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CDU-Landratskandidat Theuvsen und Göttinger Piraten mit gemeinsamer Perspektive für den Rosdorfer Baggersee

BaggerseeDer Kreisverband der Piratenpartei Göttingen und CDU-Landratskandidat Ludwig Theuvsen halten die Herausforderungen am Rosdorfer Baggersee im Interesse aller Beteiligten für lösbar. In Sondierungsgesprächen im Vorfeld der Landratswahl wurde Einigung darüber erzielt, bestehende Missstände zu beheben und die Situation am See zu verbessern. Die Piraten stellen keinen eigenen Kandidaten zur Wahl des Landrats auf und haben sich derzeit noch nicht entschieden, ob sie eine Wahlempfehlung aussprechen.

Nach übereinstimmender Einschätzung beider Verhandlungspartner stellt der Rosdorfer Baggersee einen wichtigen Standortfaktor für die Universitätsstadt dar. Die Beteiligten zeigen sich überzeugt, dass sich die unterschiedlichen Nutzungsinteressen am See vom Kiesabbau und Angelverein über den Badebetrieb bis hin zum Naturschutz im Rahmen eines fairen Ausgleichs unter einen Hut bringen lassen können. Der gegenwärtige Badebetrieb kann nach Einschätzung der Politiker im Südteil des Sees legalisiert und in eine geregelte Struktur überführt werden.

Quelle: http://www.cdu-goettingen.de
Quelle: http://www.cdu-goettingen.de

»Darüber, ob dies ein Badesee ist oder nicht, hat bereits eine Abstimmung mit den Füßen stattgefunden. Es geht nun um einen fairen Ausgleich aller Interessen«, so CDU-Landratskandidat Ludwig Theuvsen.
»Natürlich gibt es noch einige Fragestellungen zu klären, sowohl organisatorischer wie haftungsrechtlicher Natur, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ich halte es für realistisch, mit den beteiligten Akteuren bis etwa Frühjahr 2017 eine Lösung auszuarbeiten und diese dann umzusetzen.«

Francisco Welter-Schultes (2016)Für die Göttinger Piraten äußert sich Francisco Welter-Schultes, Spitzenkandidat zur Ratswahl:
»Die langfristige Absicherung des kostenlosen Zugangs zum Badesee ist eine Herzensangelegenheit der Göttinger Piraten. Wichtig ist uns das Stichwort Verantwortung. Wir plädieren für einige Verbesserungen, um Missstände zu beheben, wollen aber keine Schaffung zusätzlicher Angebote in Konkurrenz zu den Freibädern. Das Erholungsangebot soll genau so erhalten bleiben, wie es sich herausgebildet hat. Mittelfristig wäre ein Teilgebiet für den Naturschutz abzugrenzen.«

Ein Badeverbot im Nordteil wäre angesichts des laufenden Kiesabbaus aus Sicherheitsgründen weiterhin auszusprechen. Ab welcher Linie im Südteil das Baden erlaubt werden kann, wäre von Fachjuristen zu klären. In vielen der weit über 1000 Baggerseen in Norddeutschland wird gleichzeitig gebadet und an anderer Stelle gebaggert.

Gelöst werden muss die Toilettenfrage, die gegenwärtige Situation ist nicht akzeptabel. Eine regelmäßige Hygieneüberwachung wäre nach Ansicht der Piraten aufgrund der  EU-Rechtslage jetzt schon Pflicht. Die Abfallproblematik hat dagegen in der vergangenen Saison eine unerwartet positive Wendung genommen. Nach der intensiven Berichterstattung in den Medien ging 2015 das Abfallaufkommen von vorher 4-5 Tonnen im Jahr auf minimale Mengen zurück.

Beide Seiten plädieren für Investitionen in die Erreichbarkeit, allerdings begrenzt auf den Radverkehr. Gegenwärtig wird der See von 80 % der Badegäste mit dem Fahrrad angesteuert. Dieser Anteil sollte durch Verbesserungen im Radwegebau erhöht werden, vor allem in der Anbindung an Göttingen. Auf einhellige Ablehnung stößt die Anlage von Parkplätzen und die Verbesserung der Erreichbarkeit mit dem Pkw.

Nicht befürwortet werden weitere infrastrukturelle Maßnahmen, die am Ende bewirken könnten, dass der See eine Konkurrenz zu den Freibädern in Göttingen und Rosdorf bildet. Der Naturbadesee spricht eine ruhebedürftigere Klientel an als die Freibäder, die mit ihren Bademeistern und Versorgungsangeboten für Kinder und Jugendliche ein geeignetes Angebot darstellen.

Im Bereich Badesicherheit sollen nach Vorstellungen der Piraten Info-Tafeln über das Tiefenprofil des Sees informieren und nach Möglichkeit in mehreren Sprachen erklären, wie man sich beim Baden richtig verhält. Eine DLRG-Überwachung am Baggersee würde die Freibäder unter wirtschaftlichen Druck setzen und ist daher nicht Teil der Überlegungen.

Als langfristige Zielvorstellung ist ein kostenlos zugänglicher Naturbadesee anvisiert, der in erster Linie mit dem Fahrrad erreicht wird und von dem ein unter Naturschutz zu stellender Teil mit Schwimmbojen abgegrenzt wird.

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