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Dörfer im Dialog – Neue Mobilität für unsere Dörfer

Im Rahmen des Programmes LEADER hat Dr. Hartmut Berndt zu einem Abend des Austausches geladen. Als Vertreter von Andreas Schelper habe ich die Gelegenheit ergriffen dort für uns teilzunehmen.

Quelle: http://www.natur-ranger.de/_medien/verein/Herbigshagen.jpg

Eins vorweg: Ich gabe mich nicht nicht als PIRAT zu erkennen, denn ich habe die Veranstaltung auch als überparteilich begriffen.

Nachdem es ein kleines Get-together und Häppchen gab ging es zu vier Impulsvorträgen zu den Themen:

  1. ÖPNV – Potenzial für die zukünftige Mobilitätsversorgung auf dem Land – Carl-Michael Wieder [Zweckverband Verkehrsverband Südniedersachsen]
  2. Mobilfalt – Ein Pilotprojekt zur Sicherstellung der Mobilität des ländlichen Raums Moritz Müller [Nahverkehr Werra-Meißner GmbH]
  3. Ortsnah versorgen – Mit Dorfläden den Mobilitätsbedarf verringern – Stephan Holzhaus [Dorfladen Garte Naturkost, Diemarden]
  4. E-Mobilität – Welchen Vorteil bringt sie für das Land ?Alistair-Adam Hernandez [Landkreis Göttingen]

Nach den Zahlenvorstellungen des ersten Vortrags und dem Eingeständnis, dass ein strukturell unterfinanzierter ÖPNV mit wegbrechen des Rückgrades der Schülerzeitkarten durch immer geringere Schülerzahlen, eine noch bessere Versorgung und befriedigung aller Mobilitätsansprüche überfordert sei, ging es im zweiten Vortrag um eine Strategie eines von der prognostizierten Demographieentwicklung am meisten betroffenen hessichen Regionen (- 17,8% bis 2030). In Hessen hat man es der Initiative und der Aquise von Fördermitteln zu verdanken, so stellte der Beauftragte dar, dass ein weitgehend selbständiges System es schafft Mobilitätsansprüche für jede Stunde des Tages in den fahrplangemäßen Hauptort zu erfüllen.

In Vortrag – und damit dann Arbeitsgruppe – 3 wurde sich auf ein besonderen, gegenläufig erscheinenden Gedanken fokussiert. (Zu gründende) Dorfläden können dazu beitragen Mobilität zu verhindern. In dem nachvollziehbarerweise ein örtliches Kaufangebot geschaffen wird und zweitens Waren der Region vertrieben werden und so Warenmobilität und damit CO2 vermindert wird.

In der Arbeitsgruppe trafen sich Dorfladenbetreiber aus Reinhausen, Diemarden und Roringen als wichtige Inputgeber und wir als Interessierte. Es wurde über vermeintliche Vor- und Nachteile der erlebten Dorfladenstruktur gesprochen und Lösungsvorschläge u.a. für Engagementsengpässe ausgetauscht.

Und wir konnten festestellen, dass es beim Geld gerne mal politisch wird. Die große Frage an die EU-Agrargemeinschaft: Wenn regionale Erzeugung unterstützt wird, warum fällt dann so wenig ab für regionale Vermarktung? Besonders wenn in einem Dorfladen so viel mehr noch steckt als bloß das Vermarlten?

In diesem Sinne sei noch einmal an die in unseren Reihen auch geäußerte Idee der Stärkung der regionalen Wirtschaft durch Transparenz im Waren- und Dienstleistungsverkehr hingewiesen (Regio-Siegel).

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