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Opferschutz & Häusliche Gewalt, Präventionsarbeit

Das waren die spannenden Themen der Vorstellung der Jugendberatungsstelle „phonix“ des Frauennotrufes am 23. Mai 2012 im Jugendhilfeausschuss (JHA) des Landkreises Göttingen.

Biefmarke - Keine Gewalt gegen Frauen Quelle: Wikipedia.

Der JHA war gut besucht. Es war keine ausreichende Anzahl von Stühlen verfügbar. Unter diesen Bedingungen die Leute für kommunale Ausschüsse zu begeistern, ist schwierig. Interessante weitere Themen waren die Vorstellungen der Jugendringe Eichsfeld und Hann. Münden & des Kreissportbundes. Auch mit diesem Artikel bringe ich Euch die Kreispolitik in das Netz und lade Euch ein, das Symbol zum [weiter lesen] zu probieren.

Die Tagesordnungspunkte

Eröffnung der Sitzung und Feststellung der Beschlussfähigkeit, Feststellung der Tagesordnung, Genehmigung

des letzten Protokolls liefen so durch. Die Tagesordnung wurde geringfügig geändert.

Die Verwaltung berichtete, dass die Anzahl der Inobhutnahmen nach § 42 KJHG erheblich gestiegen ist.

Der Haushalt des Landkreises Göttingen werde wohl nicht vor Mitte des Jahres genehmigt. Er wurde dem Innenministerium übersandt. Das Ministerium wird voraussichtlich die in § 176 Abs. 1 Satz 6 NKomVG genannte Frist von drei Monaten voll ausschöpfen.

5 Vorstellung der Kinder- und Jugendberatungsstelle „phoenix“ des Frauen- Notruf e.V. Göttingen

Der Frauen Notruf e. V. stellte sich, das Fachzentrum „phoenix“ und eine Schulungsserie über „Kinder- und Jugendberatung“ bei sexueller und häuslicher Gewalt vor. Es ging im Großen und Ganzen um Schutzmechanismen für von häuslicher Gewalt betroffene Kinder. Es gibt für mich eine überraschend hohe Anzahl von Fällen im Kreis Göttingen. Die Aussage, dass es eine transgenerationale Weitergabe von Gewalt, Täterschaft und Opfereigenschaft gibt, finde ich gewöhnungsbedürftig. Gewaltprävention ist ein schwieriges Thema. Nach Meinung der Vortragenden gibt es hier in Göttingen noch einen Bedarf, der nicht befriedigt wird.

„Phoenix“ wird automatisch informiert, wenn ein Polizeieinsatz wegen häuslicher Gewalt statt fand. Dann geht das Protokoll des Einsatzberichtes der Polizei per Telefax an die Einrichtung. Phoenix geht von sich aus auf die Frauen zu und bietet Unterstützung an. Das nennt sich proaktive Beratung (BISS-Stelle).

Es werden seit jüngerer Zeit auch Angebote für Jungen gemacht. Um was es genau geht, könnt Ihr Euch besser vorstellen, wenn Ihr das Internetangebot von „Gewalt ist nie ok.“ besucht.

Bislang wurde die Maßnahme von Stiftungen gefördert. Diese fördern nur neue „innovative“ Maßnahmen. Die Förderung fällt jetzt weg und der Frauen Notruf bittet um ausgleichende Förderung des Landkreises Göttingen.

Das Thema

6. Aufhebung Sperrvermerk für Zuschuss Kindertagespflegebörse;

(Antrag der Kreistagsfaktion „Die Linke“) wurde auf TOP 6 vorgezogen.

Es geht darum, einen Sperrvermerk für einen Zuschuss an die Kindertagespflegebörse aufzuheben.

Die SPD ist dafür möchte den Zuschuss aber nur für ein Jahr probehalber gewähren. Die CDU spricht sich dagegen aus, unter Anderen weil die Qualifikation der eingesetzten Personen nicht vom Jugendamt untersucht wird. Die Maßnahme sei etwas ähnliches wie die Vermittlungsbörse für Babysitter. Es gäbe zu viel Organisations- und Verwaltungsaufwand. Es gäbe auch Tagesmütter über die Tagespflegebörse.

Die Verwaltung sieht das Vorhaben kritisch, da kein niederschwelliges Angebot unterhalb der Kindertagesstätten geschaffen werden sollte. Das sei ein Ergebnis einer Unterausschusssitzung, in der hierüber bereits diskutiert wurde. Der SPD wurde sodann eine Beratungspause gegönnt.

Der Antrag wurde dann mehrheitlich abgelehnt.

7 Jahresbericht 2011 über das Budget des Jugendamtes

Es ist etwas teurer geworden, es gab auch höhere Zuwendungen an den Kreis. Einige Einsparungen erfolgten, weil Projekte nicht realisiert werden konnten. Es gab Lob für die übersichtliche und gute Darstellung.

8 Vorstellung der Arbeit der Jugendringe im Landkreis Göttingen sowie Zuschüsse zu deren Verwaltungskosten 2012

Die Jugendringe berichteten über die Arbeit. Wesentlich sind die Unterstützungen für Transportgelegenheiten (Ein Bus wird zur Verfügung gestellt). Es gibt auch ein jugendgerechtes Internetangebot. Ich habe über diese Formulierung länger nachgedacht. Der Vertreter des Jugendringes sagte eher, die Jugendlichen würden bei den Netzangeboten beispielsweise nicht auf pornografische Inhalte zugreifen können. Wenn es denn stimmt, dass dem Internt ein Suchtpotential inne liegt, wie die Bundesregierung schreibt (z.B. Zeit online, 26.09.2012), kommt diese Form der pädagogischen Aufbereitung des Themas möglicherweise zu kurz. Ich habe keine Stimme im JHA und konnte dies nicht genauer hinterfragen. Die Mitglieder haben das nicht getan.

Insgesamt waren die Präsentationen der geringen Förderung durch den Landkreis angemessen. Die eingereichten Kosten wurden beziffert von zirka 1.500 EUR bis 31.300 EUR.

Mehr kann ich nicht berichten, da ich zu meinem nächsten Termin musste.

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