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Kritik der Piraten an neuer Fernbushaltestelle

Pressemitteilung der Ratsfraktion, 22.09.2015

Die im Februar 2015 im Bauausschuss von Stadtbaurat Thomas Dienberg vorgestellte Zeitplanung sah eine Einweihung der Fernbushaltestelle im April vor. Ein halbes Jahr später, am 21. September ist dies nun erfolgt.

Das Ergebnis ist suboptimal.

»Ungemütlich, wenig einladend, lärmig, nur zwei Sitzbänke – Bahn und Stadt lassen die Fahrgäste an der neuen Haltestelle wie in einem bettelarmen Land je nach Wetter auf dem staubigen Boden sitzen oder im Regen stehen«, urteilt Francisco Welter-Schultes, baupolitischer Sprecher der Piraten-Ratfsfraktion.

»Eine erstaunlich schwache Leistung«, ergänzt Martin Rieth, Fraktionsvorsitzender der Piraten.
Die Piraten hatten sich als einzige Fraktion im Rat von Anfang an gegen die überstürzten und unausgegorenen Planungen ohne Bürgerbeteiligung am Groner Tor ausgesprochen.

Einweihung Fernbushaltestelle Göttingen, 21.9.2015
Einweihung der Fernbushaltestelle, 21.9.2015:
von links Jan Nöppert (DB Station & Service AG), Detlef Krusche (Bahnhofsmanager Göttingen), Rolf-Georg Köhler (Oberbürgermeister), Gerd Aschoff (Pro Bahn-Sprecher), ganz rechts Stadtbaurat Thomas Dienberg.
Fernbushaltestelle Göttingen im Regen, 22.9.2015
Dieselbe Stelle am nächsten Tag: Fernbusfahrgäste warten im strömenden Regen an der ungemütlichen Haltestelle.

Hilflos wies Herr Dienberg bei der Einweihung der neuen Haltestelle darauf hin, dass zwar nur fünf Fernbusse Platz haben, zusätzliche Busse aber bei Bedarf noch vor dem Fahrradparkhaus parken könnten. Wie die Fahrgäste sich in diesem Durcheinander zurechtfinden sollen, wurde nicht verraten.

Bis zu einem Dutzend Pkw zum Be- und Entladen hielten bislang neben den Reisebussen. Drei Stellplätze vor der Zoologie sind für diesen Zweck vorgesehen, wobei auch der Anliefer- und Besucherverkehr für die Zoologie hier parkt. Sollte es eines Tages wieder Klassenfahrten geben, wird Platz fehlen für die zwanzig Autos der Eltern, die in den vergangenen Jahren ihre Sprößlinge zum Bus gebracht und wieder abgeholt hatten.

Auf die Frage der Presse, ob noch eine Überdachung gebaut werde, gaben Stadtbaurat Dienberg und Oberbürgermeister Köhler am Montag gegensätzliche Antworten. Während Dienberg anführte, der Freiraumwettbewerb im Rahmen der Bebauung des Hotel- und Sparkassenkomplexes werde Überdachungen und Aufenthaltungsmöglichkeiten für Fahrgäste vorsehen, widersprach Köhler, hier sei noch nichts entschieden und die jetzige Lösung halte er für ausreichend.

Die Piraten hatten zu Jahresbegin eine 6-monatige Testphase vor Abbau der jetzigen Fernbushaltestellen erbeten und zugesagt bekommen. Der Grund: die Stadt plante mit maximal fünf gleichzeitig haltenden Fernbussen, während schon im März teilweise über sieben Busse zur gleichen Zeit an der Zoologie standen.
Die Gründe für eine derartig nachlässige bzw. sogar schädigende Fernbusversorgung durch die Stadt sind nicht erkennbar. »Diese Planlosigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Groner Tor-Planung«, so Rieth.

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