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Für einen Zebrastreifen am Rosdorfer Weg

Für die kommende Bauausschuss-Sitzung am 09.05.2019 liegt ein Antrag von Francisco Welter-Schultes (Piraten) vor, einen Zebrastreifen am Rosdorfer Weg an der Ostseite der Leinebrücke einzurichten. Hier queren viele Kinder auf dem Schulweg die vielbefahrene Straße. Der Antrag geht auf eine Anregung von Bürgern aus dem Leineviertel zurück.

An der Westseite der Brücke gibt es bereits einen Zebrastreifen, der jedoch von den Kindern aus Richtung Breymannstraße/Brauweg auf ihrem Weg zur Schule am Leineberg kaum genutzt wird. Die Kinder gehen oder fahren mit kleinen Fahrrädern an der Ostseite direkt über die vielbefahrene Straße, um die Leine auf der parallel zur Straßenbrücke verlaufenden Holzbrücke zu überqueren.
Die Straßenbrücke hat auf der Südseite zwar einen Gehweg, den die Kinder auch entlanggehen könnten, um dann am anderen Ende den Zebrastreifen zu nutzen. Dieser südseitige Gehweg wird jedoch von schnell fahrenden Radfahrern in Anspruch genommen, die ihrerseits den oft aggressiven Autofahrern ausweichen und die Straße daher meiden. Ganz unten an der „Nahrungskette“ befinden sich in diesem Verdrängungswettbewerb schließlich die Kinder, die sich nicht trauen, den südseitigen Gehweg zu nutzen und es bevorzugen, die Straße gleich auf der Ostseite zu überqueren.
Dieses Problem wurde schon bei der Ausarbeitung des Nahmobilitätskonzepts Südstadt erkannt, weswegen die Einrichtung eines Zebrastreifens an dieser Stelle in den Maßnahmenkatalog aufgenommen wurde. Beantragt wird, diese nun zeitnah umzusetzen.

Für die Umsetzung des Nahmobilitätskonzepts Südstadt stehen pro Jahr 25.000 Euro bereit. Auf eine Anfrage von Seiten der Piraten (Bauausschuss 04.04.2019) hatte die Stadt kürzlich mitgeteilt, welche Maßnahmen im Rahmen des Nahmoblitätskonzepts in 2019 umgesetzt werden sollen. Hierunter fallen neben Sitzgelegenheiten am Felix-Klein-Gymnasium auch die Einrichtung von Fahrrad-Abstellanlagen an Bushaltestellen und Bordsteinabsenkungen. Alle diese Maßnahmen sind zu begrüßen. Von daher kann es nicht darum gehen, eine Maßnahme gegen die andere auszutauschen.

So ein Zebrastreifen ist nicht sehr teuer. Durch die umstrittene und über 20.000 Euro teure Asphaltierung des Leinekanalwegs wurde 2018 leider sehr viel Geld ausgegeben, das für viel sinnvollere Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit hätte verwendet werden können. Es gibt jedoch auch Etatmittel zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Förderung des Radverkehrs, die eventuell für Maßnahmen in der Südstadt eingesetzt werden können. Die Bürger im Leineviertel hoffen auf einen positiven Beschluss im Bauausschuss.

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