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Demografiebeirat – Es geht (nicht nur) um den Demografiebericht

Am 25. Juni 2013 war wieder eine Sitzung des Beirates zur Demografie. Ich finde das Thema schwierig, weil es nach meiner Meinung wenig Steuerungspotential für den Landkreis bietet.

Während der Vorbereitung stieß ich auf einen Blogeintrag von Antje Schrupp [1]. Im Gegensatz zu den ansonsten eher nachteiligen Aspekten des Alterns und der Alterung der Gesellschaft war einmal etwas Positives zu lesen, was ich natürlich gleich in den Beirat tragen durfte:

Und zwar ist es so, dass trotz des zunehmenden Alters die Anzahl der gesunden Lebensjahre pro Person im Durchschnitt steigen. Das lässt das Altern positiv(er) erscheinen.

Inhaltlich wurde der Aufbau und die Themen des zu erstellenden Demografieberichtes besprochen. Die Gliederung soll so aussehen:

Bild: Die Rente ist kicher!
Bild: Die Rente ist kicher! Quelle: wirstellendasmalinfrage.tumblr.com
  • Einführung

  • Bevölkerungszahlen & Prognose

  • Aktivitäten zur Verbesserung der Lebensqualität im Dorf bzw. Stadtteil

  • Handlungsfelder

  • Handlungskonzept

  • Fazit

Da gibt es im Großen und Ganzen nichts dran auszusetzen. Die genannten Themen deckten die wesentlichen Problempunkte ab. Die Aktivitäten scheinen mir sehr eklektisch anhand der inzwischen ins Laufen gekommenen Fördermaßnahmen orientiert zu sein. Ich wüsste allerdings nicht, ob es anders sinnvoller gestrickt werden kann. Die im Bericht auftauchenden Handlungsfelder sind insofern recht pfadabhängig und am status quo orientiert.

Es gab einige interessante Neuigkeiten für mich am Rande: Zum Thema Leerstandsregister gibt es wohl eine Software des Landes, das die einzelnen Grundstücke mit den Daten des Einwohnermeldeamtes abgleicht. Aus diesen Daten kann daraus geschlossen werden, welche Wohngrundstücke in absehbarer Zeit frei werden. Es gibt einige Gemeinden im Landkreis, die dieses Programm bereits einsetzen. Warum einige andere dies nicht machen, ist mir nicht klar. Ich hatte im Hinterkopf einen entsprechenden Antrag oder eine Anfrage zu stellen, dies hatte ich, nicht gemacht, weil es Gegenstand des Demografiebeirates war und ich mich dem Wunsch füge, nicht mit zu viel Anliegen zu politisieren („überparteilich“).

Die Themen und Daten des Demografieberichtes sollen wohl auch Auswirkungen auf das noch zu erstellende neue Regionale Raumordnungskonzept [2] haben. Es wurde ferner von Verknüpfungen zur EU-Förderung Leader+ berichtet. Eine interessante Überraschung war, dass die Ergebnisse des Mikrozensus keine Auswirkungen auf die Befunde der Studie aus der vorherigen Wahlperiode über die demografische Entwicklung haben sollen. Die dort verwendeten Daten sollen aus anderen Quellen kommen, aus denen die Daten des Landesbetrieb für Statistik, die Grundlage für die Zuweisungen an den Kreis und die Gemeinden sind.

Wenn es etwas von Euch gibt, das in den Beirat getragen werden kann, scheut Euch nicht, es mich wissen zu lassen.

[1] http://antjeschrupp.com/2013/05/03/fur-fortgeschrittene-gutes-leben-im-hohen-alter/

[2] http://www.piratenpartei-goettingen.de/piratenplanet/windkraft-im-regionalen-raumordnungsprogramm-rrop-8816

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