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Aschewolke führt zu erheblichen Behinderungen des Flugverkehrs

Kommentar von Erich Wutschke

Die durch den Vulkanausbruch auf Island verursachte Aschewolke legt den Flugverkehr in weiten Teilen Europas lahm. Zum ersten Mal erreicht ein Ausfall dieses Ausmaß in Europa. Nach Aussagen von Experten werden die Folgen überschaubar bleiben. Es wird vorläufig zu keinen wesentlichen Einwirkungen auf die Wetterbildung kommen und Gesundheitsgefährdungen seien ebenfalls nicht zu befürchten. Dies gelte aus heutiger Sicht. Sollte jedoch der zweite größere Vulkankegel ebenfalls ausbrechen, so seien die Auswirkungen aus heutiger Sicht noch nicht absehbar.

 Bisher führte die Aschewolke zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen. Sollten die Eruptionen weiterhin andauern, welche Folgen kämen dann auf uns zu? Wenn man davon ausginge, daß das aktuelle Ereignis im Rahmen des handbaren bliebe, so bliebe es auch bei den wirtschaftlichen Einbußen. Entstehen daraus für uns Konsequenzen in unserem Verhalten, bzw. haben wir für mögliche ähnliche Ereignisse in Zukunft Vorkehrungen zu treffen? Abgesehen von wetteränderungsbedingten und gesundheitlichen Auswirkungen blieben die Auswirkungen auf unser Verkehrssystem. Sollten Vorkehrungen  getroffen werden, wenn es zum Totalausfall eines Verkehrsteiles – hier Flugverkehr – käme. Zur Zeit können die übrigen Verkehrsteile – Straße und Bahn – die zusätzlichen Verkehrsströme mehr oder weniger gut auffangen. Die Frage bleibt: Wielange sind sie dazu in der Lage?

Da unsere Gesellschaft auf ein funktionierendes Verkehrssystem angewiesen ist, sollte man sich angesichts der aktuellen Situation Gedanken machen, wie das Gesamtsystem weiter am Laufen bleibt, wenn ein wesentlicher Teil aus diesem System für längere Zeit herausbrechen sollte.

Neben diesen Gedankenspielen zum Verkehrssystem bleiben natürlich die Gedanken, wenn es zu Wetteränderungen und gesundheitlichen Auswirkungen kommen sollte. Diese Gedanken müssen wir uns jedoch sowieso machen, wenn der Klimawandel voll zur Entfaltung kommt. Dann wird der Ausfall des Flugverkehrs nur ein kleines Puzzle sein.

5 Kommentare zu “Aschewolke führt zu erheblichen Behinderungen des Flugverkehrs

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  2. Moin,

    meiner Meinung nach lohnt es sich nicht, sich solcherlei Gedankenexperimenten hinzugeben, aus Angst, es könne etwas passieren. Der Flug eines Großraumflugzeuges produziert so viel co2, dass ich angesichts der co2-Ersparnis durch den Volkanausbruch die provozierende These wage, dass dies den co2-Ausstoß summa summarum verringern wird und damit der co2 bedingte Anteil am Klimawandel verringert wird.

    Jedenfalls halte ich es für einen Fehler, aus Angst vor einem derartigen Ereignis viel staatliche Resourcen in den Ausbau von Verkehrssystemen zu binden. Wenn Verkehrswege ausfallen, ist es gut, wenn die regionale Wirtschaft in der Lage ist, die Versorgung des Volkes vor Ort sicher zu stellen. Du entscheidest selbst an der Käsetheke, ob Du das 0,99 EUR Angebot von Irgendwo annimmst und damit auf Verkehrswege angewiesen bist oder ob Du Deine Lebensmittel vom nebenan gelegenen Biobauernhof kaufst. Wenn Du zu der zweiten Kategorie Verbraucher gehörst, leistet Du einen Beitrag zur Vorsorge, ohne dass wir in ein merkantilistisches Wirtschaftssystem zurückfallen müssen.

    Meine Meinung,
    Andreas

    • Erich Wutschke

      Es geht mir nicht darum aus Angst, daß etwas passieren könne, sich mit bestimmten Gegebenheiten zu befassen. Sondern ganz emotionslos zu untersuchen, welche Wahrscheinlichkeiten vorhanden sind, daß etwas passiert oder nicht passiert.
      Es geht mir genau darum deine These genau zu untersuchen. Was passiert unter anderem mit der Co2-Bilanz. Zum Beispiel was ist nach einer Woche? Was ist nach einem Monat? Was ist nach drei Monaten? Was ist nach sechs Monaten Vulkantätigkeit? Nach heutigen Expertenaussagen kann nicht gesagt werden, wie lange der Vulkan aktiv sein wird. Also kann er theoretisch auch sechs Monate noch aktiv sein. Welche Auswirkungen gibt dann?
      Ob ich meinen Käse dort oder dort kaufe wird meines Erachtens nicht das Problem sein, sondern ob ich beim Bauern vor Ort überhaupt etwas auf Dauer beziehen kann, wenn die Supermärkte nicht mehr beliefert werden und die Bevölkerung beim Bauern vor der Tür steht.
      Wie gesagt sind das nur die Fragen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen. Nach mehreren Monaten Vulkantätigkeit werden die gesundheitlichen Auswirkungen sicherlich nicht mehr zu übersehen sein.

  3. Alle Propellermaschinen flogen noch. Von einer vollständigen Sperrung des Luftraums sollte in keinen Medien die Rede sein, die Aussage ‚Sperrung‘ ist falsch.

    Erinnert sich noch jemand an den Pinatubo, die Rede war von die Aschewolke könnte die Erde verdunkeln… Paniknachrichten, sind voll im Trend.

  4. Sammy Okowonko

    Ich bin froh, dass der ganze Spuk endlich ein Ende hat. Durch die ganze Sache wurde ja mittlerweile genug Schaden angerichtet und viele Berufspendler mussten darunter leiden. Zumindest die Umweltaktivisten werden sich darüber gefreut haben, denn die haben sich ja schon lange einen Tag gewünscht, an dem nicht geflogen wird. Das es nun gleich mehrere Tage werden, hat sie wohl noch mehr gefreut. Aber auf der anderen Seite haben wir damit einen großen Beitrag an unsere Umwelt geleistet, wenn auch ungewollt.

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