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LINKE und PIRATEN fordern Übernahme von Verantwortung für den Rosdorfer Baggersee.

Unter dem Titel „Übernahme von Verantwortung für den Rosdorfer Baggersee“ bereiten LINKE und Piraten derzeit mehrere gemeinsame Anträge an den Kreistag vor, die folgendes vorsehen:

  •   Das Baden an den ungefährlichen Ufern am See soll erlaubt werden,
  •   Mittel für geordnete Verhältnisse bereitgestellt und
  •   ein legaler Rahmen für den schon jahrzehntelang stillschweigend tolerierten Badebetrieb geschaffen werden.
Panoramabild des See
Rosdorfer Baggersee – Panoramabild – Quelle Wikimedia CC0 by FranciscoWelterSchultes

Zusätzlich soll der Radweg von Niedernjesa mit einer neuen Brücke über die Rase einen Anschluss zum Flüthewehr erhalten, um den Radverkehr zum See attraktiver und zugänglicher zu machen.

Der Rosdorfer Baggersee entstand im Zuge des Kiesabbaus 1969 und war bereits 1972 in der Bevölkerung als Badesee bekannt. Bis heute nutzen Jahr für Jahr tausende Badegäste den attraktiven See als Naherholungsgebiet. Nach Erhebungen der Piratenpartei liegen die Besucherzahlen je nach Wetter bei 60-80.000 im Jahr.

„Die Behörden haben jahrelang weggesehen. Bei derart vielen Badenden sind die Zustände unhaltbar. Am Ende der Saison finden sich Unmengen von Müll, nach ein paar heißen Wochen überall Fäkalien in den Gebüschen, in angrenzenden Feldern und im See, große Hunde baden überall, und sogar Pferde gehen mitten zwischen den kleinen Kindern ins Wasser. Die fehlende Dokumentation der Wasserqualität ist da noch ein vergleichsweise kleiner Posten“, so Dr. Eckhard Fascher, Fraktionsvorsitzender von DIE LINKE im Kreistag.

„Ein Badeverbot zu erlassen, nur um sich der Verantwortung zu entziehen, ist keine Lösung. Wir bestehen darauf, dass weiterhin gebadet werden kann und dass die Behörden ihre Aufgaben erfüllen“, ergänzt Kreistagsabgeordneter Andreas Schelper. „Gesetzlosigkeit mag ja manchmal ganz romantisch sein“, fügt der Pirat augenzwinkernd hinzu „aber wir sind hier nicht in der Karibik. Hier müssen Mindeststandards eingehalten werden“.

Müllablagerungen am See – Quelle: Wikimedia – CC0 by FranciscoWelterSchultes

Dazu zählen für LINKE und PIRATEN in erster Linie das Bereitstellen sanitärer Anlagen, eine geregelte Müllentsorgung, Schwimmleinen zwischen gefährlichen und ungefährlichen Badebereichen, ausgewiesene Bereiche für Tiere sowie ordnungsgemäße Gewässergüteprüfungen. Zu den üblichen Standards anderer Seen im Landkreis wie dem Seeburger See und dem Wendebachstausee zählen außerdem eine Badeaufsicht und abgegrenzte Naturschutzbereiche. Auch eine bessere Busanbindung soll realisiert werden.

Pressemitteilung vom 07.08.2014

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