Kandidatenportrait PiratenPlanet Wahlen

Kandidatenportraits: Andreas Knopf

KandidatenMein Name ist Andreas Knopf, ich trete für die Piraten für den Stadtrat in Wahlbereich 2 Geismar auf Platz 2 hinter unserer Spitzenkandidatin Dana Rotter und für den Kreistag im Wahlbereich 7 Rosdorf/Dransfeld/Staufenberg an.
Ich habe in Göttingen Wirtschaftsinformatik studiert und arbeite bei der Firma Puk Minicar. Meine Themengebiete sind Klimaschutz und Verkehrsplanung, wobei es mir ein Anliegen ist, beides möglichst zu verbinden, dadurch ergibt sich mein Hauptanliegen den öffentlichen Personennahverkehr zu stärken. Klimaschutz erreichen wir meines Erachtens nicht alleine durch die Stärkung der Elektromobilität, sondern vor allem dadurch, dass wir möglichst häufig auf die Nutzung des eigenen PKWs verzichten.

Andreas Knopf (2016)Für meinen Wahlbereich Rosdorf unterstütze ich die Reaktivierung bzw. Neueinrichtung der Bahnhöfe Rosdorf und Obernjesa. Im Zuge des Bundesverkehrswegeplanes 2030 ist eine Ausbaustrecke bzw. Neubaustrecke für den Hochgeschwindigkeitszugverkehr zwischen Göttingen und Erfurt im Zuge der geplanten Einführung eines sogenanten „Deutschland Taktes“ eingeflossen, hierfür rege ich an, eine Streckenführung durch das Göttinger Eichsfeld zu prüfen um eine Anbindung Duderstadts an das Bahnnetz zu prüfen, ein Mischverkehr mit ICE/ICs und Regionalzügen wurde in Bayern auf der Strecke Ingolstadt – Nürnberg bereits erfolgreich eingeführt. Gerade für meinen Wahlbereich Geismar würde eine Anbindung des Göttinger Eichsfeldes an das Schienennetz ernormes Entlastungspotential bezüglich des Individualverkehrs bedeuten, dadurch würde sich die Belastung durch Lärm, Stickoxide, Feinstaub ect. erheblich verringern.
Ich fordere einen Ausbau der Bahnstrecke Göttingen – Bodenfelde – Ottbergen – Paderborn für höhere Geschwindigkeiten. Der Ost-West Verkehr auf der Schiene wird in Deutschland, abgesehen von ein paar wenigen Hauptachsen komplett vernachlässigt. Dadurch ist z.B. von Göttingen aus der Fernbus das schnellste öffentliche Verkehrsmittel um z.B. nach Paderborn oder Leipzig zu kommen. So braucht der Metronom in Nord-Süd Richtung von Göttingen nach Hannover ca 1:20 Stunden, während die Nordwestbahn von Göttingen nach Paderborn ca 2 Stunden braucht, der Regionalexpress nach Erfurt wiederum braucht ca 1:40 Minuten, obwohl hier Neigetechnikzüge zum Einsatz kommen, also auch noch deutlich länger, wie der Metronom. Dabei sind die 3 Städte von Göttingen in etwa gleichweit entfernt.

Zur Attraktivität des Öffentlichen Nahverkehrs gehört aber nicht nur die Geschwindigkeit sondern auch der Preis. Daher fordere ich für Göttingen kurzfristig die kostenlose Nutzung der Stadtbusse innerhalb des verkehrsberuhigten Bereiches der Innenstadt. In Australien bieten nahezu alle Großstädte die kostenlose Nutzung bestimmter Busse/Straßenbahnen oder innerhalb bestimmter Bereiche aller öffentlichen Verkehrsmittel an, was dort zu einer erheblichen Entlastung der Innenstädte durch den Individualverkehr geführt hat.

Mittelfristig möchte ich einen komplett umlagefinanzierten Stadtbus Göttingen, längerfristig für den gesamten Verkehrsverbund Südniedersachsen. Bereits jetzt wird das weitaus größere Finanzvolumen durch Umlagefinanzierung gedeckt und der weitaus kleinere Teil durch den Verkauf der Fahrkarten. Ständig steigende Preise bei den Fahrkarten führt, gerade wo in letzter Zeit Benzin und Diesel wieder deutlich günstiger geworden sind, eher zu einem Umstieg auf den eigenen PKW als anders herum, auch wenn zu regulären Arbeitszeiten eigentlich niemand innerhalb des Stadtgebietes mit dem eigenen PKW zur Arbeit fahren müßte. Auf die Verantwortung der Bürger bezüglich des Klimaschutzes hinzuweisen, bewirkt leider wenig, wenn es finanziell attraktiver erscheint, das ohnehin vorhandene und daher finanzierte Auto zu nutzen. Hier ist die Politik gefordert, den öffentlichen Nahverkehr gegenüber den Individualverkehr deutlich attraktiver zu machen.

Ein weiteres Anliegen ist mir, dass der Bau einer Straßenbahn in Göttingen nicht weiter als Utopie angesehen wird. In anderen Städten vergleichbarer Größe wurden bereits Straßenbahnlinien gebaut, ich halte dies auch in Göttingen für möglich. Auf einem eigenen Schienennetz kann nur eine Straßenbahn (bzw. U-Bahn, was aber für Göttingen dann doch etwas utopisch wäre), an dem täglichen Stau vorbei fahren und somit attraktive Fahrzeiten erzielen.

Auf überregionaler Ebene, stehe ich der Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens positiv gegenüber. Da Göttingen einen gewissen Handlungsspielraum bezüglich des Umganges mit den sogenannten Hartz IV Empfängern hat, setze ich mich hier für einen möglichst Sanktionslosen Umgang mit diesen ein um sich zumindest dem Grundgedanken des Bedingungslosen Grundeinkommens anzunähern.

0 Kommentare zu “Kandidatenportraits: Andreas Knopf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.