Angelo Perriello Familienpolitik Francisco Welter-Schultes PiratenPlanet Pressemitteilung Presseschau

Piraten: Argumente der Verwaltung gegen den Spielplatz am Waageplatz vorgeschoben

Die Göttinger Piraten halten die Argumente der Verwaltung gegen die Einrichtung eines Spielplatzes auf einer städtischen Fläche am Wall gegenüber dem Waageplatz für vorgeschoben.

Die Verwaltung argumentiert, dass es durch die vor dem Parkhaus wartenden Autos zu hohen Immissionsbelastungen auf dem von den Piraten vorgeschlagen Spielplatzstandort kommen würde. Als Alternative nennt sie den genau gegenüber liegenden Waageplatz, auf dem die Kombination aus Spielgeräten und Wasser ein attraktives Angebot bilden würde. Doch auch hier kann es zu Immissionsbelastungen kommen – dazu muss nur der Wind entsprechend stehen.
»Wenn es danach ginge, dürfte in der gesamten Innenstadt kein Spielplatz errichtet werden. Sowohl der Spielplatz auf der Rückseite der Jacobikirche, als auch der von der Verwaltung vorgeschlagene Standort auf einem Teil des Parkplatzes der Paulinerkirche zeigen deutlich, dass dieser Grund nur vorgeschoben ist. Vor allem, da, laut Verwaltung, ca. die Hälfte der Parkplätze erhalten bleiben sollen und die Kinder so direkt neben den parkenden und startenden Autos spielen würden«, so Angelo Perriello, zweiter Vorsitzender der Göttinger Piraten.

Die von der Verwaltung ins Feld geführten Verhandlungen mit der Universität laufen schon seit Jahren, haben aber bislang noch nicht zu einem sichtbaren Ergebnis geführt. Es wäre sicher begrüßenswert, wenn die Vorstellungen der Stadt nach 19 Jahren umgesetzt würden – jedoch ist nur zu beobachten, dass jedes Mal, wenn das Thema auf die Tagesordnung kommt, die Verwaltung argumentiert, die Verhandlungen mit der Universität stünden kurz vor dem Durchbruch. Das ist mittlerweile nicht mehr ernst zu nehmen.
»19 Jahre und null Ergebnis. Erfolgloser kann man gar nicht Politik machen«, so Bauausschuss-Mitglied Francisco Welter-Schultes.

Die Problematik des Bebauungsplans stellt sich ebenfalls nicht. Ein Bebauungsplan kann durch einen Ratsbeschluss einfach geändert werden und sollte beim Thema Spielplätze leicht machbar sein.

Auch die Parkgebühren, die durch die Errichtung eines Spielplatzes wegfallen würden, können kein Argument sein. Da verständlicherweise jede freie Fläche in der eng bebauten Innenstadt einer Nutzung unterliegt, muss für Kinderspielplätze irgendeine Nutzung entfallen. Hier kommt es darauf an, ob man Kindern eine höhere Priorität einräumt als Einnahmen aus 10 bewirtschafteten Parkplätzen. Die von der Verwaltung angegebenen 50.000 Euro erscheinen den Piraten zudem zu hoch.
Erwirbt die Stadt einen Teil des Paulinerparkplatzes von der Universität, so ist das ebenfalls mit hohen Kosten verbunden. Für die Stadt kommt es so bei beiden Möglichkeiten zu einem finanziellen Verlust.
Ob dieser aber gegen den Gewinn an Kinderfreundlichkeit und Aufenthaltsqualität gerechnet werden sollte, ist mehr als fraglich.

»Im Wesentlichen bringt die Verwaltung drei schwache Argumente vor, die sich leicht entkräften lassen. Es wäre wünschenswert, wenn statt Hinhaltetaktiken und leeren Versprechungen endlich Taten folgen würden. Seit Beginn der Verhandlungen haben die damaligen Spielplatzkinder mittlerweile eigene Kinder, das darf sich nicht wiederholen«, fügt Angelo Perriello hinzu.

0 Kommentare zu “Piraten: Argumente der Verwaltung gegen den Spielplatz am Waageplatz vorgeschoben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.