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Winterräumdienst in Göttingen

Quelle: dpa
Quelle: dpa

Der Winter gab dieses Jahr nur ein kurzes Gastspiel in Deutschland. In Göttingen haben vor allem die Menschen etwas davon zu spüren bekommen, die im Gewerbe- und Industriegebiet wohnen oder dort arbeiten. So wie auch schon im letzten Jahr, berichteten viele Arbeitnehmer und Bewohner, dass hier die Radwege entweder überhaupt nicht oder nachrangig geräumt worden seien. Besonders wichtige Verbindungsstraßen wie der Maschmühlenweg, Königsallee, Stresemannstraße bis zur Robert-Bosch-Breite würden hier auffällig vernachlässigt. Zieht man nun einen Vergleich mit anderen Gebieten wie etwa dem Kreuzbergring und rund um die Universität, so fällt auf, dass hier die Radwege nicht nur zeitnah sondern sogar mehrfach geräumt wurden. Die Piratenratsfraktion hat am 14.02.2014 hierzu eine Anfrage an den Rat gestellt in der sie um Aufklärung dieser augenscheinlichen Ungleichbehandlung sowie eine Übersicht über die Räumungspläne der Stadt Göttingen bittet, die für alle Bürger einsehbar ist. Die recht ausführliche Antwort beantwortet einige Fragen und wirft gleichzeitig neue auf.

2 Kommentare zu “Winterräumdienst in Göttingen

  1. Danke für diese Anfrage. Die Antwort spricht für sich selbst. In der Unterscheidung von Priorität 1 zu 2 ist aus meiner Sicht eine Unterscheidung der Wahrnehmung der Interessen betroffener Bürger klar zu erkennen. Es ist zu erkennen wessen Interessen Priorität haben. Es ist ein Unding an sich, dass es überhaupt Prioritäten gibt. Bis zum nächsten Winterdienst steht ausreichend Zeit zur Verfügung, darauf hinzuwirken diese unhaltbaren Zustände zu ändern. Auch die Bürger des Westteils unser Stadt – die dort wohnen oder dort tätig sind – sind Bürger dieser Stadt. In unserer Stadt sollte es keine Bürger geben, deren Interessen mit Priorität 1 oder 2 klassifiziert werden.

  2. also zunächst einmal finde ich es sehr gut, dass die das öffentlich machen, auch kartographisch. hagenweg wird gar nicht geräumt, nikolausberger weg auch nicht. das erklärt das. berliner strasse/godehardstrasse erlärt sich dadurch nicht.
    die prioritäten beziehen sich, so wie ich das verstehe, auf die reihenfolge der abarbeitung, bezeichnen also eher einen arbeitsablauf. möglicherweise ist die erfahrung, dass die radwege der priorität 1 etwas früher befahren werden als die in der weststadt, daher werden die morgens dann vielleicht etwas früher geräumt. priorität 2 scheint nicht zu heissen, dass die in der regel gar nicht geräumt werden. gegen diese prioritäten hätte ich erstmal nichts, aber ich würde sie gerne mit den autoräumdienst-prioritäten abgeglichen sehen.

    das problem, das in der anfrage angesprochen wurde, war aber auch, dass der autofahrbahn-schnee auf den radweg bzw. auf die radwegauffahrten geschippt wird. was dazu noch nachgefragt werden müsste, wäre der autoräumdienst-plan.

    in kopenhagen werden die radwege morgens grundsätzlich zuerst geräumt, erst danach die autostrassen. in göttingen sind einige rad/fusswege so breit, dass die wahrscheinlich auch mit autoräumdienst-maschinen befahren werden könnten. das würde ich noch nachfragen. wie breit muss ein rad/fussweg sein, damit er…? ein mögliches antragsziel, das sich daraus ergeben könnte, wäre, vorhandene autoräumdienst-kapazitäten für den radwegräumdienst abzustellen. ich würde zuerst noch den autoräumdienst-plan abfragen, und dann was draus basteln.

    auch die frage, warum es keine 3. priorität gibt, erschliesst sich aus der antwort nicht. denn auch am 2. tag nach einem schneefall, wenn es nicht neu draufgeschneit hat, liessen sich noch gut weitere strecken räumen, wie hagenweg und nikolausberger weg.

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