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Piraten beklagen weiterhin dramatische Abnahme der Radverkehrszahlen

Die Piraten beobachten weiterhin abnehmende Radverkehrszahlen an den Zählanlagen des Göttinger Radschnellwegs. Auch Mitte 2017 liegen die Werte, die an den Zählanlagen der Berliner Straße und der Robert-Koch-Straße gemessen werden, erneut unter denen des Vorjahres. Gleichzeitig steigt die Zahl der Studierenden.

Bereits kurz nach Einführung des Semestertickets wurde 2015 an der Zählanlage Robert-Koch-Straße ein Rückgang um 11 % gegenüber 2014 festgestellt. In den folgenden Jahren nahm der Radverkehr dort weiterhin um 1 % pro Jahr ab. Fuhren 2014 noch 1,21 Millionen Räder vorbei, sank diese Zahl 2016 auf 1,06 Millionen. In den ersten fünf Monaten 2017 hat sich dieser Trend nun weiter fortgesetzt. Gegenüber 2016 haben die bisherigen Zahlen 2017 nochmals um einen weiteren Prozentpunkt nachgegeben.

An der Berliner Straße, wo seit Juli 2015 in Höhe der Hauptpost gezählt wird, sind noch drastischere Rückgänge zu verzeichnen. Während in der zweiten Jahreshälfte 2015 noch 3.030 Räder pro Tag dort vorbeifuhren, waren es 2016 im Schnitt nur noch 2.710 Fahrräder. Dies entsprach einem Rückgang von 11,5 % in nur einem Jahr. In der ersten Jahreshälfte 2017 wurden nur noch 2.490 Räder pro Tag gezählt, was einem Rückgang um weitere 8,1 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr entsprach, fast 18 % unter dem Niveau der zweiten Jahreshälfte 2015.
Während städtische Statistiken auf der Basis von Haushaltsbefragungen seit Jahren eine Zunahme des Radverkehrs zu belegen meinen, deuten die gemessenen Zahlen dramatische Abnahmen an.

»Die Ergebnisse der Haushaltsbefragungen legen nahe, dass diese keine zuverlässigen Ergebnisse liefern. Entweder beteiligen sich diejenigen, die täglich das Auto benutzen, immer seltener an den Befragungen, oder ihre Antworten entsprechen zunehmend einem Wunschdenken«, so Angelo Perriello, zweiter Vorsitzender des Kreisverbandes.

Mit der Einführung des Semestertickets alleine lassen sich insbesondere im Bahnhofsbereich die Rückgänge nach 2015 nicht erklären. In den Zahlen zeigen sich Auswirkungen von gravierenden Fehlentwicklungen in der städtischen Verkehrsplanung. Insbesondere die schlechten Ampelschaltungen und das Verbot, bei Rot rechts abbiegen zu dürfen, bewirken hohe Zeitverluste im Radverkehr.

Die Piraten fordern die Stadt auf, endlich mehr für den Radverkehr zu tun und hierzu auch im Straßenbild sichtbare Ergebnisse zu liefern. Die Stadt darf sich nicht auf den Lorbeeren des stellenweise vorbildlich gelungenen eRadschnellweges ausruhen. Die Vernetzung solcher Strukturen mit Radverkehrsanlagen in der gesamten Stadt muss stark verbessert werden.

»Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass in Göttingen ein Pilotprojekt durchgeführt wird, um Fahrrädern das Rechtsabbiegen bei Rot an etwa 80 Stellen in der Stadt mit einer Grünpfeilregelung zu erlauben. In immer mehr Nachbarländern gibt es inzwischen solche Schilder«, so Perriello weiter.

Göttingen ist wie ganz Deutschland nach wie vor einseitig auf den Autoverkehr fixiert und hinkt der verkehrspolitischen Entwicklung vieler europäischer Universitätsstädte teils um viele Jahre hinterher. Die Stadt lässt durch Tatenlosigkeit zu, dass immer mehr Menschen vom Fahrrad auf motorisierte Fahrzeuge umsteigen.

