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Grünflächen in Göttingen gibt es nicht im Übermaß

Die Stadtgrünflächenanalyse der Berliner Morgenpost vom 10. Mai 2016 wird von den Göttinger Piraten als unseriös kritisiert. Göttingen landete auf Platz 2 von 79 Großstädten. Die Analyse hat jedoch einen methodischen Fehler und erlaubt keinen Vergleich zwischen den Städten.
Die Studie wurde im Göttinger Tageblatt (online 10. Mai 2016 und 11. Mai 2016) zitiert und auf Facebook viel angeklickt. Die meisten freuten sich über die gute Platzierung – nur wenige vermuteten, dass mit der Studie etwas nicht stimmen konnte.

Ziel der Berliner Studie war es, Druck auf die Berliner Behörden auszuüben, Grünflächen zu erhalten. Durch einen Trick landete Berlin weit hinten auf Platz 63. In Wirklichkeit hat Berlin im Kernstadtbereich deutlich mehr Grünflächen als andere Städte und leistet sich sogar mit dem Grunewald ein ganzes Waldgebiet mitten innerhalb einer kompakt bebauten Stadt.

Was nur wenige wissen: Göttingens offizielle Stadtgrenze verläuft aus historischen Gründen kilometerweit außerhalb der Stadt mitten durch die freie Landschaft bei Knutbühren im Westen, Waake und Mackenrode im Osten. Alle diese umliegenden Wälder und Felder bezeichnet die Berliner Morgenpost als „Stadt“.

Dana Rotter (2016)»Die Redaktion der Berliner Morgenpost hat sich nicht die Mühe gemacht, für jede der 79 deutschen Großstädte jeweils die Außengrenze des kompakt bebauten Stadtgebietes zu ermitteln. Wir haben es hier mit einem verfälschten Ergebnis und einer unzulässigen Schlussfolgerung zu tun«, so Dana Rotter, Ratskandidatin der Piraten für den Wahlbereich Geismar.
»Die gute Platzierung Göttingens darf nicht dazu führen, dass der Erhalt innerstädtischer Grünflächen an Bedeutung verliert. Bestehende Grünflächen dürfen nicht einer Bebauung weichen, mit der Begründung, die Stadt wäre doch auch dann noch grün genug. Wir Piraten werden uns weiterhin dafür einsetzen, insbesondere die innerstädtischen Kleingärten zu erhalten

Kleingärten Am Rohns
Kleingartenanlage Am Rohns, dahinter das bedrohte Waldgebiet des IWF-Geländes am Nonnenstieg. Die Piraten werden sich weiterhin für den Erhalt innerstädtischer Grünflächen einsetzen.

Die Verwaltungsgrenzen der deutschen Städte sind willkürlich gezogen und lassen sich nicht vergleichen. Manche schließen die umliegenden Wälder ein, andere nicht.

So liegen beispielsweise in München die umgebenden Waldgebiete wie der Perlacher Forst unmittelbar hinter der Stadtgrenze und werden von den Nachbargemeinden verwaltet, während in anderen Städten wie Siegen oder Göttingen weite Waldgebiete in der Umgebung von der Stadt verwaltet werden. Kölns Stadtgebiet zieht sich in Längsrichtung am Fluss entlang und schließt die östlichen und westlichen Wälder nicht ein – während Göttingens Gebiet quer zum Fluss liegt und beidseitig große Waldgebiete einschließt.

»Auch wenn viele Göttingen als eine schöne und grüne Stadt empfinden – Berlin und andere Städte wie München, Köln, Augsburg, Münster oder Ulm weisen deutlich mehr innerstädtisches Grün auf als Göttingen«, so Rotter.

3 Kommentare zu “Grünflächen in Göttingen gibt es nicht im Übermaß

  1. MaxKarr

    Unfassbar, die Piraten müssen echt zu allem ihren Senf dazu geben. Und dann noch so ein unqualifizierter Müll. Vielleicht ist Göttingen auch so gut platziert, weil in der Studie auch große private Flächen, wie z.B. die öffentlich zugänglichen, fußballfeldgroßen Grünflächen der WG eingerechnet wurden. Mit eurer dummen Meckerei seid ihr einfach nur unwählbar geworden. Schade.

    • Block-Bau.Mafia§

      lupenrein organisierte mix.Volk.Verdummer: Casino-AffenLand zu.oft.Lügen-Pressen drucken solch niederträchtige Massen-Täuschung nicht … der extraTip Artikel ist leider nicht im NS’A Commerz- Netz … zu viel -Gemein.Wohl Bang$ter

  2. Wir werden uns doch von der Wohnungsgenossenschaft nicht davon abhalten lassen, uns weiterhin für den Erhalt von Stadtgrün einzusetzen. Es geht um Umweltpolitik. Jede Partei hat die Aufgabe, zu solchen Themen eindeutig Position zu beziehen. Das haben einige wohl vergessen.
    Es gibt einen immer stärkeren Druck auf städtische Grünflächen, insbesondere auf die Kleingärten – nicht nur von seiten der Grünen, sondern auch von Seiten der Wohnungsgenossenschaft. Dem stellen wir uns auch weiterhin entgegen. Auch wenn der Chefetage der WG das nicht gefällt. Alle Menschen in Göttingen können daran mitgestalten, wie ihre Stadt sich entwickelt – nicht nur einige wenige, die glauben, sie könnten die Stadt unter sich aufteilen.
    Das Attribut „unqualifiziert“ wäre dann berechtigt, wenn wir in unserem Beitrag nicht nachweisen würden, wo genau der methodische Fehler lag. Wir weisen ja nach, warum Städte wie Göttingen und Siegen so gut platziert wurden, und schreiben nicht hin „vielleicht“. In der Presse wurde die Methode der Datenerhebung ja genau beschrieben.

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