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Mai 2010

Diätenerhöhung für Niedersächsische Landtagsabgeordnete

Die Fraktionen von CDU, FDP und SPD im Niedersächsischen Landtag wollen am 01.06.2010 eine erneute Diätenerhöhung von 3,5 % beschließen.
Eine weiteres Mal beweisen die etablierten Parteien, dass sie trotz äußerst angespannter Haushaltslage, kein Gefühl für die Stimmungslage innerhalb der Bevölkerung haben. 
 
Wie passt diese Bedienung an der niedersächsischen Landeskasse mit dem allgemeinen Aufruf an die Bevölkerung zur Suche nach Sparmöglichkeiten zusammen? Da wird verlautet: “Die Lage sei so ernst wie noch nie.” und “Man habe über die Verhältnisse gelebt.”[1]
 
Man fragt sich, wer es wohl versäumt hat, die Fraktionen von CDU, FDP und SPD über die angespannte Haushaltslage zu informieren. Oder aber, sie wurden informiert und sie dachten sich: “Das ist nicht für uns. Wir sind nicht gemeint. Die Bevölkerung  ist ja angesprochen worden zu sparen.”
Und damit nicht genug! Wenn man der HAZ [2] glauben schenken darf, soll gegen Jahresende eine weitere  Erhöhung um 200 Euro gleich mit beschlossen werden.
 
Wie auch immer. Was übrig bleibt ist ein Kopfschütteln über die Ingnoranz gegenüber der  Bevölkerung.
 
 
 
als zitat – über die verhältnisse leben?!
 

Kreisparteitag und Frühlingsfest

Wir sind heute (So. 30. Mai) den ganzen Tag im Holbornschen Haus (Rote Str. 34). Jeder ist eingeladen.

Seit 11 Uhr läuft der außerordendliche Kreisparteitag. Mittags wird gegrillt.

Das Live-Protokoll befindet sich hier.

Bombe entschärft – aber warum erst jetzt?

Am 27.05.2010 wurde bei Bauarbeiten zur neuen Sporthalle auf dem Schützenplatz eine Zehnzentnerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in sieben Meter Tiefe entdeckt. Im Umkreis von einem Kilometer wurden die Wohnungen und Gebäude evakuiert, da die Bombe einen unberechenbaren Säurezünder hatte. Wir danken allen Helfern, die diese  Evakuierung durchführten.
In den Medien wird, neben den Ereignissen zur gelungenen aktuellen Bombenentschärfung, von zwei Bombenexplosionen in den 1990er Jahren berichtet.
Anlässlich des neuen Bombenfundes stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien das Gebiet Königsallee – Pfalz Grona Breite – Leine – Schützenplatz – Bahnhof auf Blindgänger hin untersucht wurde? Ist es zu einer systematischen Suche gekommen?
Würde es sich um ein wenig frequentiertes Areal handeln, so wäre verständlich, dass aus Kostengründen nur anlässlich von Bauarbeiten die Blindgänger erforscht werden.
Hier handelt es sich um den Schützenplatz. Ein Platz, der in den letzten Jahrzehnten, Hunderttausende von Besuchern gesehen hat. Wegen der Bedeutung des Platzes fragen wir: Gab es spätestens nach den beiden Ereignissen in den 1990er Jahren Bemühungen, wenigstens den klar umgrenzten Schützenplatz nach Blindgängern systematisch zu untersuchen? Wenn Nein! Warum nicht? Wenn Ja! Warum wurde die jetzt im Rahmen von Bauarbeiten gefundene Bombe, nicht bereits früher gefunden? Der jetzige Fund beweist, dass diese Bombe auffindbar gewesen wäre.
Bevor die Zuständigkeiten, wie bei der Explosion in der Pfalz-Grona-Breite geschehen, hin und her geschoben werden, sollte die Stadt Größe zeigen und sich bei der betroffenen Göttinger Bevölkerung dafür entschuldigen, dass vorher nicht sorgfältig genug gesucht wurde und diese Bombe nicht schon früher entschärft werden konnte.
Wäre die Bombe durch die Erschütterung des Riesenrades, das dort öfter gestanden hat, zur Explosion gebracht worden, so hätte der amtierende OB ganz andere Erklärungen von sich geben müssen. So wäre eine Entschuldigung eine angebrachte Geste gegenüber der Göttinger Bevölkerung.

Bürgerbefragung “Südspange” – Pseudodemokratie zur Tarnung unfähiger Politik

Seit Jahren wird über eine Südumgehung oder verkürzte Südspange gestritten. Grüne und SPD sind sich nicht einig und auch innerhalb der SPD gibt es unterschiedliche Positionen. Jetzt wirft die SPD den Bürgern die Entscheidung über die Südspange zum Fraß vor. Herr Wedrins jubelt in “Rathaus aktuell”: “Die Bürgerbefragung zeigt, dass wir es ernst meinen mit der Demokratie.”