Hotelplanung Lokhalle: PIRATEN widersprechen Junger Union

Die Göttinger Piraten kritisieren die Stellungnahme der Jungen Union zum geplanten Hotelneubau an der Lokhalle in wesentlichen Argumenten als haltlos. Die Junge Union hatte argumentiert, Göttingen brauche ein Hotel im unteren Preissegment, um für junge Menschen attraktiv zu sein.
Laut einer Studie von 2013 trifft das zwar punktgenau zu, aber in der Leineaue neben der Lokhalle ist ein Hotel des gehobenen Standards im oberen Preissegment geplant und entspreche dort der speziellen Nachfrage für Besucher von Tagungen der Lokhalle.

Die Piraten sehen den geplanten Hotelbau nicht per se kritisch und unterstützen das Anliegen der GWG und des Investors, ein zusätzliches Hotel zu errichten. Die Lokhalle könnte dadurch ihre Konkurrenzfähigkeit im Marktsegment verbessern und ihr jährliches Defizit, laut eigener Aussage, um einen sechsstelligen Betrag verringern.

Allerdings bestehen seitens der Piraten erhebliche Bedenken bezüglich des ausgewählten Standorts. Unmittelbar nördlich der Lokhalle plant der Landkreis ohne Bebauungsplan einen konventionellen quadratisch angelegten Baukomplex, für den der Großteil der westlich der Carl-Zeiss-Straße liegenden Freifläche mit Grünbestand geopfert werden soll. Heute stehen dort noch Bäume. Nach dem Bau dieses sich nicht in die Umgebung einfügenden Kreishauses mit vielen Parkplätzen soll danach im südlichen Teil der Grünanlage mit dem Hotelbau eine weitere Grünfläche im öffentlichen Erholungsbereich ersatzlos wegfallen.

»Wir Piraten begrüßen prinzipiell die Planung und die Bemühungen der GWG, die Attraktivität des Tagungszentrums Lokhalle zu verbessern. Jedoch nicht auf Kosten öffentlicher Grünflächen, wenn es andere Lösungen gibt. Wir sehen nicht, dass die bestehende Alternative, einem Gewerbebetrieb unmittelbar neben der Lokhalle einen anderen Standort anzubieten und diese Fläche dann für das Hotel zu nutzen, von Stadt und GWG mit der gebotenen Ernsthaftigkeit geprüft wurde. Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Erholung«, so Francisco Welter-Schultes, baupolitischer Sprecher der Göttinger Piraten im Rat.

Die Erholungsfunktion einer öffentlichen Grünfläche ergibt sich nicht durch einen öffentlich gewidmeten Asphaltweg, sondern durch die Wiesen und Bäume nebenan. Wenn man diese wegnimmt, so wie es hier angedacht ist, und durch einen sechs- oder siebenstöckigen Betonbau ersetzt, dann fällt die Erholungsfunktion weg. Die Lebensqualität der Stadtbewohner leidet und die Menschen gehen immer mehr dazu über, Erholungsgebiete nicht mehr zu Fuß, sondern mit dem Auto aufzusuchen.

Piraten für Zirkus ohne Wildtiere

Die Göttinger PIRATEN erneuern ihre Kritik an der Haltung von Wildtieren in Zirkussen. Anlass ist dieses Mal der Circus Constanze Busch, der vom 12. bis 17. April 2017 auf dem Göttinger Schützenplatz gastieren wird. Neben akrobatischen Darbietungen werden auch wieder exotische Tiere wie Kamele, Zebras und Tiger in der Manege zu sehen sein.

»Lange Transportzeiten und zu wenig Bewegungsfreiheit bedeuten Stress für die Tiere und haben nichts mit
artgerechter Haltung zu tun. Das können auch moderne Unterbringungen und gut ausgebildete Tierpfleger nicht ausgleichen«
, kritisiert Daniel Isberner, Vorsitzender des Göttinger Kreisverbandes der Piratenpartei. »Die Außengehege haben nichts mit einer natürlichen Umgebung gemein und bieten im Gegensatz zu den inzwischen gut ausgebauten Zoos keinerlei Abwechslung für die Tiere. Rückzugsmöglichkeiten fehlen ebenfalls.«

Deutschland hinkt beim Thema Wildtierverbot in Zirkussen immer noch hinterher. Andere europäische Länder wie Dänemark, Österreich, Griechenland, Belgien oder die Niederlande haben längst ein generelles oder teilweises Verbot von Wildtieren beschlossen. Die PIRATEN begrüßen, dass der Bundesrat den Entschließungsantrag von Hessen, Thüringen, Saarland, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz im März 2016 verabschiedet hat. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, ein Verbot bestimmter Wildtiere im Zirkus zu erlassen.

