Die Göttinger Piraten begrüßen, dass endlich Bewegung in das Sozialticket-Vorhaben kommt. Den Antrag eines Sozialtickets von Seiten der Fraktion Antifaschistische Linke aus der vergangenen Ratsperiode haben die Piraten nicht nur von Beginn an unterstützt, er ist auch dringend notwendig — vor allem in Anbetracht der anstehenden Preiserhöhungen, der die Piraten nur zugestimmt haben, nachdem ihnen versichert wurde, dass am Sozialticket gearbeitet wird.

Kritisch sehen die Piraten indes die eingeschränkte Nutzbarkeit mit einer werktäglichen Gültigkeit ab 9 Uhr. Dies unterläuft das Ziel einer besseren sozialen Teilhabe, was beispielsweise auch Termine beim Jobcenter oder die Teilnahme an beruflichen Maßnahmen beinhaltet, deren Beginn variiert und auch deutlich vor 9 Uhr liegen kann. Die wichtige Frage ist, wie sehr dies die Attraktivität einer solchen ermäßigten Bürgerkarte einschränkt.

Das Argument für den Gültigkeitsbeginn, man wolle einer Überlastung der Busse in den Berufsverkehrszeiten im Voraus entgegenwirken, steht auf schwachen Beinen. Bislang lässt sich noch nicht einschätzen, in welchem Ausmaß das Angebot überhaupt genutzt werden wird. Die Piraten sehen in der Erprobungszeit aber auch eine Chance, dass sich Bedarfe abzeichnen und die werktägliche Gültigkeit später den Realitäten angepasst werden können. Diesen Beitrag vollständig lesen