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Piraten fordern geeignete Verkehrswege und klare Regeln für E-Scooter

Pressemitteilung des Kreisverbandes der Piratenpartei Göttingen 10.01.2020

 

Die Göttinger Piraten fordern angesichts der zunehmenden Beliebtheit von E-Scootern die beschleunigte Entwicklung einer angemessenen Infrastruktur. Dazu gehören sowohl bessere Radverkehrsanlagen vor allem an Hauptstraßen, die auch von E-Scootern genutzt werden können, andererseits aber auch wirksame Nutzungsbeschränkungen auf Gehwegen und in der Fußgängerzone.

Bereits seit langem fordern die Piraten deutlich mehr Engagement beim Ausbau der Göttinger Radverkehrs-Infrastruktur. Auf die Ankunft der E-Scooter sehen die Piraten die Stadt nicht optimal vorbereitet.

Perspektivisch sollten die Innenstädte gravierend umgestaltet werden. Wenn irgendwo eine Sanierung ansteht, kann man das in Angriff nehmen„, so Andreas Knopf, Mitglied des Kreisvorstands, der sich unzufrieden mit der bisherigen Praxis äußert:

Da gräbt man die Weender Landstraße auf, aber der Radweg bleibt hinterher die gleiche schmale Holperpiste wie vorher.“

Göttingen braucht eine deutlich bessere Radweg-Infrastruktur, die auch von E-Scootern genutzt werden kann. Dabei müssen sicherlich auch Kfz-Fahrspuren auf Hauptverkehrsadern umgewidmet und dem Zweiradverkehr zur Verfügung gestellt werden„, ergänzt Ratsmitglied Francisco Welter-Schultes.

Private Scooter und Leih-Scooter werden in immer mehr Städten genutzt und ersetzen teilweise das Auto. Diese Entwicklung ist grundsätzlich zu begrüßen, da hierdurch mehr Raum auf den innerstädtischen Verkehrsadern frei wird, dort mehr Parkplätze abgebaut und dem fließenden Fuß- und Radverkehr zugedacht werden können. Auch ermöglicht es eine Steigerung der Attraktivität und Aufenthaltsqualität in der Innenstadt.

E-Scooter-Verleihsysteme können allerdings dann ein Problem darstellen, wenn der Betrieb nicht klaren Regeln unterliegt. Dazu der senioren- und behindertenpolitische Sprecher des KV Göttingen Erich Wutschke:

Viele Senioren sowie Menschen mit Behinderungen fühlen sich durch manche rücksichtslosen Radfahrer gefährdet. Wieviel mehr wird das durch E-Scooterfahrer erst sein, wenn diese mit erheblicher Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone fahren? Verleih-E-Scooter können überall auf Gehwegen herumstehen oder liegen und stellen damit eine weitere Gefährdung für seh- oder gehbehinderte Menschen dar. Solange keine Infrastruktur mit klaren Regeln für eine gefahrlose Nutzung von E-Scootern in Göttingen vorhanden ist, betrachte ich das Thema E-Scooter kritisch.“

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