»Eine tatsächliche Umsetzung in Form von Gesetzen ist längst überfällig. Die zur Schaustellung von exotischen Tieren ist ein Relikt aus vergangenen Tagen, in denen Tiger, Löwen oder Kamele noch als Kuriositäten galten. Viele Zirkusse verzichten inzwischen ganz auf Tiervorführungen und bieten mit ihren akrobatischen Darbietungen hervorragende künstlerische Leistungen«, so Isberner weiter.

In Deutschland gibt es immer mehr Städte wie Erfurt, Düsseldorf oder Hameln, die ein kommunales Wildtierverbot aussprechen, auch wenn dies zu Gerichtsverfahren zwischen Kommunen und Zirkussen führt. Die PIRATEN fordern die Stadt Göttingen auf, sich ebenfalls klar gegen Zirkusse mit Wildtieren zu positionieren und keine Genehmigungen zu erteilen.

Piraten kritisieren Schließung der Druckerei des Göttinger Tageblatts

Die Göttinger Piraten bedauern die Schließung der seit 1889 bestehenden Druckerei des Göttinger Tageblatts und üben in diesem Zusammenhang heftige Kritik an der SPD, Anteilseignerin der Madsack-Mediengruppe. Neben den 46 Mitarbeitern des Göttinger Druckbetriebes sind zudem noch regionale Zulieferbetriebe und Werksvertrags-Beschäftigte betroffen.

»Den Zulieferbetrieben wird auch ein betrieblicher Sozialplan nicht helfen. Das darf nicht übersehen werden. Die Entscheidung bedeutet in jedem Fall eine weitere Schwächung des Standorts Göttingen«, so Angelo Perriello, zweiter Vorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher der Göttinger Piraten.

Scharfe Kritik üben die Piraten an der SPD, die fast ein Viertel der Anteile am Madsack-Konzern hält und durch solche Geschäftsmodelle unter anderem ihre Wahlkämpfe finanziert. Während Göttinger Sozialdemokraten die Hoffnung geäußert haben, die Beschäftigungspolitik von multinationalen Konzernen wie XXXLutz beeinflussen zu können, müssen sie gleichzeitig tatenlos zusehen, wie ihr eigener Konzern vormacht, wie tarifliche Standards systematisch umgangen werden.

Die Piraten weisen außerdem auf einen weiteren umweltpolitischen Aspekt hin, der bei solchen Entscheidungen so gut wie nie in Betracht gezogen wird. Bislang bekamen die Göttinger Abonnenten des Tageblatts eine Zeitung zu lesen, die nur wenige Kilometer entfernt in Groß Ellershausen gedruckt wurde. Ab dem Sommer müssen jede Nacht 30.000 Printausgaben der Zeitung und ihre Beilagen mit Lkws 170 Kilometer weit quer durch das Land gefahren werden. Hinzu kommen tonnenweise weitere Tageszeitungen der Region sowie jede Woche mehrere hunderttausend Ausgaben der Anzeigenzeitung Blick und ihrer Beilagen.

