Rüstung im Kreis Göttingen

Firmen, die Waffen und andere Rüstungsgüter verkaufen und für kriegsführende Nationen herstellen, sind mittelbar auch am Tod der Menschen in diesen Gebieten mit verantwortlich. Für mich sind Begriffe wie „Verteidigung am Hindukush“ statt „Angriffskrieg in Afghanistan„, Menschenverachtende Dialektik, die ich mir die Freiheit nehme meinerseits dem Krieg zuzuordnen.

Letztlich trifft die Politik die Entscheidung und muss die Verantwortung tragen. Ebenso wie letztlich auch alle wahlberechtigten Bürger. Wenn Firmen im Raum Göttingen, aber Material zum Zweck der gewaltsamen Auseinandersetzung herstellen, dann ist die Förderung von Konflikten in der Welt für diese Firmen ein verkaufsfördernder Umstand. Wenn letztlich durch verkauften Tod von Menschen in der Welt bei uns im Kreis Göttingen Arbeitsplätze geschaffen werden bzw. durch Frieden in Göttingen Arbeitsplätze bedroht werden, dann ist es Zeit schon vorher aus diesem System der Gewalt auszusteigen und alternative Wirtschaft zu fördern.

Mein erklärtes politisches Ziel ist deswegen ein Kreis Göttingen ohne Rüstungswirtschaft.

Da die Abgrenzung hier einigermaßen problematisch ist, möchte ich dieses hier zunächst angehen.

Natürlich sind Firmen wie die Bahn AG und die Post AG Firmen, die direkt auch dem Militär zuarbeiten. Solche Firmen, sind aber als bundesweit agierende Firmen nur indirekt dem Einfluss der Göttinger Politik unterworfen. Ebenso die großen Kirchen.

Auch ist ein landwirtschaftlicher Betrieb, der Kartoffeln ans Militär verkauft, ein dort wichtiger Zulieferbetrieb. Ebenfalls Firmen, die Produkte herstellen, welche sowohl zivil als auch militärisch im Einsatz sind (Dual-Use), wie zum Beispiel optische Linsen, Schraubenzieher oder Rohstoffe wie Aluminium, fallen aus dem Raster. Für meine hier zu erstellende Liste, sind solche Betriebe nicht relevant, da es sich hier nur noch sehr indirekt oder gar nicht mehr um militärfördernde Betriebe handelt und letzlich so schnell alle Betriebe einschliesslich des Roten Kreuzes aufgeführt werden müssten.

Die Kriterien hier aufgeführt zu werden, sollen also die direkte gezielte Verwendung für das Militär sein. Dies kann am einfachsten dadurch passieren, dass die Firma selbst damit wirbt, dass sie für das Militär produziert, wie die Firma Kappa aus 37130 Gleichen oder dass etwas produziert wird, was nur vom Militär gefragt wird, am einfachsten etwas wie Munition.

Fragwürdig sind Grundlagenforschungen der Universitäten, die scheinbar nur vom Militär nachgefragt werden. Wie zum Beispiel das Strömungsverhalten von beschleunigten zylindrischen Körpern bei Überschallgeschwindigkeiten (Luft-Luft-Raketen). Wenn sowas allerdings von der Deutschen Luft und Raumfahrt (DLR) betrieben wird, die ihre militärische Verbindung deutlich hervorhebt und in Göttingen einen kleinen eigenen militärischen Sperrbezirk betreibt, ist dies natürlich wieder einfach.

Wichtig ist jedoch, dass ich hier eine persönliche und willkürliche Grenze ziehe und Einteilung vornehme. Wenn ich hier eine Firma aufgeführt haben sollte, die sich zu Unrecht genannt fühlt bitte ich um eine begründete Kontaktaufnahme per E-Mail an Martin Rieth.

Nun die hoffentlich zunächst wachsende und später schrumpfende Liste (die Reihenfolge ist willkürlich bzw. zufällig) :

 

Luft-Luft-Raketen im Überschallwindkanal
www.dnw.aero Test von Raketen / Kampfflugzeuge
Deutsch-Niederländische-Windkanal (DNW)
Bunsenstr. 10
37073 Göttingen
Kontakt:
Tel: 0551/7092828 E-Mail: dnw-guk@dnw.aero
PDF: http://www.dnw.aero/uploadedFiles/Missile.pdf

www.dlr.de UCAV-2010 und Eurofighter
DLR Göttingen
Bunsenstr. 10
37073 Göttingen Beispiel: DLR-Projekt UCAV-2010
Technologien für die Entwicklung von unbemannten Kampfflugzeugen

www.kappa.de Defence Aviation
Kappa optronics GmbH
Kleines Feld 6
D-37130 Gleichen Beispiel: Projekt Defence Aviation
Rugged Kameratechnologien Qualifiziert für Defence und Aviation
NATO-Supplier-Code C 4792

Einige Betriebe wissen darum, dass die Göttinger Bürger ihre Tätigkeit nicht gut heissen würden und verschweigen diese, wo es geht. Hier bin ich ausdrücklich auf Hinweise angewiesen. Ich bitte also eindringlich darum, dass Bürger, die im Besitz von überprüfbaren Fakten sind, mir diese auf eine ihnen angenehme Weise zukommen lassen mögen. Gerne auch anonym per Post an: Piraten Ratsfraktion // Hiroschimaplatz 1-4, Zimmer 127 // 37083 Göttingen. Am liebsten per E-Mail an martin.rieth@piratenpartei-goettingen.de

Stand, letzte Änderung: 19. Februar 2012