In einem Artikel des Göttinger Tageblattes vom 20.4. 2010 (in dem es um Hausrecht in verschiedenen Gastronomiebetrieben geht) äußert sich die Inhaberin des Cafés Cron & Lanz über sich unverschämt verhaltende Gäste.

Anschließend ergänzt sie „es läuft viel Dreck rum  in Göttingen“ und ein wenig später: Probleme bereiten vor allem „die vielen Bettler“ von denen einige „sehr dreist“ und „wie Ungeziefer“ seien.

In dieser Art über Menschen herzuziehn, ist ehrverletzend und peinlich für alle zivilisierten Göttinger Bürger. Auch, wenn einem das eine oder andere nicht zusagt, ist hier die Grenze zur Unmoral überschritten!

Es darf nicht der Eindruck erweckt werden, dass diejenigen anderen Geschäftsleute, die in diesem Artikel genannt werden und wir Göttinger insgesamt eine solch abstruse Meinung vertreten. Glücklicherweise äußern sich Leser der GT-Website empört zu dem Artikel.

Diese Empörung teilt auch die Piratenpartei Göttingen und regt an, sich zukünftig gut zu überlegen, ob man gerne dort zu Gast ist, wo man Menschen mit Missachtung und Verunglimpfung begegnet, die nicht in ein enges Raster passen und das eigene selbstherrliche Weltbild stören könnten.

Die Piratenpartei ruft daher öffentlich dazu auf, sich von solch diffamierenden Äußerungen zu distanzieren und ein deutliches Zeichen gegen solche Entgleisung zu setzen. Es sollte klar werden, dass Göttingen bei allen Problemen, die es auch hier gibt, Menschlichkeit und Menschenwürde nicht vergessen werden und Personen mit ihrer herabwürdigenden und menschenverachtenden Einstellung alleine stehen.

8 Kommentare zu “Eklat !

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  2. Es ist natürlich nicht in Ordnung, wenn sich Gäste daneben benehmen, aber jemanden als Ungeziefer zu bezeichnen, wirkt erschreckend. Ich empfehle, mal den Artikel „Vom Leben lernen“ von Yogi zu lesen, den die Dame in der aktuellen Ausgabe des Tagessatz finden kann. Vielleicht kann die Dame ja noch etwas lernen, das soll ja lebenslang möglich sein.

  3. was ist eigentlich mit den bürgerinnen und göttingerinnen? und den leserinnen des gt? -.-

  4. Was sagen die anderen ?[1]:

    grün: Schwingt mit der Nazi-Keule und vermutet Volksverhetzung.
    links: Vermutet ebenfalls Volksverhetzung und ruft nach dem Staatsanwalt. Dies erscheint mir im Hinblick auf die bekannten Probleme des Herrn Humke-Focks mit der Staatsgewalt schon bemerkenswert einfältig.

    [1]
    http://www.stadtradio-goettingen.de/redaktion/lokalnachrichten/gruene_und_linke_kritisieren_cafinhaberin/index_ger.html

  5. Ist doch „nur“ bezeichnend für die Gesellschaft, in der wir leben. Ist eigentlich jemand ernsthaft überrascht?

  6. Seit Westerwelle sich getraut hat, nimmt kaum noch jemand ein Blatt vor den Mund. So auch die Inhaberin von C&L.

    Das Volk ist aufgehetzt!

    Nur eine Frage der Zeit bis es zur totalen Eskalation kommt. Ob da noch politisch, basisdemokratisch und auf langwierigen Diskussionswegen etwas zu kitten ist bezweifle ich.

    Tja so ist das ‚Holger‘, der Kampf geht weiter…

  7. Frau Ulrike Grummes-Salamon hat laut Göttinger Tageblatt für ihre Wortwahl um Entschuldigung gebeten. Sie wird mit „Der Wortlaut ist inakzeptabel und bedarf einer Entschuldigung. Ich hatte nicht die Absicht, Menschen verachtend zu behandeln.“ zitiert [1]. Ich finde es richtig, auch dies zur Kenntnis zu nehmen.

    Generell bin ich der Meinung, dass es im öffentlichen Bereich zu selten vorkommt, dass Personen die Größe haben, von falschen Aussagen abzurücken. So lange es ein Einzelfall bleibt, ist die Sache damit für mich erledigt.

    Der Wunsch an alle bleibt allerdings: Sowohl das Verhalten einiger Innenstadtbenutzer als auch die Reaktionen hierauf von Anwohnern und Geschäftsleuten ist verbesserungsbedürftig.

    [1]
    http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Uebersicht/Cron-Lanz-Wortlaut-inakzeptabel

  8. Unbekannte haben in der Nacht zu Dienstag (27.04.10) die Schaufensterscheibe eines Göttinger Cafehauses in der Weender Straße mit Pflastersteinen beworfen und erheblich beschädigt.

    http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/7452/1603227/polizeidirektion_goettingen

    Mehr kann man dazu nicht sagen, ohne sich einer Gefahr auszusetzen selbst in die Ermittlungen des Staatsschutzes zu geraten.

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