Göttinger Piraten lehnen „Göttinger Erklärung“ ab

Die Göttinger Piraten lehnen die „Göttinger Erklärung“ und die dort erhobene Forderung des Göttinger Frauenforums nach einem Paritätsgesetz ab. Durch eine Änderung des Wahlgesetzes möchte das Frauenforum erreichen, dass Frauen ihrem Bevölkerungsanteil entsprechend in die Parlamente einziehen – also wesentlich mehr Frauen als derzeit. Die Piraten wiederholen ihre bereits in den vergangenen Jahren wiederholt geäußerte Kritik an einem derartigen Ansinnen:

»Eine gesetzliche 50 %-Quote für Frauen in Parlamenten würde einen
schwerwiegenden Eingriff in das passive und aktive Wahlrecht bedeuten. Solange der Anteil der Kandidatinnen niedriger ist als der Frauenanteil in der Bevölkerung, würde ein Gesetz wie es die „Göttinger Erklärung“ fordert, politisch engagierte Männer systematisch benachteiligen«
, so Dana Rotter, Göttinger Direktkandidatin der Piratenpartei für den Bundestag. »De facto ist dies eine Einschränkung des passiven Wahlrechts für Männer einzig aufgrund ihres Geschlechts und damit unserer Einschätzung nach verfassungswidrig.«

Erfahrungen in Parteien, die seit langem mit „harten“ Quoten arbeiten, haben gezeigt, dass der Anteil der kandidierenden Frauen nur marginal steigt: So haben die Grünen seit ihrer Gründung 1979 strikte 50 %-Quotenregelungen, aber nur 38 % ihrer Mitglieder sind Frauen. Hinzu kommen nach Ansicht der Piraten organisatorische Probleme, weil es insbesondere in kleineren Kommunen oft schlicht nicht ausreichend viele Kandidatinnen gebe.

Nicht in allen politischen Strukturen sind Frauen jedoch unterrepräsentiert. So liegt der Anteil von Frauen, die sich in Bürgerinitiativen engagieren, deutlich höher als der in gewählten Volksvertretungen.
Der nach wie vor niedrige Frauenanteil gerade in Kommunalparlamenten ist auch nach Auffassung der Piraten ein Ärgernis. Die Piraten unterstützen daher Programme wie „Politik braucht Frauen“, das niedersächsische Mentoring-Programm zur politischen Nachwuchsförderung von Frauen. Ein wichtiges Hindernis für Frauen, sich in Parteien zu engagieren, sehen die Piraten in der typischen Doppelbelastung aus Beruf und Familie, aus der bei einem zusätzlichen (meist ehrenamtlichen) politischen Mandat schnell eine Dreifachbelastung würde.

»Beide Geschlechter aus solchen verkrusteten Verhältnissen zu befreien und für politisches Engagement zu begeistern, sind zentrale Anliegen der Piratenpartei. Eingriffe in das Wahlrecht zugunsten lediglich eines Geschlechts hingegen lehnen wir strikt ab – zumal ein solches Gesetz kaum zusätzlich Frauen in die Politik bringen würde«, so Niels-Arne Münch von den Piraten Göttingen.

Als besonders ärgerlich empfinden die Göttinger Piraten wiederholte Versuche, die Frage der Repräsentanz von Frauen in Parlamenten als ein Problem der Gleichberechtigung auszugeben. So äußerte etwa die Gleichstellungsbeauftragte und Leitern des Frauenbüros in Göttingen, Christine Müller, sie hoffe, mit der „Göttinger Erklärung“ »einen Schub in die Gleichberechtigungsdebatte zu bringen«.

Demgegenüber betont Rotter: »Die „gleichberechtigte politische Teilhabe von Frauen“ wie sie das Frauenforum fordert, ist längst realisiert. Der geringe Frauenanteil in Parlamenten ist ein soziales Problem und kein rechtliches. Gleichstellung hat mit Gleichberechtigung nichts zu tun. Die Art, wie diese Debatte von Seiten der Befürworter eines Paritätsgesetzes geführt wird, unterstellt, die Gegner des Gesetzes wären gegen die Gleichberechtigung von Frauen. Das ist völlig falsch.«

Göttinger Piraten wählen Dana Rotter als Direktkandidatin für den Bundestag

Auf seiner Aufstellungsversammlung wählte der Kreisverband der Göttinger Piraten am Montag den 13. März 2017 die Freie Journalistin Dana Rotter zur Direktkandidatin im Wahlkreis 53 (Göttingen) für die Bundestagswahl im September. Rotter tritt dort unter anderem gegen Thomas Oppermann (SPD), Fritz Güntzler (CDU) und Jürgen Trittin (Grüne) an.

