahn-Haltepunktes ist eine gute Nachricht. Deutschland hat ein modernes und attraktives Schienennetz in einem guten Zustand, das auch in unserer Region im Pendlerverkehr eine stärkere Rolle spielen kann. Das verstärkte Nutzen von Nahverkehrsangeboten liegt im Trend.

Cantus 427-005 Friedland
Bald auch in Rosdorf? Ein Cantus-Nahverkehrszug im September 2014 am Bahnhof in Friedland.
Foto: F. Welter-Schultes (CC0 1.0/public domain).

»Wir erwarten, dass jetzt vor Ort auch mitgezogen wird und die planerischen Voraussetzungen geschaffen werden, dass man in Rosdorf wieder in den Zug einsteigen kann«, so der Nahverkehrsexperte der Göttinger PIRATEN Andreas Knopf. »Ein Bahnanschluss erhöht die Wertigkeit eines Standortes und entlastet die Straße vor allem im Berufsverkehr

Die PIRATEN bedauern jedoch, dass beim Haltepunkt in Rosdorf nur die zweite Wahl ins Auge gefasst werden soll. Der ehemalige Bahnhof Rosdorf-Süd ist zwar leicht und billig erschließbar, allerdings sehr abgelegen. Die Zusatzkosten von 1,5 Millionen Euro für einen deutlich attraktiveren und näher an den Wohngebieten gelegenen Haltepunkt wären gut investiertes Steuergeld.

»Bei einer Straßenbaumaßnahme würde man Gelder in dieser Höhe bedenkenlos bewilligen«, so Knopf. »Die Reaktivierung von Rosdorf-Süd ist besser als nichts, aber ein besserer Standort würde zu mehr Einnahmen und stärkerer Nutzung führen. Vielleicht ließe sich die Stadtbuslinienführung so anpassen, dass sie den Bahnhof ansteuert

152 125-1 in Rosdorf
Noch rauschen die Züge am ehemaligen Haltepunkt Rosdorf-Süd vorbei, wie dieser von einer Lok der Baureihe 152 gezogene Güterzug im September 2014.
Foto: F. Welter-Schultes (CC0 1.0/public domain).

Unverständlich ist die Entscheidung, eine Wiedereröffnung des erst 1990 aufgegebenen Haltepunktes in Obernjesa nicht mehr in Erwägung zu ziehen. Auch in diesem Ort könnte und sollte die Schiene im Pendlerverkehr wieder eine stärkere Rolle spielen.
Versäumnisse sehen die PIRATEN auch bei den örtlichen Entscheidungsträgern. Die Gemeinde hätte sich schon seit Jahren viel engagierter für einen Bahnanschluss in Obernjesa einsetzen sollen.

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