Alles Mandatsträger Pressemitteilung Verkehrspolitik

Kritik an Gehweg-Ausführung an der Jakob-Henle-Straße

In einem Antrag für den Bauausschuss am 24.10.2019 von Francisco Welter-Schultes (Piraten) wird die bauliche Ausführung des Straßenausbaus der Jakob-Henle-Straße kritisch unter die Lupe genommen. Die Straße wird derzeit grundsaniert.
Dabei wird den Bedürfnissen behinderter Fußgänger nicht in dem Maß Rechnung getragen, wie dies nach den Richtlinien vorgeschrieben ist. Unter anderem sind die Platten der Bodenindikatoren für Sehbehinderte falsch verlegt worden, Bordsteinabsenkungen für Gehbehinderte fehlen. Die Anwohner werden gezwungen, die mangelhaften Arbeiten zu einem Großteil Rahmen der umstrittenen Straßenausbaubeiträge zu finanzieren.

Die Arbeiten sind an beiden Enden der Straße dilettantisch ausgeführt worden. Die Anwohner, die diese Baumaßnahmen gezwungen werden mitzufinanzieren, haben Anspruch auf eine ordentlich abgelieferte Arbeit„, so Welter-Schultes (Piraten).
Es kann keinen Kostenunterschied ausmachen, die Leitplatten falsch zu verlegen, oder genauso viele Platten normgerecht und korrekt zu verlegen und die Bordsteine abgesenkt einzubauen.“

Noch sind die Arbeiten nicht beendet, doch schwere Mängel sind bereits zementiert. An beiden Enden der Jakob-Henle-Straße sind die Gehweg-Übergänge mangelhaft. Auch in einer kürzlich abgeschlossenen Baumaßnahme an der Gutenbergstraße wurden die Richtlinien missachtet.

Gehbehinderte am Kreuzbergring werden gezwungen, beim Queren der Jakob-Henle-Straße den barrierefreien Übergang des Radweges zu nutzen. Dieser Radweg wird – auch wenn er nicht offiziell gewidmet ist – von vielen Rädern bergab mit 30-40 km/h befahren, wobei die Fahrräder in einer Kurve hinter parkenden Autos hervorkommen und erst spät zu sehen sind. Bremswege von Fahrrädern sind länger als die von Autos, was in der Verkehrsplanung selten berücksichtigt wird.

Im Antrag wird nun gefordert, den Radweg und den barrierefreien Übergang für gehbehinderte Menschen am Kreuzbergring räumlich zu trennen, und den Straßenausbau nicht abzunehmen, bevor die baulichen Mängel nicht behoben wurden. Im Klartext bedeutet das, dass die Gehweg-Übergänge an beiden Enden der Jakob-Henle-Straße noch einmal neu gemacht werden müssen. Unklar ist, wer die zusätzlichen Kosten für die Korrektur der mangelhaften Ausführung zu tragen hat. Die Anwohner sicherlich nicht.

Das Bereitstellen barrierefreier Gehwege für gehbehinderte Menschen ist eine genauso wichtige Aufgabe wie das Bereitstellen von Fahrbahnen für Autos„, heißt es in der Begründung.

0 Kommentare zu “Kritik an Gehweg-Ausführung an der Jakob-Henle-Straße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.