»Wir freuen uns, mit Rotter eine kompetente und sympathische Kandidatin gewählt zu haben und sind überzeugt, dass die Piratenpartei im Wahlkreis Göttingen mit ihr noch mehr Zuspruch erhalten wird«, so der Vorsitzende des Kreisverbandes Daniel Isberner.

Die Bundestagswahl hat für die Piratenpartei eine besondere Bedeutung. Der Einzug in den Bundestag ist dabei nicht das alleinige Ziel. Da die Stimmen auch unterhalb der 5 %-Hürde für kleine Parteien eine enorme Bedeutung für die staatliche Parteienfinanzierung haben, werben die Piraten mit besonderem Engagement um jede Stimme. Wer Piratenarbeit in der Kommune stärken will, kann dies durch seine Stimme bei der Bundestagswahl erreichen.

Rotter ist 30 Jahre alt, seit Herbst 2016 Mitglied im Rat der Stadt Göttingen und engagiert sich dort in der PIRATENundPARTEI-Ratsgruppe besonders in der Kulturpolitik. Weitere Schwerpunkte der Kommunalpolitikerin sind die digitale Agenda, Datenschutzaspekte, das Einfordern transparenter Strukturen in Politik und Verwaltung sowie Bürgerbeteiligung. Auf Bundesebene stehen für Rotter die Themen soziale Gerechtigkeit sowie Stärkung der Kommunen ebenfalls im Fokus.

»Die Reform des Länderfinanzausgleichs, die im vergangenen Jahr zwischen Bund und Ländern beschlossen wurde, ist ein guter Anfang. Das Geld muss dann aber auch bei den Kommunen ankommen, um diese finanziell zu stärken«, so Rotter. »Außerdem dürfen nicht weiterhin Aufgaben von Bund und Ländern auf die Kommunen abgewälzt werden, ohne diesen auch die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen.«

Protokoll der Aufstellungsversammlung am 13.03.2017

Aufstellungsversammlung zur Wahl einer Direktkandidatur (Erststimme) für den Deutschen Bundestag

Ort: Göttingen, bei Arbeit und Leben, Lange Geismar Straße
Zeit: Montag 13.03.2017, 19:45 Uhr
Anwesend: 13 Personen, darunter 6 akkreditierte Parteimitglieder deutscher Staatsangehörigkeit (Dana, Daniel, Francisco, Moritz, Matthias H., Matthias S.).
Protokoll: Francisco Welter-Schultes

1) Eröffnung der Versammlung

19:45 Uhr: Thomas Ganskow eröffnet die Versammlung.
Die Mitgliedschaft von Matthias Hagenbäumer im KV Göttingen wird von Thomas Ganskow telefonisch geklärt, der eine positive Antwort vom Landesverband erhält.

1.1) Wahl der Versammlungsleiter

Matthias H. und Thomas Ganskow werden vorgeschlagen. Thomas wird mehrheitlich gewählt.

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Unfall-Ampel Weender Tor: Piraten erneuern Forderung, alle Ampelschaltpläne offenzulegen

Die Göttinger Piraten erneuern ihre Forderung, sämtliche Schaltpläne aller Göttinger Ampeln offen zu legen und ins Internet zu stellen. Anlass ist die sehr fragwürdige Gerichtsentscheidung zu einer angeblichen Rotlichtmissachtung mit Unfallfolge am Weender Tor.
Weder das Gericht noch die Staatsanwaltschaft hatten es in einem Prozess gegen die Beifahrerin wegen falscher Zeugenaussage für nötig befunden, die von der Stadt vorgelegten Ampelschaltpläne zu hinterfragen oder vor Ort zu prüfen.