Wenn das so wäre, würde man einen derart komplexen Sachverhalt nicht in eine simple Ja-Nein Frage pressen. Es bleibt völlig unklar, wo die benötigten Geldmittel her kommen sollen und ob sie auf andere Weise verwendbar wären. Des Weiteren gibt es inzwischen eine ganze Reihe alternativer Planungen die Unsummen gekostet haben und nicht mit abgestimmt werden.

Die Bürger sollen lediglich dafür sorgen, dass das Bündnis von SPD und Grünen das Gesicht wahren und weiterregieren kann, als wäre nichts geschehen.

Zur Sicherheit hält man sich jetzt schon ein Hintertürchen offen. Der Ausgang der 63.000 Euro teuren Bürgerbefragung ist rechtlich nämlich nicht bindend. Falls die Beteiligung unter 20% liegt oder anderweitige Bedenken bestehen, landet das Ergebnis einfach im Papierkorb.

Wir sehen diese Abstimmung kritisch. Denn im Grunde geht es nicht um direkte Demokratie, sondern um die Vertuschung von Streitigkeiten in der Mehrheitsgruppe des Stadtrats. Ein an sich sinnvolles plebiszitäres Element wird von SPD und Grünen für PR-Zwecke instrumentalisiert.

Direkte Demokratie hieße, die Bürger aktiv zu beteiligen. Der aktuelle Versuch, eine unangenehme Entscheidung nachträglich durch die Bevölkerung legitimieren zu lassen ist im besten Falle peinlich.

Einladung zum Frühlingsfest

Liebe Göttinger Freunde der Piraten,

es ist nun ein halbes Jahr her, dass wir in Göttingen einen Kreisverband gründeten. Aus diesem Anlass feiern wir am 30. Mai im Holbornschen Haus in der Roten Straße 34. Parkplätze gibt es in unmittelbarer Nähe an der Stadthalle.

Es wird ein gemischtes Programm geben:

  • 9:30 Gemeinsames Frühstück
  • 10:30 Außerordentlicher Kreisparteitag
    • Begrüßung und Eröffnung
    • Formalien und Vergabe der Tagungsämter
    • Rede des Vorsitzenden (Rückblick und Ausblick)
    • Tätigkeitsbericht des Vorstandes gem. Satzung §9.1(7)
    • Einsetzung eines kommissarischen Schatzmeisters
    • Optionale Wahl von zusätzlichen Beisitzern
    • Offene Diskussion und Anregungen aus dem Kreis der Mitglieder
  • 12:30 Mittagspause
  • 13:45 Störtebeker – Vortragsreihe
    • Vorstellung der Idee ‘Störtebeker – Zukunftsstiftung’ von Erich Wutschke
    • Bericht zum Stand des ‘Piratenwerkes Niedersachsen’ von Max Rother (Bericht erfolgt vor Ort, falls Max anwesend ist, anderenfalls per Bericht im Vorfeld)
    • Neuer Wind für die Demokratie: ‘Liquid Democracy‘ von Ingo
  • 15:10 Pause
  • 15:30 Störtebeker – Workshop
    • Wie funktioniert die Piratenpartei?
      • Piratenpad, Wiki, Telefonkonferenzen, Mailinglisten
      • Reaktionen und Diskussion
  • ab 16:15 Uhr: Grillen und gemütliches Beisammensein

Wir würden und freuen viele Gäste begrüßen zu dürfen.
Eine Signal, dass Ihr kommt wäre zum Planen wünschenswert:
ppgoe-vorstand@lists.vorlons.info

Ein herzliches Ahoi

Meinhart Ramaswamy
Kreisverbandsvorstand

NRW Wahl: Auch ohne Rückenwind weiter segeln

Nach einer Wahl, die auf dem ersten Blick für manche nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hat, gibt es keinen Grund für die Piraten den Kopf in den Sand zu stecken. Es war die erste Landtagswahl ohne Rückenwind von bundesweiten Themen. Mit eher bescheidenen Mitteln liegen die Piraten vor der NPD und vor allem vor PRO NRW.
Nach einer detaillierten Analyse des Wahlkampfes gilt es jetzt für die Piraten eine solide Basisarbeit zu betreiben. Das heißt, dass die Piraten mit ihrer Arbeit direkt bei den Themen sind, die auch den Wähler bewegen. Die Piraten sind an der Seite der Wähler.
In diesem Sinne weiterhin Gute Fahrt!

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