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FFH-Gebiet Göttinger Wald: Unterstützung für den Ratskompromiss

Unterstützung für das demokratische Verfahren im Fall der Unterschutzstellung des FFH-Gebietes 138 (Göttinger Wald) gibt es von Seiten der Piraten.

Francisco Welter-Schultes, Mandatsträger der Piratenpartei im Rat der Stadt, schreibt hierzu:
„Ich unterstütze ausdrücklich den Kompromiss der Ratsfraktionen vom 29.5.2018 und befürworte die dort zugesagte Umsetzung dieses Kompromissvorschlages durch die Verwaltung.

Demokratie lebt von der Fähigkeit gewählter Abgeordneter in Volksvertretungen, Kompromisse in Fragen zu erzielen, in denen gesellschaftliche Interessenträger gegensätzliche Positionen vertreten.
Ein solcher Kompromiss wurde am 29.5.2018 in der Umweltausschuss-Sitzung des Rates gefunden. Im Ortsrat Weende ist die Meinungsbildung derzeit noch nicht abgeschlossen.

Die Interessenverbände des Naturschutzes plädieren für eine Unterschutzstellung aller Flächen auf Göttinger Stadtgebiet als Naturschutzgebiet NSG, während die wirtschaftlichen Interessenträger sich mit einigen Ausnahmen (wie der Realgemeinde Roringen) für die Schutzkategorie Landschaftsschutzgebiet LSG aussprechen. Auch nach langen Debatten über Fachfragen konnten sich die Experten beider Seiten nicht auf eine gemeinsame Lösung einigen.

Teile des Göttinger Waldes und des Bratentales sind bereits NSG. Bei der Ausweisung des Kerstlingeröder Feldes und Teilen des Göttinger Waldes als NSG im Mai 2006 wurde eine Mehrheitsentscheidung in einer damals noch seltenen Parteienkonstellation getroffen. CDU und Grüne setzten die Unterschutzstellung damals mehrheitlich gegen die SPD durch (Ratssitzung vom 12.5.2006).
Später beim Golfplatz in Geismar (2016) und bei der Verhinderung der Umwandlung von Flächen im LSG Leinetal in Baugebiete (2017) maßen CDU und Grüne dem Naturschutz ebenfalls höhere Bedeutung als die SPD bei, wobei die Piraten jeweils die Position von CDU und Grünen mittrugen.

Der Kompromiss vom Mai 2018 sieht eine sinnvolle Teilung vor, wonach die Waldflächen als NSG und die offenen Flächen als LSG ausgewiesen werden. Das bestehende NSG Bratental wird arrondiert. Der Kompromiss stellt sicher, dass sich alle Parteien darin wiederfinden können.

Ein formales Verfahren wird sich anschließen, damit die Interessenträger in schriftlicher Form Einwände einreichen und bislang übersehene Aspekte noch vorbringen können.“

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