Die angehende Juristin hatte guten Gewissens das ausgesagt, was sie gesehen hatte: Die Grüngabe einer Ampel am Weender Tor. Da ihre Aussage nicht mit dem angeblichen städtischen Schaltplan übereinstimmte, den die Stadt dem Gericht übermittelt hatte, wurde sie wegen Falschaussage zu 1.800 Euro Strafe verurteilt. Dies kam für die junge Frau faktisch einem Berufsverbot und dem Ende ihrer Karriere gleich. Erst nach über einem Jahr wird der Fall neu aufgerollt. Diesen Beitrag vollständig lesen

Piraten: Argumente der Verwaltung gegen den Spielplatz am Waageplatz vorgeschoben

Die Göttinger Piraten halten die Argumente der Verwaltung gegen die Einrichtung eines Spielplatzes auf einer städtischen Fläche am Wall gegenüber dem Waageplatz für vorgeschoben.

Die Verwaltung argumentiert, dass es durch die vor dem Parkhaus wartenden Autos zu hohen Immissionsbelastungen auf dem von den Piraten vorgeschlagen Spielplatzstandort kommen würde. Als Alternative nennt sie den genau gegenüber liegenden Waageplatz, auf dem die Kombination aus Spielgeräten und Wasser ein attraktives Angebot bilden würde. Doch auch hier kann es zu Immissionsbelastungen kommen – dazu muss nur der Wind entsprechend stehen.
»Wenn es danach ginge, dürfte in der gesamten Innenstadt kein Spielplatz errichtet werden. Sowohl der Spielplatz auf der Rückseite der Jacobikirche, als auch der von der Verwaltung vorgeschlagene Standort auf einem Teil des Parkplatzes der Paulinerkirche zeigen deutlich, dass dieser Grund nur vorgeschoben ist. Vor allem, da, laut Verwaltung, ca. die Hälfte der Parkplätze erhalten bleiben sollen und die Kinder so direkt neben den parkenden und startenden Autos spielen würden«, so Angelo Perriello, zweiter Vorsitzender der Göttinger Piraten. Diesen Beitrag vollständig lesen

Piraten begrüßen Sozialticket – Mit Auflagen an die Verwaltung

Die Göttinger Piraten begrüßen, dass endlich Bewegung in das Sozialticket-Vorhaben kommt. Den Antrag eines Sozialtickets von Seiten der Fraktion Antifaschistische Linke aus der vergangenen Ratsperiode haben die Piraten nicht nur von Beginn an unterstützt, er ist auch dringend notwendig — vor allem in Anbetracht der anstehenden Preiserhöhungen, der die Piraten nur zugestimmt haben, nachdem ihnen versichert wurde, dass am Sozialticket gearbeitet wird.

Kritisch sehen die Piraten indes die eingeschränkte Nutzbarkeit mit einer werktäglichen Gültigkeit ab 9 Uhr. Dies unterläuft das Ziel einer besseren sozialen Teilhabe, was beispielsweise auch Termine beim Jobcenter oder die Teilnahme an beruflichen Maßnahmen beinhaltet, deren Beginn variiert und auch deutlich vor 9 Uhr liegen kann. Die wichtige Frage ist, wie sehr dies die Attraktivität einer solchen ermäßigten Bürgerkarte einschränkt.

Das Argument für den Gültigkeitsbeginn, man wolle einer Überlastung der Busse in den Berufsverkehrszeiten im Voraus entgegenwirken, steht auf schwachen Beinen. Bislang lässt sich noch nicht einschätzen, in welchem Ausmaß das Angebot überhaupt genutzt werden wird. Die Piraten sehen in der Erprobungszeit aber auch eine Chance, dass sich Bedarfe abzeichnen und die werktägliche Gültigkeit später den Realitäten angepasst werden können. Diesen Beitrag vollständig lesen

Piraten begrüßen Optimierung der Ampelschaltung am Weender Tor

Verkehr GöttingenDie Göttinger Piraten freuen sich, dass die Ampelschaltung für den Busverkehr am Weender Tor verbessert werden soll. Die bisherige Zeit von fünf Sekunden ist für die Kreuzungsgröße viel zu niedrig. Auch die Idee, sich mit den Busfahrern zu unterhalten, kann nicht nur am Weender Tor, sondern auch in ganz Göttingen für einen verbesserten ÖPNV sorgen.

