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Piraten bezeichnen Köhlers Bekenntnis zu Standort Weende als leere Floskel

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 1050jährigen Bestehen des Ortes Weende hatte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) in einer Sonntagsrede Weende als wichtigen Wirtschaftstandort bezeichnet.
Die Göttinger Piraten hinterfragen diese Aussage vor der aktuellen Planung der Ansiedlung eines XXXL-Großmöbelmarktes mit 33.000 qm Verkaufsfläche an der Autobahnausfahrt Göttingen-Mitte, und bezeichnen Köhlers Aussage als leere Floskel. In einem Gutachten wird prognostiziert, dass im Falle der Ansiedlung eines Möbelmarktes in dieser Größe die Weender Betriebe im Möbelsegment mit 25 % Umsatzeinbußen rechnen müssen. Bei Teppichen sind es 26 %, bei Lampen 22 %.

»Indem die Stadt den XXXL-Möbelmarkt an der Autobahn ohne Einschränkungen bezüglich der Möbelverkaufsfläche ansiedeln will, schwächt sie massiv den Standort Weende«, so Angelo Perriello, zweiter Vorsitzender des Kreisverbandes und Ratskandidat für den Wahlbereich 4 Weende.

Die Piraten fordern, die Möbelverkaufsfläche von derzeit geplanten 33.000 qm auf 15-20.000 qm zu begrenzen. In ihren Stellungnahmen im Beteiligungsverfahren der Stadt hatten Städte wie Northeim und Uslar eine solche Begrenzung ebenfalls angemahnt.
Auch die Stadt Kassel betonte in ihrer Stellungnahme, Kassel habe eine Ausweitung eines bestehenden Möbelmarktes um weitere 9000 qm deswegen unterbunden, weil sie gleiche und faire Wettbewerbsbedingungen für alle Kasseler Möbelhändler weiterhin gewährleistet sehen möchte.

Die Göttinger Piraten treten dafür ein, dass auch Göttingen für den neuen Möbelmarkt ein Limit für die maximale Möbelverkaufsfläche setzt. Bislang wurde im Stadtrat ausschließlich über die Begrenzung der Fläche der Randsortimente gesprochen, die ohne Sondererlaubnis des Stadtrates aufgrund des Einzelhandelskonzeptes 800 qm nicht überschreiten darf.
Der Wirtschaftsstandort Weende, von dem OB Köhler sprach, wird von der Stadt durch keine einzige Maßnahme geschützt. Die Piraten fordern, die der Stadt zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu nutzen.

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