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Piraten bezeichnen Informationspolitik der Stadt bei Sanierungprojekt Jüdenstraße als unzureichend

Verkehr GöttingenDie Göttinger Piraten kritisieren die Kommunikationspolitik der Stadt im Sanierungsprojekt Jüdenstraße/Rote Straße. Obwohl ein Bürgerworkshop, der im Raatssaal des Neuen Rathauses am Mittwoch 7. September um 18.00 Uhr stattfinden soll, bereits am 4. August in der Bauausschuss-Sitzung angekündigt wurde, ist dieser Termin bis heute nicht auf der Homepage der Stadt zu finden. Die Anlieger der betroffenen Straßen wurden bislang nicht über die bevorstehenden Planungen und die Möglichkeit informiert, sich im Rahmen dieses Bürgerworkshops an den Planungen zu beteiligen.

Francisco Welter-Schultes (2016)»Uns vermittelt das Verhalten der Stadt klar den Eindruck, die Bevölkerung vor Ort und die betroffenen Geschäftsleute sollten möglichst erst dann von dem Sanierungsvorhaben erfahren, wenn es zu spät ist und sie keinen Einfluss mehr ausüben können«, so Francisco Welter-Schultes, Spitzenkandidat der Piraten für den Stadtrat.

Neben einer besseren Informationspolitik seitens der Stadtverwaltung ist auch eine bessere Durchführung der Sanierung notwendig. Beispiele aus der Vergangenheit und Gegenwart zeigen, dass Baumaßnahmen ohne Rücksicht auf Geschäftsinhaber oder Passanten vorgenommen wurden und so katastrophale Folgen hatten.
Die Groner Straße gleicht zurzeit einem Labyrinth, durch das sich potentielle Kunden, Anwohner oder Lieferanten über Schotter kämpfen müssen. Kinderwagen, Rollstuhlfahrer oder auch Postboten kommen fast gar nicht mehr durch. Dieser Umstand bedroht die dort ansässigen Geschäfte in ihrer Existenz.

Als die Düstere Straße um das Jahr 2000 herum für fast zwei Jahre zu einer Baustelle wurde – Regenwasser und Abwasser wurden getrennt -, bedeutete das einen massiven Kundenschwund, der zur Schließung aller dortigen Geschäfte führte; mit Ausnahme des Entertainment Store, der durch seine unique selling position überleben konnte.
Als die Sanierung der Theaterstraße und der Barfüßerstraße sowie einem ersten Teil der Jüdenstraße anstand, wehrten sich die dortigen Geschäftsinhaber gegen die Pläne, da sie ebenfalls Umsatzeinbußen befürchteten. Auf diese Bedenken nahm die Stadt keine Rücksicht.

Es ist nun zu befürchten, dass auch im zweiten Abschnitt der Jüdenstraße und in der Roten Straße die Sanierung zum Nachteil der dortigen Geschäfte durchgeführt wird.
Nicht nur potentielle Kunden, sondern auch der Lieferverkehr müssen zu den Geschäften gelangen können.

»Wir fordern deswegen, dass bei der Planung der einzelnen Bauabschnitte darauf Rücksicht genommen wird und die Bedenken und Wünsche der Geschäftsinhaber berücksichtigt werden«, so Welter-Schultes. »Außerdem müssen die Arbeiten so zügig wie möglich und am besten im Sommerloch durchgeführt werden.«

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