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Piraten begrüßen Entscheidung zum Bahnhaltepunkt Rosdorf

Pressemitteilung des Kreisverbandes der Piratenpartei Göttingen 30.10.2019

 

Die Göttinger Piraten begrüßen die Entscheidung des Gemeinderats Rosdorf, den Bahnhaltepunkt Rosdorf zu reaktivieren [1]. Auch die Bereitschaft des Landkreises, 300.000 Euro für Park and Ride Flächen zu investieren, trifft auf Zustimmung der Piratenpartei, die sich schon seit langem für die Reaktivierung der Bahnhaltepunkte Rosdorf und Obernjesa ausgesprochen hat.

Die bisherige Argumentation der Gemeinde, die Kosten in Millionenhöhe befürchtet und die Planungen viele Jahre lang blockiert hatte, hat sich als unhaltbar erwiesen und wurde zu Recht aufgegeben. Die Piraten hatten bereits 2016 diese Argumente als vorgeschoben und nicht stichhaltig bezeichnet.

Rosdorf hat mit dieser Entscheidung die Weichen in Richtung Zukunft gestellt. Es wäre allerdings auch ein Skandal gewesen, wenn die Gemeinde, die keinen Cent zu dieser erheblichen Aufwertung beisteuert, die Planungen weiter blockiert hätte. Wir sind auch sehr damit zufrieden, dass der ungünstig gelegene Haltepunkt im Norden, der viel zu weit vom Ortszentrum und den Wohngebieten entfernt lag, aus dem Rennen ist„, so Andreas Knopf, 3. Vorsitzender des Kreisverbandes.

Die Notwendigkeit einer Verkehrswende bedingt, dass überlegt werden muss, wie Pendlerverkehre zwischen Rosdorf und Göttingen in Zukunft besser abgewickelt werden können. Die Bahn kann einen Beitrag leisten, den Anteil des Autoverkehrs von über 60 % zu reduzieren.

Der schon seit Jahren in Planung befindliche Radschnellweg Bovenden-Rosdorf kommt kaum voran und wird für Rosdorfer Pendler nur wenig Attraktivität entfalten. Zum einen wird er zwischen Rosdorf und Göttingen an der lauten und vielbefahrenen Schnellstraße L 573 entlang geführt, anstatt – wie es genauso gut möglich gewesen wäre – landschaftlich attraktiv über ruhige Felder, das Leinewehr und entlang der Leine bis zum Brauweg. Zum anderen stellt sich jetzt heraus, dass eine bedarfsgerechte Führung zwischen Rosdorfer Kreisel und Groner Tor nicht umsetzbar erscheint. Die meisten Radler aus Rosdorf werden weiterhin über den holprigen alten Radweg am Rosdorfer Weg und teilweise unerlaubterweise gegen die Fahrtrichtung zum Groner Tor fahren. Von einer Radverkehrsförderung kann auf Göttinger Seite keine Rede sein.

Für diejenigen, die im Berufsverkehr auf das Auto verzichten wollen, wird die Schiene eine gute Alternative bieten, zum Göttinger Bahnhof zu kommen. Zu wünschen wäre ein erleichterter Fahrrad-Transport in den Zügen.

Die Piraten fordern nun auch eine Reaktivierung des Haltepunktes Obernjesa, und eine Neuberechnung der Wirtschaftlichkeit unter Einbeziehung der Einwohner von Stockhausen und Klein Schneen. Diese wohnen im Einzugsbereich von Obernjesa, wurden jedoch bislang aus dem Radius ausgeklammert.

Quellen:

[1] HNA vom 30.10.2019

https://www.hna.de/lokales/goettingen/landkreis-goettingen-ort306263/gemeinde-rosdorf-bekommt-einen-bahnhaltepunkt-13178297.html

Piratenpartei Deutschland Kreisverband Göttingen

– Der Vorstand –

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