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Für Offenlegung der Verkehrsdaten und Ernsthaftigkeit in der Albaniplatz-Planung

Die Neuplanung der Verkehrsführung über den Albaniplatz vor der Stadthalle geht im Bauausschuss am 6.12.2018 in die nächste Runde.
Zusätzlich liegt nun dem Rat zum 14.12.2018 ein Antrag von Francisco Welter-Schultes (Piraten) vor, das Innenstadtleitbild in Bereich der südöstlichen Parksuchschleife an neue Gegebenheiten anzupassen. Damit soll eine Änderung der Richtungsführungen der engen Straßen unterhalb der Albanikirche ermöglicht werden.

Der Kfz-Verkehr am Albaniplatz soll nach dem Willen der Verwaltung entweder schnurgerade und abschüssig unmittelbar am Zaun der Albanischule entlangführen (Variante 2a) oder vom Hainholzweg am Rand des Cheltenham-Parks vorbei zur Langen Geismar-Straße (Variante 1).
Ein gänzlicher Verzicht auf Kfz-Verkehr auf dem Albaniplatz, wie ihn die Grünen fordern (Variante 3), wurde bislang von der Verwaltung abgelehnt. Voraussetzung zur Beurteilung der Umsetzbarkeit dieser Variante 3 wären die Verkehrsdaten, die am 16.08.2018 vor Ort erhoben wurden und die schon längst hätten offengelegt werden können. Die Verwaltung verwies am 22.11.2018 zudem auf das mehrheitlich vom Rat beschlossene und der Variante 3 entgegenstehende Innenstadtleitbild.

Dieses Innenstadtleitbild stammt von 2011 (Ratssitzung 09.09.2011, Anlage 5, Seite 57) und basierte auf heute veralteten Grundannahmen. Es ist nicht einzusehen, warum ein veraltetes Leitbild Denkverbote bei der stadtplanerischen Gestaltung dieses wichtigen Platzes auslösen soll.

Die Variante 2a wurde von der CDU zunächst begrüßt, von den anderen Ausschussmitgliedern sowie Anwohnern, Kirchengemeinde, Eltern und Lehrern als gefährlich und unattraktiv abgelehnt.
Variante 1 basiert auf einem älteren SPD-Vorschlag, in dem bereits vor Jahren der Wunsch geäußert wurde, „…das 1877 erfolgte Schleifen des Walles, soweit dies heute noch möglich ist, zu heilen„.
Eine städtebaulich durchaus attraktive Zielsetzung, die ebenfalls in der von den Grünen vorgeschlagenen Variante 3 realisierbar wäre, wenn kein Kfz-Verkehr über den Albaniplatz geleitet werden müsste.

Der Verzicht auf eine Kfz-Verkehrsführung könnte eine erhebliche Steigerung der Qualität in der städtebaulichen Gestaltung des Albaniplatzes mit sich bringen und sollte ernsthaft, mit den dazu notwendigen Verkehrsdaten und ohne Denkverbote geprüft werden.

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