Generell begrüßen die Göttinger Piraten jeden Schritt, der zu einem besser funktionierendem und attraktiveren öffentlichen Personennahverkehr führt. Um die Überlastung der Göttinger Straßen zu verringern, müssen die Anreize für die Bürger erhöht werden, das Auto auch mal in der Garage zu lassen.

Nicht nur für die Busse und Autofahrer stellt die Ampelschaltung am Weender Tor ein Risiko dar. Auch Fußgänger und Fahrradfahrer sind durch die aktuelle Ampelschaltung und die neue Fahrradführung viel gefährdeter als vor dem Umbau der Kreuzung.

Francisco Welter-Schultes (2016)»Wenn die Bedarfsampelschaltung für die Busse angepasst wird, was wir ausdrücklich begrüßen, sollten bei dieser Gelegenheit auch sämtliche anderen Schaltungen an der Kreuzung überprüft werden«, so Francisco Welter Schultes, verkehrspolitischer Sprecher der Piratenpartei Göttingen und der PIRATENundPARTEI-Ratsgruppe. »Die Zeiten für Fußgänger sind viel zu kurz. Die Kreuzung muss dringend wieder auf den Stand vor dem Umbau zurückgeführt werden.«

Während vor dem Ende 2014 erfolgten Umbau der Kreuzung die Fußgänger in Nord-Süd-Richtung noch 33 Sekunden Grün hatten, sind es seit dem Umbau nach Messungen der Piraten nur noch 7 Sekunden, also 1 Minute und 23 Sekunden Wartezeit. Im gleichzeitig entwickelten und im Januar 2015 verabschiedeten Klimaplan Verkehrsentwicklung wurde als Richtwert an Knotenpunkten eine Wartezeit von maximal 40 Sekunden festgelegt.

Piraten begrüßen geplante Verbesserungen am Fernbusbahnhof

baupolitikDie Piratenpartei Göttingen begrüßt, dass die Stadt nun endlich Sitzmöglichkeiten und Überdachungen am Fernbusbahnhof Göttingen schaffen will. Die Piraten widersprechen dem Baudezernat insbesondere in seiner Einschätzung, es sei akzeptabel, dass ein Provisorium in dieser Qualität vier oder fünf Jahre bestehen kann. Dies schadet über einen so langen Zeitraum dem Ansehen der Stadt.

Martin Rieth

Martin Rieth – Lizenz:CC-BY-ND

»Wenn Herr Dienberg erst jetzt tätig wird, und nicht als wir damals schon den Zustand kritisierten, zeigt er, dass es ihm nicht um die Menschen geht, sondern in erster Linie um eine gute Selbstdarstellung«, so Martin Rieth, der als Fraktionsvorsitzender der Piraten im Rat bereits 2015 die Ausstattung kritisiert hatte.

Die Piraten heben noch ein weiteres Problem hervor, das im ADAC-Test nicht berücksichtigt worden war: Fehlende Mülltonnen an der Fernbushaltestelle haben in den vergangenen anderthalb Jahren bewirkt, dass Reisende ihren Müll einfach über den Zaun hinter die Böschung auf das Gelände der Universität geworfen und sich dort inzwischen Ratten angesiedelt haben, die es vorher dort nicht gab.

Neben den geplanten Bänken und Überdachungen begrüßen die Piraten auch die Installation einer elektronischen Anzeigetafel. Allerdings ist die Aussage von Stadtbaurat Dienberg verwunderlich, eine dynamische Fahrgastinformation sei nicht möglich.

Dana Rotter (2016-2)»Andere Städte, darunter beispielsweise Hannover, Hamburg und der ADAC-Testsieger Stuttgart, verfügen über aktuelle Anzeigen zu Verspätungen. Was dort möglich ist, sollte auch in Göttingen umsetzbar sein«, so Dana Rotter, Mitglied im Vorstand der Göttinger Piraten und Ratsfrau.

Die Piraten sind überzeugt, dass die geplanten Verbesserungen für die provisorische Fernbushaltestelle den Aufenthalt in Göttingen angenehmer gestalten und ein besseres Bild der Universitätsstadt zeichnen werden.

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